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Pressemitteilung vom 30.08.2022    

"Wäller Helfen": Dankeschön-Feier für Ahrtal-Helfer mit gleich mehreren Highlights

Sie war lange herbeigesehnt: die Dankeschön-Feier für alle, die sich seit mehr als einem Jahr im Ahrtal bemüht haben, also auch für einige der Freiwilligen, die seit mehr als sechs Monaten die "Wäller-Helfen-Ukrainehilfe" unterstützen.

Die Verantwortlichen am Rande des Festes. (Foto: "Wäller Helfen")

Region. Am Flugplatz des LCM Bad Marienberg in Oberroßbach, dem Partnerverein von "Wäller Helfen" war bei angenehmem Wetter alles vorbereitet. Das Catering an diesem Tag übernahem Franz Hirst, bekannt als Grillikone aus dem Ahrtal. "Es ist für mich selbstverständlich, dass ich für die Wäller grille. Was ihr im Ahrtal geleistet habt, ist der helle Wahnsinn", so Hirst in seiner kurzen Ansprache. Er selbst ist auch betroffener ist, und seit mehr als einem Jahr jede Woche in Dernau eine Verpflegungsstation unterstützt.

Mehr als 70 Helfer, Gäste, Vereinsmitglieder aber auch Betroffene aus dem Ahrtal, waren der Einladung des Vereins gefolgt. In seiner Rede, fasste der Vorsitzende Björn Flick nochmals die Eckdaten zusammen. Mehr als 50 Wochen, sind demnach die Wäller Helfer anfangs mit Bussen, besetzt mit 50 Personen, samstags und sonntags von Mogendorf ins Ahrtal gestartet. Fast alle Ahrtahlorte von Ahrweiler bis Schuld wurden dabei unterstützt. Mehr 320.000 Euro Geldspenden haben die Wäller Helfer für das Projekt Ahrtal gesammelt. Mehr als 200.000 Euro wurden schon ausgeschüttet. Aktuell baut man einen Mehrgenerationen-Platz in der Ortslage Kall. Dort hat die Flut den gesamten Dorfmittelpunkt vernichtet.

Der Vorsitzende von "Wäller Helfen" weiter: "Viele Momente der Verzweiflung, Trauer, aber auch Freude über die großartige Hilfe durften unsere Helfer, die aus dem gesamten Westerwaldkreis, als auch aus dem angrenzenden Hessen kamen, erleben." Viele Freundschaften seien entstanden. Kirsten Adams aus Mayschoss, selbst Flutopfer, ließ es sich nicht nehmen, an der Feier teilzunehmen: "Ich wollte einfach mal Wissen wo ihr so wohnt, und wo ihr herkommt. Ich wollte einfach mal wissen, welchen weg ihr jedes Wochenende auf Euch genommen habt um zu helfen." Die Dankbarkeit stand ihr noch immer im Gesicht.

Das noch nicht ausgegebene Geld soll weiterhin in besondere Projekte im Ahrtal fließen, so Björn Flick. Der nächste Winter, auch unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Energieprobleme, komme bestimmt.

Ebenso waren dann Vertreter der Freien Evangelischen Gemeinde aus Hachenburg in Oberroßbach. Martina groß und ihr Team gaben gemeinsam mit dem Verein "Wäller Helfen" den ersten großen Ukraine-Treff im Westerwaldkreis gestartet, der seit mehr als einem halben Jahr jeden Mittwoch in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde stattfindet. Der gut angenommene Treff dient neben der Integration und Inklusion auch dem Austausch der Gäste untereinander. Es werden gemeinsame Probleme gelöst und besprochen. Behördenangelegenheiten werden übersetzt und so entstehen einfach immer weitere Synergien.




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Im Bereich Ukrainehilfe hat "Wäller Helfen" mehr als 200.000 Euro Spenden sammeln können und mehr als 100.000 Euro sind schon ausgegeben. So wurden mehr als 400 Schulranzen, 2000 Schwimmbadkarten, 100 Karten für den Zoo Neuwied und 100 Karten für das Phantasialand im Sommerferienprogramm übernommen. Knapp 10.000 Euro gingen in die Versorgung von mehr als 30 teils schwerbehinderten Kindern, die aktuell in Vallendar in einer Einrichtung untergebracht sind. An die 100 Transportfahren wurden mit Möbeln und Haushaltsartikeln absolviert. 15.000 Euro flossen in das Gemeinschaftsprojekt der Aufnahmeeinrichtung an der Moldawischen Grenze und für mehr als 50.000 Euro sind medizinische Artikel direkt in die Ukraine geflossen. Gerade hat der Verein in Zusammenarbeit mit der Firma Meso aus Kroppach und der Unterstützung von Jenny und Ulrich Meutsch 10 ausrangierte Linienbusse für 30.000 Euro gekauft, die im Oktober an die Ukraine übergeben werden.

Die Auswahl der Location in Hof war kein Zufall. Bereits seit Beginn der Ahrtal-Katastrophe arbeiten die beiden Vereine eng zusammen. "Als wir dringend Lagerfläche brauchten, weil wir mit Hilfsgütern überrollt worden sind, hat uns Rene Kleinlein uns sein Team mit den großen Hallen sofort unterstützt, bevor wir dann mit Spotted Westerwald und dem Team um Marcel Schäfer in Hattert in einem Überseecontainer auch selbst Lagerfläche hatten. Die hieraus entstandene Freundschaft unter den Vereinen zeigt einmal mehr, dass Kooperationen und Zusammenarbeit häufig ideale Partnerschaften sind", so Flick. Und aus diesem Grund war es dann auch möglich, dass noch viele Helfer und Interessierte an dem Abend Rundflüge über den Westerwald machen konnten. Musikalisch sorgte der eng mit dem Verein verbundene Singer und Songwriter Mirko Santoncona und Band für eine tolles Ambiente. Bei dem Lied "Es wird wieder hell" wurden sowohl für das Ahrtal als auch das Ukraine Projekt neue Hoffnungen und Motivationen geweckt.

Das Motto des Vereins "Gemeinsam statt einsam" war den ganzen Abend Programm - und so bedankte sich der Vorsitzende auch bei den beiden Ortsbürgermeistern aus Oberroßbach Gerhard Semmelrogge und Hof Jochen Becker für die Anwesenheit und die Grußworte. (PM)


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