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Nachricht vom 25.07.2022    

Gelungene Schaustollenanlage in Katzwinkel eingeweiht

Von Katharina Behner

Unter dem Motto "Traditionsbewusst der Zukunft zugewandt" wurde die Schaustollenanlage an der Barbara-Grundschule in Katzwinkel im Rahmen eines Familienfestes offiziell eingeweiht. Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die im November 2019 den Bewilligungsbescheid brachte, war ebenfalls zur Einweihung gekommen.

Einweihung der Schaustollenanlage an der Barbara-Grundschule: Joachim Weger (Kreisheimatverein), Berno Neuhoff (Bürgermeister VG Wissen) und Hubert Becher (Ortsbürgermeister). (Foto: privat)

Katzwinkel. Innerhalb von gut acht Wochen wurde nun auch das zweite Projekt aus der Dorferneuerung in Katzwinkel eingeweiht: Nach dem Backesplatz in Elkhausen folgte die Schaustollenanlage an der Barbara-Grundschule in Katzwinkel. Bereits Ende 2020 war die Anlage schon so gut wie fertig gestellt, doch die offizielle Einweihung musste coronabedingt immer wieder verschoben werden.

Zu einem bunten Familienfest, welches gleichzeitig den Start in die Sommerferien gab, hatte die Ortsgemeinde Katzwinkel mit Ortsbürgermeister Hubert Becher alle Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister Berno Neuhoff, Landtagsmitglied Matthias Reuber, die Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Architekt Tarek Petri, Joachim Weger vom Kreisheimatverein und viele weitere Gäste eingeladen.

Traditionsbewusst der Zukunft zugewandt
Zum Start in den Tag fand in der St. Barbara Kirche ein Dankgottesdienst zu Ehren der Bergbautradition in der Region und im besonderen Gedenken an die verunfallten Bergleute statt. Mitwirkende waren hier neben dem Kirchenchor Hamm unter Leitung von Hans-Georg Rieth auch Schülerinnen und Schüler der Barbara-Grundschule.

Quer durch alle Klassen der Grundschule bereicherten die Schüler auch im Nachgang die offizielle Einweihung unter Leitung von Lehrerin Marita Heine. Mit verschiedenen Vorträgen, etwa einem kurzen Theaterstück zum Thema Bergbau und Liedbeiträgen, wie dem Bergmannslied "Glück Auf - Glück Auf" sorgten sie genauso wie die Bergkapelle Katzwinkel unter Leitung von Thomas Schneider für Kurzweile während der Redebeiträge. Als Dank für ihren Einsatz erhielten die Kinder vom Förderverein der Kita und der Grundschule Katzwinkel, je ein kleines Präsent überreicht.

Ortsbürgermeister Hubert Becher ging in seiner Begrüßungsansprache getreu dem Motto "Traditionsbewusst der Zukunft zugewandt" auf die Historie der Katzwinkeler Bergbaugeschichte mit der Grube Vereinigung sowie die Gestaltung der ersten Schauanlage durch eine Gruppe Engagierter rund um Karl Heinz Dornhoff und Heinz Holschbach Ende der 1990ger Jahre ein.

Mit der Nähe zur Schule berge die nun neu gestaltete Anlage die Möglichkeit, die noch greifbare Geschichte des Bergbaus auch den jungen Menschen näher zu bringen, denn "verbinden wir mit dieser Anlage heute auch ein Stück Zukunftspläne", so Becher. Berge die Neugestaltung und gelungene Anordnung der verschiedenen Exponate etwa die Chance zum "Freiluftklassenzimmer" zu werden. So könne den jungen Menschen an diesem Industriedenkmal auch die Endlichkeit der Ressourcen des Planeten Erde ganz anschaulich vermittelt werden.

Noch in den letzten Tagen wurde zudem eine neue Schautafel fertig, die einen kompakten Überblick zur Chronik der Grube Vereinigung gibt, die in der Region von großer Bedeutung war. Mit dem Hinweis auf Unfälle, dunkle Zeiten und Opfer der Zwangsarbeit, auf die auch die Gedenktafel hinweise, gelte es gerade in der heutigen Zeit sich nicht an den Krieg in Europa zu gewöhnen, wofür Becher zustimmenden Applaus der Gäste erhielt.

Herzlich bedankte sich der Ortsbürgermeister bei allen Sponsoren, Bürgern, Helfern, Unternehmern, bei den Vereinen und nicht zuletzt beim Land, der Verbandsgemeindeverwaltung und allen, die dazu beitrugen, dieses sowie das Projekt "Backesplatz" abschließen und nun einweihen zu können.

Tradition mit Herzblut weitertragen und der Wurzeln bewusst werden
Bürgermeister Berno Neuhoff überbrachte Grüße und Gratulationen aus den Ortsgemeinden des Wisserlandes, der Stadt Wissen und dem Team des Rathauses.
Insbesondere ging er auch auf die Neuzeitliche Umsetzung zur Tradition und Identität mit dem Bergbau im Wisserland ein, nannte hier neben dem Schaustollen etwa das Kulturwerk. "Zufluchtsorte", wie solche Plätze seinen wichtig zum Feiern, Zusammen kommen und für den Austausch. Genau das brauche ein Ort neben Schulen, Kindergärten und Menschen, die sich engagierten.



Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die im November 2019 höchstpersönlich den Bewilligungsbescheid über 77.100 Euro zur Förderung der Umgestaltung der Anlage an die Ortsgemeinde überreichte, überbrachte auch Grüße von Innenminister Roger Lewentz. Drei gute Gründe gäbe es heute zu feiern, so die Landtagsabgeordnete: Eine so hervorragende Komposition in der Umsetzung fände man nicht häufig, zudem gelänge es hier die Tradition mit Herzblut weiterzutragen, um sich seiner Wurzeln bewusst zu werden. Und nicht zuletzt sorge das ehrenamtliche Engagement für Zusammenhalt.

Beispielhaft nannte sie für alle Tätigen den Förderverein der Kita Löwenzahn und Barbara-Grundschule, mit der Vorsitzenden Mareike Otterbach, die sich auch am Einweihungstag wieder einsetzten und rundum für das leibliche Wohl der Gäste sorgten.

Auch Landtagsmitglied Matthias Reuber schloss sich den Gratulationen mit den Worten "Katzwinkel ist für die Zukunft gut aufgestellt" an.
Natürlich durften an diesem Tag auch Geschenke nicht fehlen. Michael Rödder vom gleichnamigen Straßenbauunternehmen aus Wissen, dessen Wurzeln in Katzwinkel zur finden sind, überreichte das Katzwinkeler Ortswappen in Naturstein, nach alter Handwerkstradition gestaltet. Hierfür, so Hubert Becher glücklich, wolle man nun einen geeigneten Standort finden.

Von Joachim Weger aus Steinbach und Mitglied des Kreisheimatverein stammt im übrigen das Foto mit Tiefenwirkung aus der Grube Bindweide. Er freute sich in seiner Ansprache darüber, dass dieses "schlichte Streckenfoto so großen Anklang fand" und nun in der neu gestalteten Schaustollenanlage seinen Platz gefunden habe. Weger ging auf die Gemeinsamkeiten der Orte Katzwinkel und Steinbach ein, die im Bergbau begründet seinen. Das Katzwinkeler Motto "Traditionsbewusst der Zukunft zugewandt" treffe den Nagel auf den Kopf. Gestärkt sehe er heute lebendige Gemeinschaften in den Bergbauorten.

Kinder und Jugend als "Goldschatz" für die Ortsgemeinde
Im Anschluss an die offizielle Einweihung, ging der Tag in gemütliches Beisammensein mit weiteren Programmpunkten über. So wurden zwei Führungen durch Barbara-Grundschule im Rahmen der Schulbezirksänderung durchgeführt. Sascha Hombach stellte im "Zeitraffer" die Erneuerung der Schaustollenanlage mittels Leinwandpräsentation vor. Ernst Dornhoff vom Dorfgemeinschaftsverein Katzwinkel-Elkhausen hatte den Museumskeller geöffnet und entführte die Interessierten in die vergangenen Bergbau- und Heimatgeschichte.

Begeistert waren die kleinen Gäste der Feier vom Hüpfball und dem eintreffenden Eisauto am Nachmittag. Ortsbürgermeister Hubert Becher spendierte für jedes Kind ein Eis, zuvor hatte er in seiner Ansprache hervorgehoben: Gerade die Kinder und die Jugend im Ort sei der "Goldschatz" für den gleichen. (KathaBe)


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