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Pressemitteilung vom 28.09.2022    

GEW Altenkirchen macht auf Probleme bei Umsetzung des Kita-Zukunftsgesetzes aufmerksam

Mit dem neuen Kita-Zukunftsgesetz hat das Land Rheinland-Pfalz unter anderem einen Rechtsanspruch auf eine durchgängige Betreuung von sieben Stunden geschaffen, ein neues Personalisierungssystem eingeführt, ein Sozialraumbudget einrichtet und die Elternbeteiligung stärkt. Leider gebe es weiterhin bei der Umsetzung dieses Gesetzes erhebliche Probleme, betonte der Altenkirchener Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Gespräch mit dem Kreisbeigeordneten Klaus Schneider.

GEW-Kreisvorsitzender Heribert Blume im Gespräch mit dem Kreisbeigeordneten Klaus Schneider. (Foto: GEW)

Kreis Altenkirchen. Im Namen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) führte deren Kreisvorsitzender Heribert Blume ein Gespräch mit dem Beigeordneten des Kreises Altenkirchen, Klaus Schneider. Es ging um die Umsetzung des neuen Kita-Zukunftsgesetzes, die in Augen der GEW Probleme bereitet. Hinsichtlich der Personalisierung werde der Mangel an Fachkräfte immer mehr zu einem entscheidenden Hindernisfaktor für die Umsetzung des seit 2021 geltenden Kita-Zukunftsgesetzes. Besonders im Bereich der Mittagsbetreuung, darin waren sich der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Heribert Blume und der Beigeordnete Klaus Schneider werde die Arbeitsverdichtung bei den Mitarbeitern in den Kindertagesstätten überdeutlich.

Der Bogen der Themen bei diesem Austausch spannte sich von der Neuregelung der Finanzierung vonseiten des Kreises über das Konzept des "Sozialraums“ mit den darin ausgewiesenen Stellen für Kita-Netzwerker bis hin "zur mangelnden Personalisierung der Kitas, die dadurch mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen haben". Der Fachkräftemangel schlage inzwischen auch bis zu den Kitas durch. Dabei helfe es wenig, sagte Blume laut Pressemitteilung der GEW, wenn die Landesregierung zwar landesweit 1600 Stellen neu schaffe, diese aber dann wegen fehlender Bewerber nicht alle besetzt werden können.

Weiter berichtet die GEW, dass sich die Kita-Leitungen und damit auch die Kita-Träger mit der kaum zu lösenden Aufgabe konfrontiert sehen, Vertretungen zu finden, wenn im Stammpersonal Mitarbeiter durch Urlaub, Fortbildung oder Krankheit ausfallen. Voll ausgebildete Erzieher seien Mangelware und stünden nicht als Vertretung zur Verfügung. Sie müssten oft durch weniger qualifiziertes Personal vertreten werden. Nichtbesetzte Stellen in der Kita führten zu Arbeitsverdichtung bei dem verbliebenen Personal. Die Personalführung werde zeitintensiv. Leitungstätigkeit insgesamt werde durch zu wenig Freistellung im Verbund mit der Bearbeitung anderer Aufgaben in der Kita langfristig zum Gesundheitsrisiko.



Heribert Blume und Klaus Schneider diskutierten bei ihrem Treffen über die Situation. Bedauert wurde von beiden Seiten, dass es bei den Verhandlungen zwischen den Kommunalen Spitzenverbänden, den Kirchen und Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege noch immer kein Ergebnis hinsichtlich der Finanzierung der Trägeranteile gibt. Positiv dagegen wurde bewertet, dass mit Ausnahme einer Kita, alle anderen im Kreis bereits die Betriebserlaubnis nach dem neuen Kita-Zukunftsgesetz erhielten.

Am Ende des Gesprächs richtete sowohl der GEW-Kreisvorsitzender als auch der Kreisbeigeordnete einen besonderen Dank an alle Erzieher für ihr Engagement, aber auch an die Eltern, für deren persönlichen Einsatz in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie. (PM)


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