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Nachricht vom 23.04.2011 - 09:41 Uhr    

Reste eines Lagerfeuers brachten Dreiherrenstein in Gefahr

Derzeit steigt mit jeder Sonnenstunde die Waldbrandgefahr. Dumme Zeitgenossen hinterließen am Dreiherrenstein Reste eine Lagerfeuers, nur Umsicht und schnelles Eingreifen verhinderten einen Waldbrand, der auch den sagenumwobenen und historischen Platz zerstört hätte. Die Hatzfeldt-Wildenburg´sche Forstverwaltung will das nicht mehr akzeptieren.

Der Dreiherrenstein im Wildenburger Land - beliebtes Ziel auf für Grillfeiern und Lagerfeuer. Nur die Umsicht verhinderte die Zerstörung. Fotos: Helga Wienand

Reichshof-Wildberg. Bereits am frühen Morgen des 21. April hatte Landwirt Christoph Strahlenbach auf der Fahrt zu seinen Feldern eine Rauchentwicklung am Dreiherrenstein bemerkt, welche aber zunächst abnahm. Erst am Mittag nahm der Rauch wieder etwas zu und der Landwirt verständigte Stefan Fassbender vom Dorf- und Heimatverein Wildberg, welcher den Wanderweg auch am Dreiherrenstein betreibt.
Zusammen mit Vereinskollege Peter Nowak fand Stefan Fassbender dann die immer noch brennenden Reste eines Lagerfeuers, welches offenbar von einem der an dieser Stelle üblichen nächtlichen Zechgelage stammte, vor.
Außerdem hatten die feierlustigen Jugendlichen das ehrwürdige Baudenkmal dazu benutzt, eine Vielzahl von Flaschen zu zerschlagen, deren Scherben nun im trockenen Gras neben dem Stein in der Sonne funkelten.

Aufgrund der aktuell extrem hohen Waldbrandgefahr wurde über die Kreisleitstelle die Einheit Nosbach alarmiert, welche mit ihrem Tanklöschfahrzeug und neun Wehrleuten unter der Leitung von Oberbrandmeister Michael Lange nicht nur das unbeaufsichtigte Lagerfeuer ablöschte, sondern auch die Glasscherben, die in der Sonne wie ein Brennglas wirken können, aufnahm.
"Es ist uns bekannt, dass dieser von Sagen umwobene Ort oftmals von Jugendlichen als nächtliche Grill- und Feierstätte verwendet wird. Dies ist auch grundsätzlich zu begrüßen", erklärt Stefan Fassbender vom Dorf- und Heimatverein, allerdings wundern wir uns oft über die Gedankenlosigkeit und den Zerstörungswahn der Menschen".
Dieser Meinung schließt sich auch Hermann-Josef Stricker, Revierleiter der Hatzfeld Wildenburgschen Verwaltung an. "Schon in der vergangenen Woche gab es an der gleichen Örtlichkeit ein zurückgelassenes, offenes Feuer, welches unserem Wald bedrohlich nahe kam. Zukünftig können solch gefährliche Aktionen nicht mehr akzeptiert werden".
So wird es wohl in absehbarer Zeit einen grünen Tisch mit allen Beteiligten, auch aus den angrenzenden Gemeinden geben, um in offenem Gespräch zu erörtern, wie dieser herrliche Aussichtspunkt mitsamt seinem uralten Baudenkmal besser geschützt werden kann.
Am Dreiherrenstein grenzen zwei Bundesländer aneinander, drei Landkreise, drei Ortsgemeinden und zwei Bistümer. Im Jahr 2009 wurde der Platz feierlich eingeweiht und der Grubenwanderweg im Wildenburger Land mit dem markanten Dreiherrenstein eröffnet.



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