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Pressemitteilung vom 19.01.2023    

Große ARD Produktion: Westerwälder Region erweist sich als filmogen

"Oh, wie schön ist der Westerwald!". Das dachten sich wohl die Produzenten der ARD Produktion "Da hilft nur beten". Mit Drehorten in der Abtei Rommersdorf, dem Landshuber Weiher und der Linzer Altstadt diente die Region als perfekte Filmkulisse. Die "Wir Westerwälder" Landräte sowie weitere Verantwortliche zeigten sich stolz über die Auswahl der Filmkulissen.

Die Abtei Rommersdorf faszinierte die Produzenten und überzeugte als Drehort. (Foto: ARD Degeto/Thomas Neumeier)

Region. Er steht auf pompöse Markeninszenierungen, sie ist mit dem äußeren Schein längst durch – und doch sprühen nicht nur verbal die Funken zwischen dem zynisch auftretenden Werbeprofi Conrad und der idealistischen Ordensschwester Charlotte. „Da hilft nur beten!“, heißt es für das Hauptdarstellerduo Kristin Suckow und David Rott in der romantischen Komödie. Regisseur Michael Rowitz verfilmte das Drehbuch von Xaõ Seffcheque über zwei Menschen, die sich ungewollt näherkommen und beieinander mehr in Bewegung bringen, als es ihnen eigentlich lieb ist.

Die ehemalige Prämonstratenserabtei Rommersdorf/Heimbach-Weis bei Neuwied ist eine der eindrucksvollen Kulissen für den ebenso modernen wie humorvollen Fernsehfilm über Glauben, Liebe und Werte. „Wir freuen uns sehr, dass die Produzentin Sabine Tettenborn für die Verfilmung unsere wunderschöne Region Westerwald als Kulisse ausgewählt hat“, sind sich die drei „Wir Westerwälder“ Landräte Dr. Peter Enders (Kreis Altenkirchen), Achim Hallerbach (Kreis Neuwied) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) einig.

„Das war mit Abstand das Spannendste, was in Rommersdorf die letzten fünf Jahrzehnte passierte“, meint Dr. Reinhard Lahr, seit Anfang 2009 Geschäftsführer der Stiftung. Er kennt die Abtei seit klein auf, war doch sein Vater seit den 70er-Jahren der erste ehrenamtliche Geschäftsführer und Pionier des Aufbaus. „Damals gab es nur einen schulfreien Samstag, später zwei und immer war in Rommersdorf was zu tun: Grabungen in der Kirchenruine mit zahlreichen Funden zum Beispiel und die vielen geselligen Runden der ersten Generation.“ Die Zweite hat es heute deutlich leichter. „Der Wiederaufbau ist seit etwa 30 Jahren abgeschlossen, jetzt ist vieles Kür“, meint Lahr. Obgleich der Ausbau der Orangerie, der nach Originalbefunden hergestellte Außenputz der Kirche, die Erneuerung vieler Dächer, des Engeltors und die Installation geschenkter Glocken unter seiner Regie geschah.




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Faszinierendes Ambiente überzeugte
Der Clou schlechthin war dann dieser Filmdreh im August/September 2021, zunächst unter dem Arbeitstitel „Die Unberührbare“, jetzt „Da hilft nur beten!“ Alles begann mit einer E-Mail beziehungsweise einem Telefonat im Frühjahr des Jahres. Sabine Tettenborn, die Produzentin von Polyphon Pictures kündigte eine Besichtigung der Örtlichkeiten an. Unter anderem waren Regisseur Micky Rowitz und die Aufnahmeleiter Detlev Jansen, ToMo Möller und Lisa Niederauer mit von der Partie. Am Faszinierendsten fanden sie das Ambiente der überdachten Kirchenruine mit ihrer mittelalterlichen Architektur, dem hellen gotischen Chor und dem Bronzeheiland vor der Blutbuche im Englischen Garten. „Das hat überzeugt und viele andere Klosterkirchen als Drehort abgehangen.“

Stets waren circa 40 Techniker und neben den zehn Hauptdarstellern etwa 20 Komparsen vor Ort. Sie kamen von Flensburg bis Garmisch, die „Küchenkutsche“ kochte normal, vegetarisch, vegan und Gluten frei. Die ganze Abtei wurde in Beschlag genommen, im „Heiligtum“ der Stiftung – dem „Stüffje“ – waren die weiblichen Komparsen (Ordensschwestern des Klosters St. Lioba) einquartiert. Ihre Ordenstracht hatte man aus der Serie „Um Himmels Willen“ übernommen. Hauptdarsteller David Rott antwortete auf die Frage „„Da hilft nur beten!““ wurde im Westerwald gedreht. Was ist für Sie das Besondere an diesem Landstrich?“ Folgendermaßen: „Der Westerwald, in dem wir gedreht haben, bringt eine große, landschaftliche Idylle mit sich, deren ich mich nicht erwehren kann. Sowieso geht mir, umso älter ich werde, die Natur seltsam nahe.“

Am 22. September war der Film im Kasten, harrte des Schnitts und sollte im Frühjahr 2022 ausgestrahlt werden. Unter anderem der Ukrainekrieg ließ den Termin verschieben, so dass er nun endlich am Freitag, 3. Februar, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen sein wird. (PM)


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