Werbung

Region |


Nachricht vom 24.10.2007    

"Stolpersteine" auch in Ingelbach

Vier "Stolpersteine" gegen das Vergessen wird der Kölner Bildhauser Gunter Demnig am 4. November vor der alten Schule in Ingelbach verlegen. Die Steine sollen an die jüdische Familie, die Ingelbach 1939 verlassen musste und später im KZ umkam.

gunter demnig

Ingelbach. Am Sonntag, 4. November, 9.30 Uhr, wird der Kölner Bildhauer Gunter Demnig vor der Alten Schule in Ingelbach, (Hauptstraße 33) vier "Stolpersteine" verlegen. Dieser von einer kleinen örtlichen Initiative seit mehreren Jahren geplanter Beitrag zur regionalen Erinnerungsarbeit folgt dem Motto "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." Die Stolpersteine im Bürgersteig erinnern an Sally Veit, seine Frau Paula Veit und ihre beiden Töchter Irene und Edith. Die jüdische Familie musste 1939, einige Monate nach der Reichspogromnacht ihr Heimatdorf Ingelbach verlassen, verzog nach Köln und wurde 1941 ins KZ Lodz deportiert. Alle Familienmitglieder fielen dem Holocaust zum Opfer.
Am Vorabend der Stolpersteinverlegung (Samstag, 3. November) steht Gunter Demnig um 19.30 Uhr in der Alten Schule als Referent zur Verfügung. Er wird in einem Diavortrag die Entwicklung der "Stolpersteine" vorstellen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der Verlegung von weit über 9000 Stolpersteinen in Deutschland und vielen Nachbarländern schildern. Die Schülerinnen Theresa Weißenbacher und Nora Wazinski werden zuvor mit einer Projektarbeit aus ihrem Religionsunterricht in die Geschichte der Familie Veit einstimmen.
Herzlich eingeladen zum Vortrag und zu dem sich anschließenden Nachgespräch sind alle Ingelbacher, die örtlichen Vereine, Interessierte aus der Region sowie Schüler und Lehrer der Schulen im Kreis Altenkirchen. Die "Initiative Stolpersteine Ingelbach" freut sich auf eine rege Beteiligung. (pes)
xxx
Foto: Gunter Demnig.



Kommentare zu: "Stolpersteine" auch in Ingelbach

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Zwei weitere Corona-Tote im Kreis Altenkirchen – 157 Mutationen bestätigt

Wie die Kreisverwaltung am Dienstag, 2. März, mitteilt, gibt es zwei weitere Todesfälle im Kreis Altenkirchen im Zuge der Corona-Pandemie: In der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain ist eine 87-jährige Frau verstorben, in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld ein 85-jähriger Mann.


Zu hohe Inzidenz im Kreis: Schulen schließen, Ausgangssperre und Maskenpflicht in Fußgängerzonen

Es kam, wie es kommen musste: Die hohen 7-Tage-Inzidenz-Werte, die im Kreis Altenkirchen in den zurückliegenden Tagen errechnet wurden, bedingen zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus. Unter anderem wird der Präsenzunterricht an Grundschulen und Förderschulen eingestellt, gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr des folgenden Tages. Der aktuelle Wert beträgt 114,7.


So reagieren die Leser auf die neuen Corona-Maßnahmen im Kreis Altenkirchen

Wegen der hohen 7-Tage-Inzidenz-Werte im AK-Land haben der Kreis Altenkirchen und das Land zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus beschlossen. So wird der Präsenzunterricht zum Teil eingestellt, eine Ausgangssperre und erweiterte Maskenpflicht werden eingeführt. Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus.


AstraZeneca: Auch im Kreis lehnen Menschen den Impfstoff ab

Die einen akzeptieren ihn, die anderen wiederum nicht: Der Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca sorgt für viele Diskussionen und Ablehnung seit der Einstufung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ihn in Deutschland nur unter 65-Jährigen zu spritzen. Das Ergebnis: Zahlreiche Dosen bleiben auf Halde liegen, weil (noch) starr an der Prioritätenliste der Stiko festgehalten wird.


Betzdorf: Corona-Sünder in Fußgängerzone und Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss

Kein Mindestabstand, keine Mund-Nasen-Bedeckung – am Montag, den 1. März, traf die Polizei eine Menschenansammlung in der Fußgängerzone an, die gegen die Corona-Verordnung verstieß. Und, wie die Polizei außerdem berichtet, hatte sich am Wochenende in der Wilhelmstraße ein Unfall ereignet, bei dem der Verursacher definitiv mehr als ein Bier getrunken hatte.




Aktuelle Artikel aus Region


Für neue Wasserleitungen greifen VG-Werke tief in die Tasche

Altenkirchen. Die Verbandsgemeindewerke Altenkirchen-Flammersfeld nahmen erneut viel Geld in die Hand, um ihr Wasserleitungsnetz ...

Ab 4. März Besuch im Zoo Neuwied wieder möglich!

Neuwied. Wichtig: Die zu wählenden Zeitfenster begrenzen die Zugangszeit am Eingang, das heißt innerhalb dieser Zeit muss ...

Rüddel: Krankenhausneubau in Müschenbach löst nicht die Probleme

Müschenbach. „Der von der DRK-Betreibergesellschaft und der Mainzer Landesregierung favorisierte Neubau eines Krankenhauses ...

Zwei weitere Corona-Tote im Kreis Altenkirchen – 157 Mutationen bestätigt

Altenkirchen/Kreisgebiet. Damit sind mit oder an Corona im ganzen Kreis mittlerweile 68 Menschen gestorben. Mit einem Plus ...

Betzdorf: Corona-Sünder in Fußgängerzone und Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss

Betzdorf. Gegen 19.20 Uhr wurde am Montag, den 1. März, der hiesigen Polizei-Dienststelle eine größere Menschenansammlung ...

„Green Deal“: Hans-Werner Sinn spricht bei „vhs.wissen live“

Altenkirchen. Die Vorträge werden live gestreamt, eine Teilnahme ist somit von überall aus möglich, sofern eine stabile Internetverbindung ...

Weitere Artikel


Gemeinsamer Kandidat im Juni 2008

Altenkirchen/Neuwied. "In einer gemeinsamen Sitzung der beiden CDU-Kreisvorstände aus Altenkirchen und Neuwied haben wir ...

DRK-Fahrzeug aufgebrochen

Kirchen. In der Nacht zum Mittwoch, 24. Oktober, versuchte ein Unbekannter zunächst gewaltsam das Schutzgitter vor einem ...

Am Kindergarten wurde gezündelt

Altenkirchen. Jugendliche zündelten am Dienstagabend, 23. Oktober, am Kindergarten "Arche" im Altenkirchener Ortsteil Honneroth. ...

Viel Spaß trotz schlechten Wetters

Kreis Altenkirchen. Ein (fast) perfektes Ferienfinale feierten die Kinder aus dem Kreis Altenkirchen, die den vergangenen ...

Behinderte gestalteten Gottesdienst

Mehren. Richtig aufgeregt waren die Bewohner des Wohnheims der Flammersfelder Lebenshilfe vor dem ökumenischen Gottesdienst ...

Vorsicht, wenn Fremde klingeln

Daaden. "Hilfsbereitschaft an der Wohnungstür zahlt sich meistens nicht aus", meint Kriminalhauptkommissar Jürgen Quirnbach ...

Werbung