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Nachricht vom 17.05.2022    

Citymanager Wissen: Zukunft Innenstadt prägt kommende Arbeit

Von Katharina Behner

Wissen mausert sich und kämpft für eine interessante Innenstadt und eine lebendige City für Menschen aller Generationen. Die Voraussetzungen hierfür sind besser als manch einer glauben mag, ist sich Citymanager Uli Noss sicher. In der kürzlich statt gefundenen Wissener HFA-Sitzung blickte er auf zurückliegende und zukünftige Aufgaben.

Für die Zukunft der Innenstadt in Wissen braucht es Straßen mit Aufenthaltsqualität, ist sich Wissens Citymanager sicher. (Foto: KathaBe)

Wissen. Dass Deutschlands Innenstädte, egal ob Klein-, Mittel- oder Großstädte, einem Strukturwandel unterlegen sind, liegt nicht erst seit der Pandemie auf der Hand. Die wirkte allerdings wie ein Brandbeschleuniger. Für die Zukunft setzt man auf eine gesunde Nutzungsmischung im Sinne des Gemeinwohls (Leipzig-Charta). So beschäftigt sich auch Wissens Citymanager, der seit Ende 2018 in der Stadt aktiv ist, nicht erst seit heute etwa mit der Zukunft der interessanten Wissener Innenstadt.

Dass der heute 62-jährige seit April in den Handelsausschuss der IHK Koblenz berufen wurde, wird für die zukünftige Wissener Stadtentwicklung sicher von positiver Bedeutung sein. Denn damit ist der Citymanager noch näher an den branchenrelevanten Themen, kann noch intensiver Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. "Kontaktpflege und Netzwerken ist superwichtig", sagte Noss. Dies sei gerade bei großen Zukunftsaufgabe der "Revitalisierung" der Innenstadt bedeutend.

Voraussetzung als Stadt mit Zukunft besser als manch einer denkt
Die Voraussetzungen für eine Stadt mit Zukunft seien in Wissen besser als manch einer denke, hob Noss hervor. Mit der Rathausstraße, die noch Ende des Jahres bis Ecke Im Buschkamp so gut wie fertig gestellt sein wird und im kommenden Jahr offiziell freigegeben werden soll, "wird die Stadt auf ganz anderen Beinen stehen" und es sei eine gute Basis für eine lebenswerte Innenstadt geschaffen.

Genau mit der Baustelle Rathausstraße hat sich der Citymanager in der vorangegangenen Zeit intensiv beschäftigt, etwa im Baustellen-Management. Wöchentliche Baubesprechungen und der anschließende Einbezug von Einzelhändlern und Anliegern zu anfallenden Themen ließen ihn zum Mann mit "Schanierfunktion" werden. Für ihn sei es die ruhigste Baustelle, die er kenne und erklärt sich dies nicht zuletzt mit der guten Kommunikation aller Beteiligten. Dazu trage auch seine Öffentlichkeitsarbeit in den "schnellen" sozialen Netzwerken bei.

Und das Wirken rund um die Rathausstraße wird Noss auch weiter begleiten. Denn als Schwerpunkt steht als nächstes die große Eröffnungsfeier im Frühjahr 2023 an. Die Planungen seitens der Stadt gehen in Richtung Bauernmarkt mit großer Agrarausstellung der Landwirte aus dem Wisserland. Weitere Planungen auch mit der Werbegemeinschaft sollen hierzu folgen.

Uli Noss: "Wir brauchen Straßen mit Aufenthaltsqualität"
Für die Zeit danach hat Noss für das optimal kompakte Bermudadreieck (Rathaus-, Mittel- und Marktstraße) schon jetzt viele Ideen in der Schublade liegen, erklärt er im Gespräch mit dem AK-Kurier nach der Sitzung des HFA. Dabei soll es zukünftig darum gehen, die Stadt für Menschen aller Generationen interessanter zu machen und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Noss denkt etwa an Musikevents in Verbindung mit der Gastronomie, Kunst- und Kultur mitten in der Stadt, sowie verschiedene Kinder- und Jugendprogramme. "Wir brauchen Straßen mit Aufenthaltsqualität", so sein Motto.



Wissens Innenstadt sei optimal dafür und mit dem heute schon guten Angebot an Gastronomie auch im Außenbereich gut vorbereitet.
Sein Leerstandsmanagement der letzten Jahre trägt dazu ebenfalls bei. Im Bereich Leerstände konnte viel erreicht werden, berichtet Noss.13 Neubelegungen und Wiedervermietungen konnten erfolgen, verbleiben aktuell nur noch lediglich drei vermittelbare Ladenlokale, wenngleich es weitere sechs nichtvermittelbare in der Rathausstraße gebe. Auch hier sei Begleitung und Hilfestellung von wichtiger Bedeutung. Es brauche mehr Büroflächen, die häufig angefragt würden.

Zudem schaute Noss während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt auf den Wochenmarkt. Eine Reaktivierung sei leider erst einmal gescheitert. Die Kontakte, etwa zu den Marktbestückern halte er weiter, um sich nach Ende der Baustelle in der Rathausstraße hier neu einzusetzen.
Auch im Organisationsteam des neu geplanten Weihnachtsmarktes auf dem Wissener Halbmond ist der Citymanager aktiv. Hier habe sich derweil das Team für den Auf- und Abbau gefunden. Die Händler, bis auf zwei konnten vom beliebten Schönsteiner Weihnachtsmarkt für Wissen übernommen werden, genauso wie das Konzept des Marktes. Für den Weihnachtsmarkt stehe die Basis, so dass weitere Planungen angegangen werden könnten, erläuterte Noss.

Bei dem vielfältigen Aufgabengebiet wird es nicht langweilig
Weiteres Aufgabengebiet des Citymanagers ist die Mitwirkung eines neuen Wissener Parkkonzeptes neben Daueraufgaben und verschiedenen anderen Projekten. Hier nannte er etwa die anstehende Umgestaltung des Brunnens am Marktplatz und die Unterstützung zu den Stadtteilgespräche von Bürgermeister Berno Neuhoff.

Beim Hauptthema der HFA-Sitzung, der zukünftigen Weihnachtsbeleuchtung, bringt sich Noss gemeinsam mit dem Treffpunkt ein. (Wir berichteten hier.)

Noss hob auch die Arbeit der Werbegemeinschaft Treffpunkt Wissen hervor. Der Treffpunkt sei mit seinen 100 Mitgliedern eine große Organisation und in Wissen gut aufgestellt. In vielen Städten würden die Werbegemeinschaften leider häufig abgeschafft, dabei seien sie ein Bindeglied im Miteinander von Stadt und Gewerbetreibenden.

Das Fazit von Bürgermeister Berno Neuhoff: Im Hinblick auf schwierigere Zeiten sei es genau richtig gewesen, sich für Uli Noss als Citymanager zu entscheiden. Dem stimmten auch die Ausschussmitglieder zu. So schätzt Karin Kohl (Grüne) es, einen Citymanager zu haben, der mit Spaß dabei sei und Katrin Salveter (CDU) dankte für seine Arbeit zum Wohle der Stadt Wissen. "Wir können uns selbst beglückwünschen", so ihre Meinung.
Jürgen Linke (SPD) regte Noss an, nochmals auf den ein oder anderen Interessenten für weitere Gastronomie in der Stadt zuzugehen. (KathaBe)


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