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Nachricht vom 05.06.2011    

DRK-Krankenhaus Altenkirchen stellte Versorgungsangebot vor

Beim "Tag der offenen Tür" im DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg konnten sich die Besucher vom erweiterten Versorgungsangebot am Standort Altenkirchen überzeugen. Die Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendpsychiatrie waren ebenso geöffnet wie die neue Tagesklinik für Schmerztherapie. Für staunende Blicke sorgte ein begehbares Darmmodell.

Für Blickfang beim "Tag der offenen Tür" im DRK-Krankenhaus in Altenkirchen war das begehbare Darmmodell. Dr. Andreas Franczak, Facharzt für Chirurgie, erklärte die dargestellen Darmerkrankungen und machte die Notwendigkeit einer rechtzeitigen Vorsorgeuntersuchung deutlich. Fotos: Thorben Burbach

Altenkirchen. Mit einem bunten Rahmenprogramm informierte das DRK- Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg beim "Tag der offenen Tür" über sein Leistungsspektrum. Zahlreiche Fachvorträge zu medizinischen Themen, ein Gesundheitscheck, Vorführungen wie die zum Automatischen Externen Defibrillator (AED) oder ein begehbares Darmmodell warteten auf die Besucher.

Nach sechsjähriger Bauzeit wurde vor kurzem die Bettenhaussanierung des DRK- Krankenhauses in Altenkirchen mit der Einrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Tagesklinik für Schmerztherapie abgeschlossen. Und so bot sich für die Besucher die Gelegenheit, die neu gestalteten Räumlichkeiten einmal zu begutachten und sich das erweiterte Leistungsangebot näher erklären zu lassen. Guenter Bartels, Kaufmännischer Direktor des Altenkirchener Krankenhauses, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, die mit einem erfrischenden Konzert des Gospelchors "Rise up" in der Sporthalle der Jugendpsychiatrie ausklang. Mit der Bettenhaussanierung habe man ein umfangreiches Versorgungsangebot für die Bürger der Region geschaffen, betonte er. Denn auch um das Krankenhaus sei mit dem neuen Ärztehaus und dem DRK-Seniorenzentrum einiges bewegt worden. Für die Sanierung sind knapp 13 Million Euro investiert worden. Mit der jetzigen Versorgungsstruktur sei man gut aufgestellt, um der hohen Nachfrage im Bereich der psychiatrischen Behandlung und der Schmerztherapie gerecht zu werden, so Bartels.

Thomas Engel, Leitender Oberarzt für Schmerztherapie, stellte sich in der im März eröffneten Tagesklinik für Schmerztherapie den Fragen der Besucher. Seit 2006 gibt es die Schmerzambulanz in Altenkirchen und über zu wenig Arbeit kann sich der Leitende Oberarzt nicht beklagen. Die Sprechstunden seien immer voll, sagt er und verweist auf den Kampf unzähliger Patienten gegen Rückenschmerzen. Angefangen von der Physiotherapie bis hin zu psychologischen Verfahren wie der Tiefenentspannung werde ein umfangreiches Programm zur Schmerzbehandlung angeboten. Dann massiert er die nächste neugierige Besucherin mit einem Stoßwellengerät, das zur Behandlung von Bewegungsschmerzen eingesetzt wird. Das Gerät komme oft zum Einsatz, schließlich durchdringe es im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auch die Tiefenmuskulatur an der Wirbelsäule.

Für staunende Blicke unter den Besuchern sorgte ein begehbares Darmmodell, das mögliche Erkrankungen im Dickdarm eindrucksvoll veranschaulichte. Es soll Barrieren abbauen und dazu animieren, sich frühzeitig untersuchen zu lassen, sagte Dr. Andreas Franczak, Facharzt für Chirurgie. Im Darmmodell bekamen die Besucher auch einen langstieligen Polypen zu sehen. Dieser müsse vorsorglich abgetragen werden, um zu vermeiden, dass sich Krebs bildet, erklärte Franczak das Krankheitsbild. Ab dem 50. Lebensjahr sei eine Darmspiegelung unbedingt zu empfehlen. Durch eine Vorsorgeuntersuchung könnten Erkrankungen im Darm frühzeitig entdeckt und so schwere Folgekrankheiten vermieden werden, betonte der Facharzt.

Gesundheitsvorsorge war zweifellos ein großes Thema beim Tag der offenen Tür. Am späten Nachmittag hatten 155 Besucher die Gelegenheit genutzt, einen Gesundheitscheck durchzuführen. Die freundlichen Damen im Labor untersuchten das Blutbild, Blutzucker und Cholesterin, alles wurde in einem Gesundheitspass vermerkt. Wie auch die Einführung in die Handhabung eines Defibrillators, die Arnd Sonntag, Fachpfleger in der Anästhesie immer wieder vorführte. Dazu hatte er einen Automatischen Externen Defibrillator (AED) zur Hand, der im Falle eines Herzkreislaufstillstandes mit einem Stromschlag das Kammerflimmern beenden kann. Ein solches Gerät findet man immer häufiger in öffentlichen Einrichtungen, so beispielsweise auch im Eingangsbereich der Kreissparkasse Altenkirchen.

Welche Therapieverfahren die traditionelle chinesische Medizin bereithält, darüber informierte hingegen Dr. Gundula Marquardt, Fachärztin für Anästhesiologie. Neben den Möglichkeiten der klassischen Akupunktur verwies sie auf die heilende Wirkung von Kräutern. Auf ihrem Tisch lagen Rehmannia-Wurzeln, Stacheljujubensamen gegen Schlafstörungen oder Bambusrohrstreifen gegen Sodbrennen bereit. Zum Probieren gab es eine Teemischung aus gekochten Wurzeln, die helfe bei Pollenallergien. (Thorben Burbach)


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