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Nachricht vom 16.04.2011    

"Gregorianika" verzauberte Publikum in St. Ignatius

Mittelalterliche Szenerie in St. Ignatius in Betzdorf. Der Chor "Gregorianika" aus der Ukraine gastierte - schon zum dritten Male - in St. Ignatius in Betzdorf - und hätte ein größeres Publikum verdient gehabt.

Sie sind keine Mönche, aber haben sich der Gregorianik verschrieben. Fotos: anna

Betzdorf. Zum dritten Mal schon gastierte der Chor "Gregorianika" aus der Ukraine in Betzdorf. Leider war das Konzert in der St. Ignatius Kirche nur spärlich besucht. Der Name des Chores ist Programm, puristische Gregorianik, mal traditionell mal mit neuen eigenen Kompositionen. "Ora et labora 2011 A. D." lautet der Titel der neuen CD, die der siebenköpfige Chor live präsentierte. In grauen Kutten, mit je einer Kerze in der Hand, traten die Sänger vor den Altar. Die spärliche Beleuchtung unterstrich den mystischen Eindruck einer frühen mittelalterlichen Szenerie, welche durch die gesangliche Darbietung noch verstärkt wurde. Alle Gesänge wurden A-Capella vorgetragen, nur einmal griff Serhiy Rybyn, welcher sich mit seiner klaren Stimme einige Male als Solist in Szene setzte, zur Flöte und begleitete ein Lied mit diesem Instrument.
Mit einem gesungenen Mönchsgebet eröffnete der Chor sein Konzert. Oleksiy Semenchuk, der Dirigent und musikalische Leiter sagte den Zuhörern die einzelnen Titel an. Darunter waren bekannte Kompositionen wie "Ave Verum", "Ave Maria", "Shangri La", "Ora et labora" und "Ameno". Andächtige Stille herrschte in der Kirche, als wollten sich die Zuhörer nicht einen Ton der dargebrachten Werke entgehen lassen, nach jedem Lied gab es anerkennenden Applaus. Einstimmige Choräle und mehrstimmige Stücke wechselten sich ab, der Gesang wurde häufig vom gleichmäßigen Summen einiger Sänger untermalt. Hierbei bewunderten die Zuhörer die Ausdauer des Basssängers Semenchuk, bei dem kaum zu merken war, wann er Luft holte. Auch mit seinen Soli begeisterte der Chorleiter das Publikum, ebenso wie die beiden Solisten Volodymyr Ponomarenko und Vasyl Melnychuk.
Des Weiteren gehören Vasyl Lopata, Bohdan Slipak und Volodymyr Popiv zu Gregorianika. Zweimal 40 Minuten dauerte das Konzert. Darin sangen die Akteure sowohl in ihrer Muttersprache wie auch in Latein und Englisch. Bei einem solchen Konzert darf natürlich das Stück "Kyrie Eleison" ebenso wenig fehlen wie "Ave verum corpus". Zu den Eigenkompositionen gehörten "Knight in shining armour" und "It´s up to us". Mit "Gelobt sei der Name Gottes" endete das Programm, doch ohne eine Zugabe ließen die Zuhörer die Sänger nicht gehen. Mit "Guten Abend gute Nacht" war dann aber wirklich Schluss.
Das neue Programm von „Gregorianika“ ist das Nachfolgeprogramm zu "Stimmen der Stille" und der Chor ist seit dem 9. März damit auf Deutschlandtournee. Bevor sie in Betzdorf auftraten waren die Sänger in Kulmbach gewesen, anschließend führt sie die Tournee noch in die Nähe von Gießen und danach nach Erfurt, von wo aus es erst mal wieder in die Heimat geht. Seit mehr als sechs Jahren besteht "Gregorianika" und hat in der Zeit schon sechs CDs herausgebracht. Jährlich geben die Sänger etwa 160 Konzerte, dabei reisen sie auch in die Schweiz, nach Österreich und nach Italien. (anna)



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Kommentare zu: "Gregorianika" verzauberte Publikum in St. Ignatius

1 Kommentar

In dem Artikel haben sich leider zwei falsche Namen eingeschlichen. Volodymyr Ponomarenko und Vasyl Lopata sind nicht mehr beim Chor dabei. Die Namen der Chormitglieder lauten: Volodymyr Popiv, Serhiy Rybyn, Vasyl Melnychuk, Bohdan Slipak, Petro Pavlinskyy, Taras Strokun und Oleksiy Semenchuk (von links nach rechts).
#1 von Marion Rose, am 18.04.2011 um 08:52 Uhr

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