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Nachricht vom 28.06.2022    

Feier zum 750-jährigen Geburtstag von Mudenbach – Tolles Event im Dorf

Von Klaus Köhnen

Wie bei vielen Festen mussten auch die Mudenbacher rund zwei Jahre warten, bis es endlich losging. Am Freitag (24. Juni) war es soweit. Den Auftakt machte die 80/90er-Party mit DJ Markus Deluxe. Weiter ging es dann am Samstag mit Zapfenstreich und einer Party im Zelt.

Sven West rockte wie immer die Bühne. Und der große Zapfenstreich bot wieder tolle Schauwerte. (Fotos: kkö)

Mudenbach. Nachdem der Freitagabend dem Feiern gewidmet war, begann der Samstag mit einem Festgottesdienst im Zelt. Es folgte dann der Festakt, zu dem die Ortsgemeinde eingeladen hatte. Neben vielen Ortsbürgermeistern aus der Nachbarschaft war auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hachenburg erschienen. Schirmherr war Michael Mahlert, im Hauptberuf Beigeordneter des Landkreises Neuwied. Aber er sei ein echter Mudenbacher und daher bestens geeignet und nahm diese Funktion auch gerne wahr, wie er in seiner Festrede ausführte. Mahlert ging auf seine Jugend im Ort ein. Er zeigte aber auch auf, dass sich nicht nur in Mudenbach vieles geändert habe. So gab es zu seiner Zeit noch keinen ausgebauten ÖPNV und es gab wohl die Frage, ob der Bahnhof in Ingelbach oder Mudenbach entstehen sollte. Letztlich nannte Mahlert Mudenbach aber einen liebenswerten Ort und bat die Bürger, die Vielfalt der Vereine zu erhalten.

Weitere Grußworte gab es dann von der Vertreterin des Landkreises sowie der Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hachenburg Gabriele Greis. Ortsbürgermeisterin Christa Hülpüsch bat dann noch die Vertreterinnen der Kirchen und einen Vertreter aller Bürgermeister der umliegenden Gemeinden um ein Grußwort. Nachdem Jens Geimer von der Hachenburger Brauerei gratuliert hatte, bildete den Abschluss Stefan Löhr als Vertreter der Ortsvereine. Selbstverständlich hatte jeder Festredner auch ein Geschenk dabei. Das Präsent der umliegenden Gemeinden ist eine Ruhebank, die mit den Daten des Ortes beschriftet wurde. Nach einer Pause, die durch die Burgkapelle Hartenfels musikalisch überbrückt wurde, warf Großes seine Schatten voraus. Für alle Anwesenden war zu erkennen, dass sich etwas Besonderes anbahnte. Die Feuerwehrleute aus Mudenbach, unterstützt durch Kameraden aus den umliegenden Gemeinden, bereiteten sich für den großen Zapfenstreich vor. In einer sehr stimmungsvollen und würdigen Atmosphäre führten die Blauröcke den Zapfenstreich, gemeinsam mit der Burgkapelle Hartenfels, durch.

Der Sonntag stand dann im Zeichen des Marktgeschehens. Rund um das Festzelt wurden in den Straßen Stände aufgebaut. Die „Marktbeschicker“ kamen nicht nur aus dem Umland, sondern auch aus Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. Leider war Petrus nicht gut gelaunt, regnete es doch immer mal wieder, was der Freude der Besucher und der Mudenbacher keinen Abbruch tat. Auf der mobilen Bühne am Feuerwehrgerätehaus gab es den ganzen Tag über Programm. Um 16 Uhr waren die Räuber für ein Pressegespräch zu Gast. Im Gespräch stellten die Künstler ihre Sicht auf die coronabedingten Absagen von Konzerten und anderen Veranstaltungen dar. Sven West, Frontmann der Räuber, stellte fest, dass ihnen wie allen anderen Künstlern auch der Applaus des Publikums gefehlt habe. Weiter gingen die Musiker darauf ein, dass durch die Veränderungen in der Band auch neue Einflüsse dazu gekommen seien. Die bekannten Titel der Räuber, so „Ur Räuber“ Kurt Feller und auch Sven West werden immer Bestandteil der Konzerte sein. Andreas Schrader stellte unter dem Applaus des Publikums fest, „Wir sind eigentlich die Kelly Family der kölschen Musik. Wenn man sieht, dass wir mehrere Generationen vertreten, passt das doch“. Eine besondere Freude machte die Band einer Besucherin, die Geburtstag hatte. Ein Happy Birthday von solch einer „Kultband“ kann nicht jeder vorweisen.



Das abendliche Konzert wurde zu einem Stimmungserfolg. Vor den Räubern unterhielt Klaus Zeiler das Publikum. Das Publikum, aber auch die Band, hatten richtig Lust aufs Feiern und das merkte man schnell. Sven West ging immer mal ins Publikum, sang und tanzte mit den Fans. Die Künstler wurden vom Publikum frenetisch gefeiert. Besonders die Gitarren Soli von Andreas Schrader hatten es den Besuchern angetan. Bei den bekannten Titeln der Gruppe wie – Trömmelche, Op dem Maat, Schau mir in die Augen und vielen anderen – sangen die Fans textsicher mit. Dass es draußen zwischenzeitlich „wie aus Kübeln“ regnete, fiel den meisten Besuchern gar nicht auf. Ein toller Abend, so die Besucher, war viel zu schnell zu Ende und alle hoffen darauf, dass die Band wieder einmal in den Westerwald kommt. Der Ausklang des Festes findet dann am Montag statt. Verantwortliche wie Gäste waren sich einig, dass dies ein gelungenes Fest war. Der Festausschuss, so war zu hören, hat ganz tolle Arbeit geleistet. Ein Lob ging auch an das Team des Festwirtes Muli Müller. (kkö)



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