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Nachricht vom 16.05.2022    

Anonym im Internet surfen

VPN, Proxyserver und Tor-Browser erhöhen signifikant die Sicherheit im Internet, da sie den Standort des Nutzers verschleiern. Jetzt informieren.

Anonymität beim Surfen schützt vor Cyberattacken! Foto Quelle: pixabay.com / kaboompics

Möglichkeiten zum anonymen Surfen im Internet
Sobald das Internet eingeschaltet wird, hinterlässt der Nutzer Spuren, angefangen mit der IP-Adresse und dem Fingerabdruck des Browsers. Fortgesetzt wird dieser Reigen auf den Weboberflächen, die Tag für Tag angetippt werden. Browserverlauf, GPS-Daten, E-Mail-Adresse, Suchmaschinen-Recherche, Kommunikation in sozialen Netzwerken und Smarthome Lösungen – alle Aktivitäten werden im World Wide Web gespeichert.

Unzählige nervige Werbe-Popups sind die Folge. In schweren Fällen können sensible Daten von Cyber-Kriminellen gehackt werden. In manchen Ländern schlägt die Zensur zu und der Anwender läuft Gefahr, ins Gefängnis zu wandern. Inzwischen gibt es jedoch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, mit denen sich anonym Surfen lässt. Diese stellen wir im nachfolgenden Text vor.

Welche Daten hinterlassen Spuren?
Anonym surfen ist der Wunsch eines jeden Internetnutzers. Auch wenn der Ausdruck an eine waghalsige Aktivität denken lässt, ist doch eher das Gegenteil der Fall. Es handelt sich dabei weder um dunkle noch um geheimnisvolle Handlungen, sondern um technische Prozesse. Diese sollten in die alltägliche Internet-Routine integriert werden, damit die eigene Privatsphäre, die Sicherheit und die Freiheit im Netz gewährleistet sind.

Das Internet funktioniert dezentral. Es existiert keine Datenbank, die alle Informationen über eine Person speichert. Die Daten werden an beliebiger Stelle gesammelt. Folgende Daten sind besonders schützenswert:

● die E-Mail-Adresse
● die eigene IP-Adresse
Interneteinkäufe
● Aktivitäten in Chatforen
● Online-Formulare zum Ausfüllen
● Suchmaschinenanfragen
● Aktivitäten in sozialen Medien
● Besuche von fremden Webseiten

Mögen die Daten auch verstreut sein, wenn sie zusammengeführt und ausgewertet werden, lassen sie sich eindeutig auf den einzelnen Nutzer zurückführen. Dabei lässt sich das jeweilige Nutzungsverhalten ebenso nachvollziehen, wie die persönlichen Vorlieben des Anwenders. Neben dem markttechnischen Wert haben solche Informationen das Potenzial einer gezielten Meinungsbeeinflussung.

Tipps für mehr Anonymität im Netz

Um die relevanten Daten in der Anonymität zu belassen, gibt es diverse Wege und Tools:

Anonymität durch Proxyserver
Mit einem Proxyserver lässt sich das Surfen anonymisieren. Er ersetzt die IP-Adresse und verwaltet den Datenstrom. Allerdings verschlüsselt ein Proxy die Daten nicht und gilt daher als weniger resistent gegenüber Cyberkriminalität. Zudem gelingt es Hackern immer wieder, die Daten zwischen PC und Proxyserver abzufangen. Experten raten deshalb eher zu einem VPN.

Anonym Surfen mittels VPN
Durch ein Virtual Private Network, kurz VPN, wird die eigene IP-Adresse des PCs oder Smartphones verschleiert. Die IP-Adresse ist eine Nummer, welche zur Identifikation des Gerätes führt. Internetdienste benötigen diese, um genau zu wissen, wem eine Meldung, Bestellung oder Anfrage zuzuordnen ist.

Wenn ein VPN zwischengeschaltet wird, werden die Daten über die IP-Adresse des VPN-Servers geleitet und der Internetverkehr durch einen Tunnel geführt, der von außen nicht einsehbar ist. Die eigene IP-Adresse bleibt unsichtbar und die Daten selbst werden verschlüsselt.

Mit einem VPN kann sich in Server auf der ganzen Welt eingewählt werden. Dabei wird der Anschein erweckt, dass sich der Nutzer an diesem Standort befindet und nicht zu Hause in Hennef, Altenkirchen oder Siegen. Dadurch werden Geo-Blocker umgangen. Es können Produkte von Streamingdiensten auf der ganzen Welt auf den eigenen Bildschirm geleitet werden.

Hardwarelösungen gelten als besonders sicher
Die Software eines VPNs wird einfach aus dem Internet heruntergeladen. Schon dieser Vorgang birgt ein gewisses Gefahrenpotenzial. Zudem nutzen viele Anbieter Mietserver. Deren Betreiber verfügen dann über alle Daten, sodass der Anwender von deren Goodwill abhängig ist.

Als sicherer gelten sogenannte Privacy Cubes. Dabei handelt es sich um eine Hardwarelösung im Plug-and-play Modus, die über das WLAN ein ganzes Gebäude bedient. Es werden ausschließlich eigene Server und eine spezifische Verschlüsselungstechnologie verwendet. Die Schlüssel werden täglich erneuert, sodass eine Berechnung unmöglich gemacht wird. Serienmäßig enthalten Privacy Cubes einen Content Filter, einen Adblocker und eine Firewall.

Der “TOR”-Browser
Als TOR (The Onion Router) wird ein extrem sicheres Verschlüsselungssystem bezeichnet. Die gesamten Daten werden durch mehrere Ebenen geleitet und mehrfach verschlüsselt und entschlüsselt, bevor sie auf die Zielseite gelangen.

Als Nachteil von TOR wird angesehen, dass die Systematik zeitaufwendig ist und die Surfgeschwindigkeit beeinträchtigt. TOR wird gerne im Darknet angewendet und ist theoretisch für den illegalen Missbrauch geeignet. (prm)

Agentur Artikel



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