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Nachricht vom 29.09.2022    

Güllesheim: Weitere Aufträge für 16. Kita vergeben – Stadion erhält LED-Flutlicht

Die 16. Kindertagesstätte der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld nimmt immer konkretere Formen an. Die Bauarbeiten in Güllesheim erhalten nach und nach neue „Nahrung“, da die Gremien kontinuierlich weitere Gewerke vergeben.

Schon weit fortgeschritten ist der Bau der neuen Kita in Güllesheim. (Foto: vh)

Altenkirchen. Der Spatenstich erfolgte vor beinahe auf den Tag genau vor acht Monaten (28. Januar), inzwischen ist der Bau der 16. Kindertagesstätte der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld schon gut vorangekommen. Das liegt auch daran, dass die kommunalen Gremien kontinuierlich die Aufträge für die Gewerke vergeben – so, wie es der Umwelt- und Bauausschuss der VG in seiner Sitzung am späten Donnerstagnachmittag (29. September) in Einmütigkeit erneut praktizierte. Um die Maler- und Taperzierarbeiten kümmert sich die Firma BR Bautenschutz UG (Hardert) für 39.199 Euro. Die Bodenbeläge baut die Firma Dieter Holschbach GmbH (Morsbach) ein und wird 47.907 Euro in Rechnung stellen. Auch eine Küche muss eingerichtet werden, weil den Kindern vor Ort gekochtes Mittagessen angeboten werden soll. Bei der Ausstattung kommt die Firma Großküchentechnik Wester GbR (Linz) zum Zuge (50.450 Euro). Die Fliesenarbeiten sind Sache der Firma Fliesen-Mohr (Straßenhaus), die für 70.249 Euro den Zuschlag erhielt.

Vergrößerung möglich
Bis zum Frühjahr/Sommer 2023 (geplante Fertigstellung) entsteht nach Plänen von Architekt Christian Pelz (raumgebung Architekturbüro Koblenz) auf dem von der Ortsgemeinde Güllesheim zur Verfügung gestellten Grundstück eine (nach ausgedientem Kita-Gesetz beschriebene) „zweigruppige“ Einrichtung, die 46 Ü2- und 4 U2-Plätze bietet. Das Gebäude ist so konzipiert, dass es um eine „weitere Gruppe“ problemlos ergänzt werden kann. Die Bruttogrundrissfläche beträgt 803, die Nettoraumfläche 700 Quadratmeter. Die Dachflächen sind für eine spätere Installation einer Fotovoltaik-Anlage vorbereitet, die Kita erhält zudem eine Lüftungsanlage - auch, um kommenden Corona-Infektionswellen oder dergleichen begegnen zu können. Als Einzugsgebiet sind vor allen Dingen die Ortsgemeinden Güllesheim, Bürdenbach und Niedersteinebach definiert. Zuschüsse gibt es auch: Der Kreis steuert 500.000, das Land 439.000 Euro bei. Die Kosten, die sich mit Stand von August des Jahres 2020 auf 2,65 Millionen Euro belaufen, können angesichts der momentanen Situation durchaus noch den Weg nach oben antreten.

Unter LED-Beleuchtung Sport treiben
Damit Sportler, die das Stadion „Lahrer Herrlichkeit“ (Bürdenbach-Bruch) nutzen, auch weiterhin in der Dunkelheit gute Sicht behalten - aber zu niedrigeren Kosten -, soll die Flutlichtanlage auf eine energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet werden. Einstimmig ermächtigte das Gremium Bürgermeister Fred Jüngerich, den Auftrag nach erfolgter Ausschreibung an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben, wenn die Kostenschätzung in Höhe von 39.000 Euro nicht um mehr als zehn Prozent überschritten wird. Zudem soll eine Förderung in Höhe von 25 Prozent (circa 9700 Euro) nach der Kommunalrichtlinie beim Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft beantragt werden. Mit der Zuwendung ist im Jahr 2023 zu rechnen. Haushaltsmittel wurden nicht veranschlagt. Sie können von der Sanierung der Sporthalle der Pestalozzi-Grundschule in Altenkirchen „abgezwackt“ werden. „Wir haben schon aus einer Wiese ein schönes Spielfeld gemacht“, sagte Jüngerich und spielte auf eine bereits abgeschlossene Sanierungsmaßnahme an. Die neuerliche Investition sei im Sinne der Nachhaltigkeit. Dem Abriss eines Wohnhauses im Weyerbuscher Finkenweg nimmt sich, so das Gremium ohne Widerspruch, die Firma Müller Tiefbau GmbH (Hemmelzen) für 86.668 Euro an.



Weitere Beschlussfassungen
Blieben noch zwei weitere einstimmig erteilte Vergaben, die der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss in seiner Zusammenkunft am 6. Oktober final bestätigen muss: Zum einen wird die Firma Horn Haustechnik GmbH (Eichelhardt) den Part des Einbaus der Sanitärtechnik im neuen Altenkirchener Hallenbad auf der Glockenspitze gewährleisten und setzte dafür 749.075 Euro an. Die Kostenschätzung war mit 489.167 Euro errechnet worden. Die Begründung für die immense Differenz (plus 88 Prozent): gestiegene Material- und Energiepreise sowie die ausgelasteten Kapazitäten der Bauwirtschaft. Jüngerich freute sich ob der Tatsache, dass es bislang noch keine grundsätzliche Kritik am Projekt trotz steigender Ausgaben gegeben habe – derzeit errechnet von 17,4 auf 18,5 Millionen Euro: „Niemand hat bislang angezweifelt, dass wir den falschen Schritt gegangen sind, niemand zweifelt die Sinnhaftigkeit des Neubaus an. Wir stehen zu dem, was wir in Alt-Altenkirchen seinerzeit beschlossen haben.“ Zum anderen sind vom 1. Januar des kommenden Jahres an diese Firmen für die Unterhalts-, Grund- und Glasreinigung in und an den Gebäuden der VG vorgesehen - Los 1 (Gebäudereinigung im Gebiet der Alt-VG Altenkirchen): Firma Universal GmbH (Bonn) für 253.911 Euro; Los 2 (Gebäudereinigung im Gebiet der Alt-VG Flammersfeld): ebenfalls Firma Universal für 88.337 Euro; Los 3 (Glasreinigung/Gebäude gesamte VG): Firma UBG-Service e.K. (Lochum) für 13.957 Euro.

Flächennutzungsplan in Änderungsphase
Noch im Verbandsgemeinderat anzuerkennen bleibt der geänderte Flächennutzungsplan der Alt-VG Altenkirchen vor dem Hintergrund des Baus des Fachmarktzentrums auf dem Weyerdamm in der Kreisstadt. Friedrich Hachenberg vom Planungsbüro Stadt-Land-plus (Boppard) stellte die eingegangenen Anregungen vor, die die Zusammenkunft, wenn erforderlich, allesamt einstimmig begrüßte, so dass nach der Anerkenntnis des Planentwurfs inklusive seiner Anlagen die erneute vierwöchige Offenlage erfolgen kann. Parallel hatte der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Altenkirchen 24 Stunden zuvor bereits die zweite Offenlage des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Fachmarktzentrum beschlossen. Damit bleibt dem Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen die Aufgabe, den Aufstellungsbeschluss in trockene Tücher zu bringen. Das bürokratische Vorgeplänkel für den „Meilenstein für die Kreisstadt, der eine Stärkung für Altenkirchen und das Umland bedeutet“ (Hachenberg), nähert sich, und das ist die gute Nachricht, allmählich seinem Ende. (vh)



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