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Nachricht vom 01.01.2023    

Gasflaschen detonierten bei einem Brand in Neitersen: Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Von Klaus Köhnen

Am Sonntag (1. Januar) alarmierte die Leitstelle Montabaur gegen 3.20 Uhr die freiwillige Feuerwehr Neitersen. Es war ein Brand in der Rheinstraße gemeldet worden. Die Anrufer teilten mit, dass sich in dem Gebäude Gasflaschen befinden würden. Die Leitstelle alarmierte daraufhin weitere Einheiten.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand der Anbau im Vollbrand. (Bilder: kkö)

Neitersen. Die freiwilligen Feuerwehren Altenkirchen und Weyerbusch waren zu dieser Zeit bei einem weiteren Brand in Altenkirchen gebunden. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte die Brandmeldung bestätigt werden. Die Feuerwehrleute bauten sofort eine Wasserversorgung auf. Weitere Kräfte nahmen vom Tanklöschfahrzeug ein erstes Löschrohr vor. Kurz darauf waren die ersten Explosionsgeräusche zu hören.

Die Kräfte aus Altenkirchen wurden aus dem Einsatz in der Kreisstadt herausgelöst und ebenfalls nach Neitersen geschickt. Die Feuerwehr Weyerbusch wurde im Verlauf des Einsatzes ebenfalls zum Brand nach Neitersen gerufen. Vor Ort musste zunächst ein Zugang gesucht werden, der den Löschangriff von zwei Seiten ermöglichte. Neben den Löschfahrzeugen kam auch die Drehleiter aus Altenkirchen zum Einsatz. Neben dem Gebäude, das von Beginn an im Vollbrand stand, entzündete sich ein abgestellter Wohnwagen. Dieser musste ebenfalls abgelöscht werden. Ob sich in diesem Wohnwagen weitere Gasflaschen befanden, war zunächst nicht klar. Bei dem Brandobjekt handelte es sich um das Lager einer Firma, die Wohnwagen und Wohnmobile vertreibt.

Das Nebengebäude, das direkt an einen Bürotrakt angebaut ist, wurde ein Raub der Flammen. Ebenso wurde der im Vollbrand stehende Wohnwagen total zerstört. Ein weiterer Wohnwagen wurde durch die Hitzestrahlung beschädigt. Beide Wohnwagen wurden im Verlaufe des Einsatzes mit Muskelkraft aus dem direkten Brandgeschehen entfernt. Die Feuerwehren konnten mit einer großen Zahl an Kräften ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile verhindern. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.



Wie der stellvertretende Wehrleiter Raphael Jonas mitteilte, waren die freiwilligen Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, bis zu diesem Zeitpunkt an rund zehn Einsatzstellen tätig gewesen. Dies waren laut Jonas zumeist kleinere Brände, die schnell abgelöscht werden konnten. Im Kreisgebiet waren ebenfalls zahlreiche freiwillige Feuerwehren im Einsatz. In Weitefeld brannte zeitgleich ein Dachstuhl.

Die Feuerwehr war in Neitersen unter der Leitung des stellvertretenden Wehrleiters, Michael Imhäuser, mit rund 60 Kräften vor Ort. Die logistische Unterstützung für alle Einsätze im Gebiet der VG wurde durch Kräfte der Feuerwehreinsatzzentralen Altenkirchen und Flammersfeld geleistet. Neben den freiwilligen Feuerwehren waren die Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins Altenkirchen-Hamm mit zwei Fahrzeugen und fünf Kräften im Einsatz. Die Polizei war mit zwei Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Die Brandursache ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Seitens der Polizei wird der Sachschaden auf einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich geschätzt. (kkö)


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