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Pressemitteilung vom 24.11.2022    

Kommunale Klimaschutznetzwerke lohnen sich langfristig

Knapp ein Jahr nach Projektstart der Klima-Wandeldörfer haben bereits einige Gemeinden aus der Region Interesse an den kommunalen Klimaschutz-Netzwerken gezeigt, die vom Bund gefördert werden.

Symbolfoto. (Foto: Pixabay)

Region. Auch langfristig lohnt sich die Mitarbeit in Klimaschutz-Netzwerken, da zukünftig immer mehr klimarelevante Maßnahmen in kommunale Verantwortung übergeben werden. Nahezu jede Gemeinde in der Region macht sich inzwischen Gedanken, welchen Beitrag sie zum Klimaschutz leisten kann. Während die Klimaerwärmung immer schneller dramatische Ausmaße annimmt und internationale Konferenzen weit hinter den Erwartungen von Klimaschützern liegen, sind Kommunen mehr denn je gefragt, sich im Klimaschutz einzusetzen. Gut investiert, schonen Klimaschutzmaßnahmen auch die Haushaltskassen.

Mehr noch als bisher angenommen, ist eine gemeinsame, langfristige Planung von Maßnahmen sinnvoll für die kommunalen Haushalte. Ein gutes Beispiel hierfür ist die kommunale Wärmeplanung. Zurzeit gibt es ein Programm der Nationalen Klimaschutz-Initiative (NKI), über das Ortsgemeinden eine Förderung von 90 bis 100 Prozent erhalten können. Da die Ressourcen in kleineren Gemeinden aber oft nicht für eine klimafreundliche Wärmeplanung ausreichen, ist diese Förderung nur in Kooperation mit Nachbargemeinden erhältlich. Hier zeigt sich aber auch die Vergänglichkeit der Förderungen: Die genannten Fördersätze sind nur erhältlich, wenn der Antrag bis Ende 2023 gestellt ist. Und auch nur für Länder, in denen diese Planung nicht bereits Pflicht ist. So erhalten Gemeinden und Zusammenschlüsse aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen keine Förderungen des Bundes mehr.



Das lässt sich auf andere Förderprogramme übertragen. Sobald eine Aufgabe für die Gemeinden keine freiwillige Leistung mehr ist, sondern in eine Verpflichtung übergeht, stehen keine Bundesmittel mehr zu Verfügung. Im aktuellen "Steckbrief kommunaler Klimaschutzpotentiale" des Umweltbundesamtes werden weitgehende Maßnahmen bereits jetzt als "prädestiniert, kurzfristig in eine kommunale Pflichtaufgabe überführt zu werden" bezeichnet. Es lohnt sich also, jetzt über geeignete Klimaschutzmaßnahmen in der Gemeinde zu sprechen.

Und es lohnt sich, dies gemeinsam mit anderen zu tun. Das Förderprogramm "kommunale Netzwerke" der NKI möchte genau das unterstützen. Dafür wird die Gründung eines Netzwerkes mit 100 Prozent gefördert und zudem drei Jahre lang eine Förderung von 60 Prozent bis 80 Prozent für die eigentliche Netzwerkarbeit ausgeschüttet. Während dieser drei Jahre werden die Netzwerkteilnehmer sowohl von einem Netzwerkmanager, als auch von einem Energieberater begleitet. Das g.r.i.p.s.-Büro aus Flammersfeld begleitet als Dienstleister für Dorfmoderation und PR-Kampagnen die Netzwerke im Rahmen der Klima-Wandeldörfer. (PM)



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