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Pressemitteilung vom 03.02.2023    

Mit dem Elektroauto zum Ausbildungsbetrieb - erstes Zwischenfazit zum Projekt "AzubiMobil"

Der Weg zum Ausbildungsbetrieb oder zur Berufsschule gestaltet sich für Auszubildende in ländlichen Regionen oft schwierig. Das von der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen initiierte und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft teilgeförderte Projekt "AzubiMobil" setzt genau an dieser Stelle an.

Auszubildender Farzan Hassani (Werit) bei einer Fahrt im "AzubiMobil". (Foto: Kreisverwaltung)

Kreis Altenkirchen. Das Projekt "AzubiMobil" unterstützt in Zeiten des Fachkräftemangels auch beim Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke. Aus der Region sind die Sparkasse Westerwald-Sieg (Bad Marienberg), Werit Kunststoffwerke W. Schneider GmbH & Co. KG (Altenkirchen) und die Bierbaum & Nöll GmbH & Co. KG (Niederfischbach) dabei.


Wann bekommen Azubis das "AzubiMobil"?
Den teilnehmenden Betrieben werden für zwei Jahre Elektrofahrzeuge zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt, die wiederum von den Auszubildenden kostenlos für Fahrten zur Ausbildungsstelle, zur Berufsschule, aber auch für private Fahrten genutzt werden dürfen. Im Gegenzug müssen die jungen Menschen sogenannte "Gemeinwohlpunkte" sammeln, die sie durch soziales Engagement erhalten, beispielsweise eine Einkaufsfahrt für den älteren Nachbarn, Rasenmähen oder die Mitnahme von anderen Azubis zur Berufsschule.

Die Unternehmen selbst verpflichten sich, eine Ladesäule oder Wallbox auf dem Betriebsgelände anzubringen. Vor etwas mehr als einem Jahr fuhren die "AzubiMobile" zum ersten Mal auf den Kreisstraßen - Zeit für ein Zwischenfazit: "Das Projekt kommt bei unseren Auszubildenden gut an und ist für uns aufgrund der 80-Prozent-Förderung durch den Bund ein attraktives Angebot ", so Ingo Etzbach, Ausbildungsleiter bei der Sparkasse Westerwald-Sieg. Kritisch äußerte sich Etzbach gegenüber der eher schlecht ausgebauten Ladeinfrastruktur auf dem Land, die den Auszubildenden die Nutzung der Elektrofahrzeuge erschwere. Insbesondere bei nicht alltäglichen Fahrten ist eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur ein maßgeblicher Faktor für die Akzeptanz der Elektromobilität. Auch die Firma Werit nimmt mit zwei Fahrzeugen am Projekt teil.



"Die Organisation und gerechte Verteilung der Fahrzeuge gestaltet sich bei einer größeren Anzahl an Azubis manchmal etwas schwierig, aber wir haben mittlerweile einen für uns guten Rhythmus gefunden, durch den alle gleichermaßen an den Elektrofahrzeugen teilhaben können", erklärt Timo Bröker, Auszubildender bei der Firma Werit. "Die hohe Nachfrage zeigt, dass das Projekt bei den jungen Leuten einen Nerv trifft und der Umgang mit den Elektrofahrzeugen keine Hemmschwelle darstellt", schließt Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen.

Über betriebliche Fahrgemeinschaften werden von den Auszubildenden zum jetzigen Zeitpunkt die meisten Gemeinwohlpunkte erzielt, die sie in regelmäßigen Abständen der Wirtschaftsförderung des Kreises zurückmelden. Die Fahrgemeinschaften fördern dabei nicht nur den Gemeinschaftssinn, sondern reduzieren auch die CO2-Emission.

Das Modellprojekt wird noch bis Herbst 2023 fortgeführt und dann mit Auslaufen der Förderung enden. Im Anschluss sollen mögliche Erkenntnisse als Ideenvorlage für zukünftige Ansätze in der Region weitergeführt werden", so die beiden Verbundprojektpartner Lars Kober und Josef Bühler, Geschäftsführer der neuland+ GmbH & Co. KG. Ob Nachfolgeprojekte entstehen und wie diese aussehen werden, hängt dabei sicherlich auch zu einem großen Teil vom Interesse der heimischen Unternehmen ab. (PM)


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