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Nachricht vom 19.05.2011 - 14:46 Uhr    

"Feuriger Fotokalender" für den guten Zweck

Eine schöne Idee wurde für einen guten Zweck eingesetzt. Zusammen mit Mitgliedern der Feuerwehr Weitefeld kreierte die Fotografin Bianca Richter, Inhaberin des Fotostudios "Highlight" in Hachenburg, einen "Feuerwehr-Fotokalender". Der Erlös aus dem Verkauf kommt einem Projekt der "Rainer-Meutsch-Stiftung Fly & Help" für ein Projekt auf den Phillippinen.

Bianca Richter, Rainer Meutsch und Mitglieder der Weitefelder Feuerwehr (von rechts) bei der Übergabe der Spende.

Hachenburg/Weitefeld. 13 Mitglieder der Feuerwehr Weitefeld hingen ihren Job für einen Tag an den Nagel und wurden zum Fotomodell. An verschiedenen Orten ließen sie zum Teil die Hüllen fallen oder posierten in Aktion. Daraus entstand in Zusammenarbeit mit Bianca Richter, Inhaberin des Fotostudios "Highlight" in Hachenburg, ein Feuerwehr­fotokalender 2011. Den Erlös des kreativen Projekts spendeten die Verantwortlichen an die von Rainer Meutsch ins Leben gerufene Stiftung "Fly & Help".

Innerhalb kürzester Zeit war der Hochglanzkalender vergriffen. Ein Exemplar der 125er Auflage befindet sich mittlerweile sogar im Archiv der Landesbibliothek Rheinland-Pfalz. Fotografin Bianca Richter und die Weitefelder Feuerwehrmänner Heiko Weyand und Kay Kirchhöfer waren sich schnell einig, dass sie den Verkaufserlös bedürftigen Kindern zu Gute kommen lassen möchten. Richter erklärt: "Schon lange bewundere ich das große Engagement von Reiner Meutsch, Kindern in fernen Ländern zu Schulbildung und damit zu einem eigenständigen Leben zu verhelfen. Aus diesem Grund war schnell entschieden, dass wir diese Stiftung unterstützen werden."

Der Verkaufserlös von 1156 Euro ging in vollem Umfang an die "Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help" und die Fotografin verzichtete auf ihren kompletten Lohn. Die Spende fließt in ein Projekt auf den Philippinen - den Bau einer Vorschule für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in Inawayan, einem Armenviertel der Hafenstadt Cebu City. Der Besuch einer Vorschule ermöglicht es ihnen, das Basiswissen für den Besuch einer Grundschule zu erlernen. Dies gibt ihnen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben mit Zukunfts­perspektiven und der Möglichkeit, Veränderungen zu bewirken.
 
Die Kinder leben mit ihren Familien in ärmlichen, menschenunwürdigen Verhältnissen am Rande einer Müllkippe. Momentan werden sie noch in abgewirtschafteten Räumlichkeiten unterrichtet. Das Schulumfeld ist auf Grund der Nähe zur Müllkippe alles andere als lernfördernd. Der Neubau schafft bessere Betreuungsbedingungen und Rückzugs­möglichkeiten für die Kinder - fernab von Gestank, Schmutz und Lärm. Außerdem werden über das Projekt die Schulmittel und eine Verpflegung durch schuleigene Köche sichergestellt.

Bei der Spendenübergabe in den Räumlichkeiten des Fotostudios im Hachenburger Bahnhofsgebäude berichtete Meutsch von seiner Weltumrundung mit einer Piper Cheyenne, den auf diesem Weg besuchten Fly & Help-Projekten und wie er auf die Missstände auf den Philippinen aufmerksam wurde. Die anwesenden Mitglieder der Feuerwehr Weitefeld sowie Richter waren beeindruckt von den Ausführungen und überzeugt vom korrekten Einsatz der Spende. "Wir haben erkannt, dass es weltweit einige Brennpunkte und Brandherde gibt. Und wir sind froh, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, diese zu löschen", resümierte Heiko Weyand.

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