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Nachricht vom 05.04.2022    

Bundestagsabgeordnete machen sich Bild an ukrainischer Grenze

Angesichts des Krieges in der Ukraine waren die Bundestagsabgeordneten Martin Diedenhofen und Daniel Baldy kürzlich im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet, um mit internationalen Hilfskräften zu sprechen. Vor Ort wollten die beiden Abgeordneten aus erster Hand erfahren, wie den Opfern des Krieges zielgerichtet geholfen werden kann.

Martin Diedenhofen (rechts) und Daniel Baldy (rechts) tauschen sich mit internationalen Hilfskräften an der ukrainischen Grenze aus. (Foto: Christian Spies)

Neuwied/Altenkirchen. In der polnischen Stadt Rzezów besuchten sie das UN Logistics Cluster, an der polnisch-ukrainischen Grenze bei Hrebenne sprachen sie mit einem Assessment-Team der Johanniter und in Lublin machten sie Halt bei einem Logistikzentrum des Roten Kreuzes. Bei ihren Gesprächen ging es inhaltlich vor allem um die Logistik von Hilfsgütern.

„Die große Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist überwältigend! Und wir können den Drang der Menschen verstehen, helfen zu wollen und selbst physisch mit anzupacken“, betonten Diedenhofen und Baldy. Gleichzeitig appellieren sie aber auch, mit den Organisationen vor Ort zusammenzuarbeiten und vorab abzuklären, was wirklich gebraucht werde. Denn nur so könne wirklich zielgerichtet geholfen werden.

Appell, gezielt zu Spenden
Dazu erklärte Oana Bara vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Logistikzentrum in Lublin: „Die nicht koordinierten, privaten Initiativen und Sachspenden sind ein großes Problem für alle Organisationen. Und das aus verschiedenen Gründen: Zum einen werden Transport-, Sortier- und Lagerhauskapazitäten überlastet. Zum anderen versuchen wir den Menschen auf Augenhöhe zu helfen. Das heißt ihnen das zu geben, was sie wirklich brauchen.“

An der Grenze erfuhren Diedenhofen und Baldy außerdem, dass private, unkoordinierte Hilfslieferungen immer wieder in die Hände von Schwarzmarkt-Händlern fallen würden.
Auch daher appellierten alle Gesprächspartner während der Reise der beiden Bundestagsabgeordneten, die Hilfsorganisationen am besten finanziell zu unterstützen und
von Sachspenden abzusehen. Für die Soforthilfe in Krisengebieten könnten die Hilfsgüter so überwiegend vor Ort oder in den Nachbarländern gekauft werden, um unnötige Kosten für
Logistik und Transport zu sparen. Die Organisationen hätten außerdem priorisierte
Bedarfslisten, bekämen größere Stückzahlen bei Bestellungen und erfüllen zudem alle
Bedingungen, um die Hilfsgüter in die Ukraine einfahren zu dürfen.




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Herausforderungen bei Sachspenden
Hintergründe über weitere Herausforderungen, die nur professionell gelöst werden können,
erklärten die Hilfskräfte der Johanniter bei einem Gespräch am polnisch-ukrainischen
Grenzübergang bei Hrebenne: Große Probleme bei der Logistik von Hilfsgütern würden
unter anderem abgeschnittene Versorgungswege machen. Außerdem sei es äußerst
komplex, die genauen Bedarfe in den umkämpften Gebieten in Erfahrung zu bringen. Von
der Leistung der Hilfsorganisationen und der „unglaublichen Hilfsbereitschaft“ zeigten sich die beiden SPD-Politiker Diedenhofen und Baldy vor Ort tief beeindruckt, über die vielen Hilfsorganisationen, die eine hochprofessionelle Arbeit leisten.

Wer für die Betroffenen des Krieges in der Ukraine spenden möchte, findet beispielsweise
bei der Stadt Neuwied eine Übersicht seriöser Organisationen unter: www.neuwied.de/ukraine.html. (PM)


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