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Nachricht vom 04.07.2022    

Schützenfest Altenkirchen 2022: Drei Tage Tradition und Lebensfreude

Von Klaus Köhnen

Das Fest der Schützengesellschaft Altenkirchen war in diesem Jahr einen Tag kürzer als üblich. Die Verantwortlichen hatten sich dazu entschieden, dass Schießen um die Königswürde nicht, wie traditionell üblich, am Montag durchzuführen. Dominik Niederhausen ist nun Schützenkönig in Altenkirchen.

Stolz und erfreut zeigte sich das Königspaar. (Fotos: kkö)

Altenkirchen. Das große Schützenfest in der Kreisstadt begann wie immer am Freitag mit einer großen Party im Festzelt. Der Samstag (2. Juli) stand dann ganz im Zeichen der Grünröcke. Zuerst gab es die traditionellen Konzerte an den Senioreneinrichtungen. Das Schützenfest begann dann für die Schützengesellschaft mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Hier gingen die Geistlichen, Pastor Axel Mertig und Pfarrer Frank Aumüller auf die Geschehnisse in der Welt, hier im Besonderen in der Ukraine, ein. Mertig machte darauf aufmerksam, dass die Zeitzeugen des letzten Krieges in Europa bald nicht mehr von den Geschehnissen berichten könnten. Beide sahen es als sehr wichtig an, dass man sich erinnere. "Ohne Vergangenheit keine Gegenwart und ohne Gegenwart keine Zukunft", so Mertig in seiner kurzen Predigt.

Schützenmeister Jens Gibhardt legte den Kranz der Gesellschaft nieder und erinnerte ebenfalls daran, dass die Kriege viele Menschenleben auch in Altenkirchen gekostet hätten. "Daran müssen wir mahnend erinnern und dies tun wir hier am Ehrenmal für die Gefallenen", so Gibhard. Im Anschluss ging es dann, unterstützt durch den Musikverein Scheuerfeld und den Spielmannszug Heimbach-Weis, zum Rathaus und zur Kreisverwaltung. Nachdem in beiden Häusern ein Imbiss gereicht worden war und die Musik ein Ständchen gespielt hatte, ging es weiter zum Schützenmeister. Hier konnten sich die Teilnehmer ein wenig ausruhen, bevor es dann am Abend unter den Klängen der Kapellen auf den Marktplatz der Kreisstadt ging.

Großer Zapfenstreich, dann "Splash"-Konzert im Festzelt
Hier warteten bereits zahlreiche Zuschauer und applaudierten beim Einmarsch. Der traditionelle große Zapfenstreich stand an. Die Schützen und die Musik nahmen Aufstellung und dem Schützenmeister wurde gemeldet, dass der Zapfenstreich beginnen könne. Vor den Augen hochrangiger Vertreter der Schützengesellschaft und dieser Politiker erklang dann auch das bekannte Stück "Ich bete an die Macht Liebe": Landrat Dr. Peter Enders, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Fred Jüngerich, Beigeordneter der Stadt Paul-Josef Schmitt die CDU-Abgeordneten Matthias Reuber (Landtag) und Erwin Rüddel (Bundestag). Die Nationalhymne beendete die feierliche Zeremonie. Im Festzelt spielte dann die Band "Splash".



Der Sonntag begann mit den Ehrungen verdienter Mitglieder. "Da es zwei Jahre keine Möglichkeit gab, bitte ich euch um etwas Geduld", so Gibhardt lachend. Die Ehrungen umfassten die Jahre 2020 bis 2022. Für 25-jährige Mitgliedschaft konnten 29 Personen gewürdigt werden, für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Gesellschaft waren es zehn und für 50 Jahre sieben Mitglieder. Für 60 Jahre in der Schützengesellschaft wurde Jürgen Hain geehrt. Weitere Ehrungen in Form eines Kruges gab es für Altkönige. "Nach der Ehrung ist vor dem Königsschießen", so Gibhardt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Blasorchester Mehrbachtal und Philipp Bender mit Band.

Dominik I. neuer Schützenkönig
Der Kommandant ließ die Schützen antreten und es traten drei Kandidaten vor. Stefan Hering, Dominik Niederhausen und Ehefrau Julia bewarben sich um das Amt. Es entspann sich ein spannender Wettkampf, wobei sich der Vogel als sehr zäh erwies. Erst mit dem 412. Schuss fiel dann um 17.30 Uhr der Aar und Dominik Niederhausen stand als neuer König Dominik I. fest. Die erste Gratulantin war selbstverständlich seine Ehefrau und zukünftige Königin Julia. Die Schlange der Gratulanten schien kein Ende zu haben. Unter dem Applaus der Gäste wurde Dominik I. dann in das Festzelt getragen. Die Krönung nahm Schützenmeister Gibhardt vor. Dabei schwor der neue Regent auf den Hirschfänger des Schützenmeisters, den Schützen ein guter König zu sein. Die Nationalhymne beendete die Zeremonie. (kkö)


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