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Nachricht vom 30.04.2022    

Brennende Heuballen in Schürdt: Zwei Kinder sind Tatverdächtige (Update)

Von Klaus Köhnen

Auf einer Wiese im Bereich der Gartenstraße waren rund 30 Rundballen in Brand geraten. Ein solches Feuer, so Wehrleiter Björn Stürz, ist kaum zu löschen - die Heuballen mussten letztlich kontrolliert abbrennen. Zwischenzeitlich verdächtigt die Polizei zwei Kinder, die Ballen in Brand gesetzt zu haben.

Rund 30 Rundballen brannten in Schürdt. (Fotos: kkö)

Schürdt. Die Leitstelle Montabaur alarmierte am Freitag (29. April), gegen 20.30 Uhr die freiwilligen Feuerwehren Flammersfeld und Neitersen. Parallel wurde das Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) aus Weyerbusch alarmiert. Dieses Fahrzeug verfügt mit rund 3.000 Litern über einen großen Wasservorrat. 30 Rundballen brannten – ein solches Feuer sei kaum zu löschen, so der Wehrleiter Björn Stürz. Denn: "Es wäre eine enormer Wassereinsatz erforderlich und der Erfolg ist dabei selten gegeben." Die gestapelten Ballen lagen auf der Wiese, weit ab von Bebauung und auch nicht am Waldrand. Mit mehreren Strahlrohren wurde die Umgebung des Brandortes nass gehalten, um zu verhindern, dass das Gras sich entzünden konnte. Ein in der Nähe stehender Strommast war nicht gefährdet.

Die Einsatzkräfte sorgten dafür, dass sich der Brand nicht ausbreiten konnte. Die Ballen waren zu diesem Zeitpunkt bereits ein Raub der Flammen. Mit dem Mehrzweckfahrzeug des Löschzuges Flammersfeld wurde von einer Straße die Wasserversorgung über einen Hydranten hergestellt. Wehrleiter Stürz führte aus: "Die Ballen lassen wir kontrolliert abbrennen. Der Einsatz von Schaummittel würde einen größeren Umweltschaden verursachen. Die Reste kann der Besitzer dann unterpflügen."



Im Einsatz waren unter Einsatzleitung des Wehrführers Flammersfeld Alexander Oberst rund 40 Feuerwehrleute. Vor Ort waren auch der Rettungsdienst und die Polizei Altenkirchen. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass die Heuballen in Brand gesetzt wurden. Als Tatverdächtige konnten zwei Kinder aus der Verbandsgemeinde Flammersfeld-Altenkirchen ermittelt werden, die dort für "Social-Media"-Aufnahmen posierten. Der durch den Brand entstandene Sachschaden liegt laut Polizeiangaben schätzungsweise bei 2000 Euro. (kkö/PM/ddp)


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