Werbung

Nachricht vom 07.07.2022    

Tierschutztransportverordnung: Tragweite politischer Entscheidungen wird unterschätzt

Nach einer einjährigen Übergangsfrist dürfen Kälber in Deutschland ab Januar 2023 erst ab einem Mindestalter von 28 Tagen transportiert werden. Bislang galt ein Mindestalter von 14 Tagen. Die Neuregelung stellt die Landwirte vor erhebliche praktische Probleme.

Archiv: Symbolfoto

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau hat in einer Videokonferenz mit dem zuständigen Umweltministerium und Staatssekretär Dr. Manz kritisiert, dass die Tragweite der Entscheidungen nicht berücksichtigt wird. Die Milcherzeuger hätten nunmehr nur noch wenig Zeit, um ein zusätzliches Platzangebot zu schaffen und das Betriebsmanagement anzupassen. Außerdem führe diese Regelung, je nach Betrieb, zu teilweise erheblichen Umbaukosten. Darüber hinaus könne aufgrund der notwendigen und zeitaufwändigen Genehmigungsverfahren die Frist nicht eingehalten werden.

Der Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Manfred Zelder, zeigte sich daher enttäuscht angesichts der fehlenden Sensibilität und Flexibilität des Ministeriums: „Die verantwortlichen Politiker bringen die Betriebe in fachlich und rechtlich unhaltbare Situationen. Eine deutlich längere Übergangsfrist würde die Möglichkeit eröffnen, Förderprogramme zur Unterstützung der Anpassungsmaßnahmen einzurichten. Dass sich Rheinland-Pfalz dafür auf Bundesebene nicht einsetzen will, ist völlig unverständlich.“ Zelder fordert außerdem, den Bereich Tierhaltung vom Umweltministerium ins Landwirtschaftsministerium zu überführen: „Es ist sinnfrei, wenn verschiedene landwirtschaftliche Bereiche auf verschiedene Ministerien aufgeteilt sind. Dies ist ein nachweislich unpraktikabler Zustand, der keinem nützt.“


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


DRK-Blutspendedienst in Wissen ruft zur Blutspende auf

Der DRK-Blutspendedienst West appelliert an die Bevölkerung, Blut zu spenden, um die Versorgung von Patienten ...

Naturschutzinitiative kritisiert Raumordnungsplan Mittelrhein-Westerwald

Der Entwurf des Regionalen Raumordnungsplans für den Mittelrhein-Westerwald sorgt für Diskussionen. Die ...

Schüler kämpfen um Musik-LK am Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf

Sechs musikbegeisterte Schüler des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums in Betzdorf stehen vor einem Problem. ...

Kennzeichendiebstahl in Weyerbusch

In Weyerbusch entwendeten unbekannte Täter von einem geparkten Pkw beide Kennzeichenschilder. Die Polizei ...

Perspektive Demenz: Den Menschen verstehen – Informationsveranstaltung in Altenkirchen

In Altenkirchen eine Informationsveranstaltung zum Thema Demenz statt, organisiert von den Betreuungsvereinen ...

Fusionsvereinbarung unterzeichnet: „Ehe“ von Peterslahr und Eulenberg rückt näher

Eine freiwillig einzugehende „Ehe“ ist um vieles besser als eine, die erzwungen wird: Getreu diesem Motto ...

Weitere Artikel


Horhausen: "Häusliche Pflege: Ziemlich miese Prognose"

"Deutschlands größter Pflegedienst geht am Stock" - diesem und ähnliche Themen widmet sich die Pflegeselbsthilfe ...

Duales Studium: Startschuss für fünf Nachwuchskräfte bei der Kreisverwaltung

Ausbildungsstart in Altenkirchen: Für Jonas Hambürger, Larissa Jacob, Anton Lichtenthäler, Melanie Ott ...

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen verabschiedet Absolvierende

Aktuell befinden sich 25 junge Menschen bei der Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen in einer Ausbildung. ...

Herkersdorf-Offhausen: Förderverein "HOPE" will Veranstaltungen wiederbeleben

Der Förderverein "HOPE" (Herkersdorf/Offhausener Pädagogische Einrichtungen) hat auf seiner letzten Zusammenkunft ...

Abgesagt: Reparatur-Café am 9. Juli in Kausen

Im Rahmen der Ehrenamtsinitiative "Ich bin dabei" der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain hätte die ...

Festliches Konzert "Zwei Trompeten & Orgel" am 17. Juli in der Horhauser Pfarrkirche

Die katholischen Pfarrgemeinden St. Margarita Neustadt, St. Magdalena Horhausen und St. Petrus Peterslahr ...

Werbung