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Nachricht vom 21.09.2022    

Seniorenleichtathlet Friedhelm Adorf krönt starke Saison mit drei DM-Titeln

Der Wunsch ist wahrlich Wirklichkeit geworden, der Wunsch nach einer kompletten Saison, wie ihn Seniorenleichtathlet Friedhelm Adorf vor wenigen Monaten geäußert hatte. Am Ende der überregionalen 2022er-Sportfeste kann der Heupelzer von sich sagen, im Laufschritt richtig gut unterwegs gewesen zu sein.

Von der Spitze laufend, sicherte sich Friedhelm Adorf auch über 200 Meter den Titel in Erding. (Foto: privat)

Heupelzen. Wenn es noch eines i-Tüpfelchens bedurft hätte, wäre es in Erding dazu gekommen: Seniorenleichtathlet Friedhelm Adorf aus Heupelzen war eigentlich schon mit der Saison nach WM und EM recht zufrieden, bei der DM im bayrischen Erding setzte er dennoch ein weiteres Highlight. Drei Titel komplettierten die bei der Hallen-EM in Braga (Portugal) begonnene Medaillensammlung. Der 78-Jährige, der für die LG Rhein-Wied in der Klasse M75 startet, war über 100, 200 und 400 Meter nicht zu schlagen. Nach 14,79, 30,61 und 73,85 Sekunden hatte er jeweils das Ziel erreicht. Von einer glanzvollen Veranstaltung sprach wohl niemand so recht angesichts vieler Regenschauer und Temperaturen zwischen 8 und 12 Grad, die kein Leichtathletik so richtig mag. „Für die Witterung waren meine Leistungen absolut in Ordnung“, blickt Adorf nicht im Zorn zurück. Über 100 und 400 Meter habe er ganz schön kämpfen müssen, um Rang eins zu sichern. Für den Ausrichter hatte er ein Lob parat, denn „drumherum war alles in Ordnung“.

Training wird runtergefahren
In den nächsten Wochen ist nach dem Saisonfinale vor den Toren Münchens erst einmal ein wenig Entspannung angesagt. Adorf fährt die Trainingsintensität herunter, versucht dennoch, die Kondition zu halten. Das bedeutet für ihn, die Übungsaufenthalte unter freiem Himmel zu reduzieren, die in Fitnessstudios sollen ausreichen, eine gewisse Grundlage an körperlich akzeptabler Verfassung zu halten. In knapp zwei Monaten aber werden die Ärmel, bildlich gesprochen, wieder hochgekrempelt. „Mitte Dezember werde ich mein Programm anziehen“, hat er sich zum Ziel gesetzt und dabei die WM 2023 in der Halle im polnischen Torun (26. März bis 1. April) schon fest im Blick. Im Vorfeld will er noch bei Sportfesten unterm Dach in Deutschland an den Start gehen. Zunächst einmal aber gilt, mal wieder ein wenig zu feiern. Hatte er vor wenigen Tagen die Ehrenbürgerschaft von Heupelzen für seine Verdienste um die Gemeinde und sein Engagement in anderen Bereichen des Lebens verliehen bekommen, steht am Sonntag, 25. September, der 79. Geburtstag an. Das bedeutet, dass er vom 1. Januar an bei Wettkämpfen in Deutschland der Klasse M80 angehört (Jahr des Geburtstages), während er international noch M75-er bleibt, ehe er am 26. September 2023 (einen Tag nach seinem „runden“, dem 80. Geburtstag, so die Vorschriften) in M80 aufsteigt.




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Corona-Pandemie wirkte sich nicht aus
Dass vor allem die Corona-Pandemie Adorfs sportlichen Ambitionen in den zurückliegenden Monaten so gut wie keinen Strich durch die Planung gemacht hat, lässt ihn mit einem gewissen Stolz zurückblicken. Mit der 4x200-Meter-Staffel hatte Adorf in Braga an der Seite von Hartmut Krämer, Hans Kuhn und Ulrich Becker in 2:11.14 Minuten Gold gewonnen. Die Silbermedaille sicherte er sich über 200 Meter in 29,99 Sekunden („Ich wollte unbedingt unter 30 Sekunden bleiben“), und über 400 Meter (73,64 Sekunden) als auch über 60 Meter (9,08 Sekunden) sprang jeweils noch Bronze heraus. Nach bescheidenem Beginn bei der WM in Tampere (Finnland) und dem fünften Platz über 100 Meter in 14,63 Sekunden, der ihn sehr wurmte, löste Adorf die „Handbremse“, gab Gas und wurde von Wettkampf zu Wettkampf besser. Und wie! Die Steigerung erfolgte stetig und gipfelte in einem kompletten Medaillensatz. Beim Lauf zu Platz vier über 200 Meter in 30,29 Sekunden war die Bremseinrichtung schon so gut wie ausgeschaltet. Keine störenden Faktoren waren dann definitiv mehr im Spiel, als er Bronze über 400 Meter in 1:11,87 Minuten (M75) gewann, Silber mit der 4x400-Meter-Staffel in 4:33,92 Minuten folgte (in M65, weil Personalprobleme in dieser Altersklasse existierten) und Gold mit der 4x100-Meter-Staffel in 71,48 Sekunden heraussprang. Zum erfolgreichen Siegerquartett zählten noch Dr. Eberhard Linke (LG Kindelsberg Kreuztal), Dr. Sigurd van Riesen (Troisdorfer LG) und Udo Lippoldes (TSV Winnigstedt). (vh)


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