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Nachricht vom 19.05.2011 - 14:03 Uhr    

Lernort Bauernhof: Wo und wie wachsen Fritten?

Fritten kennt jedes Kind. Was man tun muss, um die Lieblingsspeise vieler Kinder auf dem Teller zu haben, vermittelt die landesweite Initiative "Lernort Bauernhof". Auf Hof Hagdorn wurde ein Kartoffelacker angelegt. Etwa 130 Grundschulkinder pflanzten hier Kartoffeln und dürfen sie im Herbst ernten.

Mechthild Euteneuer erklärte den Kindern zum Start der Pflanzaktion die Kartoffel. Fotos: Helga Wienand

Wissen. Pommes Frittes kennt jedes Kind ebenso wie Chips. Woher kommen diese Nahrungsmittel, die so beliebt sind ? "Du bist aber blöd, Fritten kommen aus dem Geschäft", meinte ein Junge auf die Frage nach der Herkunft seiner Lieblingsspeise Pommes Frittes. Das Kartoffeln die Grundlage der beliebten Fritten sind, wussten fast alle Grundschulkinder der Franziskus-Grundschule Wissen. Aber woher kommen die Kartoffeln? Wie lange dauert so ein Prozess, bis die leckeren knusprigen Fritten auf dem Teller liegen? Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, Chips – beliebte Speisen, die den Jungen und Mädchen durchaus bekannt sind. Überwiegend unbekannt bei den Kindern war aber die Tatsache, wie man Kartoffeln pflanzt, wie man sie pflegt, wie lange es dauert, bis so eine eine Kartoffel erntereif ist. Auch die vielen unterschiedlichen Produkte, deren Grundlagen Inhaltsstoffe der Kartoffel bilden, völlig unbekannt, stießen auf reges Interesse bei den Kindern. Kartoffelstärke findet sich zum Beispiel in vielen Süßigkeiten, in der täglichen Tablette gegen Heuschnupfen, und vielen weiteren Lebensmitteln.

Bei der Initiative „Lernort Bauernhof“ engagiert sich der Hof Hagdorn. Mechthild und Günter Euteneuer sind sich sicher, wenn Kinder lernen, wo ihre Nahrung herkommt, wenn sie lernen, wieviel Arbeit in der Produktion steckt, wird sich der Umgang mit Lebensmitteln ändern, und vielleicht auch das Ernährungsverhalten.
In Hagdorn wurde ein Kartoffelacker angelegt, die Grundschulkinder aus Wissen wurden jeweils in Gruppen mit dem Planwagen abgeholt. Vor Ort wurden ein wenig Theorie vermittelt. Insgesamt waren etwa 130 Grundschüler der Wissener Franziskus-Grundschule in Hagdorn und pflanzten Kartoffeln.

Zum Finale kamen die Ganztagsklassen mit Konrektorin Petra Schürg. Die muntere Truppe war kaum zu bremsen, denn die Treckerfahrt mit dem Planwagen war schon aufregend gewesen. Der vorbereitete Kartoffelacker wurde bepflanzt, nach genauer Anweisung. Familie Euteneuer pflegt das Feld bis zur Ernte im Herbst. „Dann sollen möglichst alle Kinder mithelfen und wir überlegen uns noch etwas Interessantes zum Kartoffelfest“, sagte Mechthild Euteneuer. „Natürlich dürfen und sollen die Kinder das Feld auch in der Zwischenzeit besuchen, da sind auch die Eltern gefragt, die ihre Kinder zum Acker begleiten“, meinte Konrektorin Petra Schürg.

Viel Spaß zum Ende ihres dreiwöchigen Praktikums in der Landwirtschaft machte den beiden Kölner Waldorf-Schülerinnen Svenja und Sarah die Aktion. Aus Köln-Chorweiler sind die beiden 15-Jährigen Schülerinnen auf Hof Hagdorn für drei Wochen, und die Kartoffel-Pflanzaktion mit den Kindern machte Spaß.
Die Mädchen hatten die Körbe und die Pflanzkartoffeln vorbereitet und halfen den Kindern. Unterstützung erhielt der Hof Hagdorn auch von der Westerwald-Touristik. (hw)

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