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Pressemitteilung vom 26.08.2022    

Geplantes Innovations- und Gründerzentrum Hamm: Guter Rat von einer Koryphäe

Ein Innovations- und Gründerzentrum möchte die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) ins Leben rufen. Klar, dass dem eine Machbarkeitsstudie und vor allem eine Entscheidung über einen Schwerpunkt dieses Zentrums vorausgehen muss. Bei Letzerem half jetzt ein prominenter Gast.

Professor Ezri Tarazi hatte für Bürgermeister Dietmar Henrich einige Tipps parat. (Foto: VG Hamm)

Hamm. Professor Ezri Tarazi lehrt an der Technischen Universität Israels, dem "Technion" in Haifa. Die TU ist weltweit anerkannt für ihre Expertise in Fragen der Innovation. Der Professor war jüngst in Deutschland zu Gast bei seinem guten Freund Roland Böhringer aus Bachenberg, und dieser erinnerte sich zum Glück daran, dass in Hamm ein Zentrum für Innovation angedacht ist.

Ein Anruf bei Bürgermeister Dietmar Henrich genügte, und schon saßen Professor und Verwaltungschef an einem Tisch. "Er lehrt an einer Uni, die bei den Innovationen als Nummer 2 hinter denen im Silicon Valley gilt, er kennt Raiffeisen, und er liebt den Westerwald", so berichtet Dietmar Henrich aus dem Gespräch.

Tarazi ermunterte die Verbandsgemeinde, das Zentrum ruhig in Angriff zu nehmen und das Vorhaben nicht als "eine Nummer zu groß" abzutun. "Sie blicken auf 200 Jahre Geschichte, die Sie mitbringen", so benannte der Professor das Alleinstellungsmerkmal, mit dem er natürlich die Wirtschaftsgeschichte rund um Raiffeisen und die Genossenschaftsidee meint.



Zwei wichtige Ratschläge hatte der Gast aus Israel, dessen Job in Haifa korrekt "Head of Social Innovation & Impact Entrepreneurship" heißt, ebenfalls parat: das Zentrum losgelöst von einem Gebäude betrachten und sich ein konkurrenzfähiges Schwerpunktthema suchen.

Als geeigneten Schwerpunkt nannte er "Soziale Innovation". So bezeichnet man Entwicklungen, die technologische Erfindungen an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen wollen. Ein Beispiel dafür ist der Magnetresonanztomograph. Sein Nutzen für die Medizin ist unbestreitbar, dennoch schwitzen manche Patienten Blut und Wasser, wenn sie in die Röhre des MRT geschoben werden. Eine soziale Innovation wäre hier etwa, dem MRT eine Form zu verpassen, die nicht zu Platzangst führt. (PM)


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