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Nachricht vom 05.02.2023    

Auch nach der langen Pause: Prunksitzung der "Fidelen Jongen" Pracht wieder ein Highlight

Von Klaus Köhnen

Am Samstag (4. Februar) war es endlich so weit: Die Karnevalsgesellschaft (KG) "Fidele Jongen" Pracht lud zur großen Sitzung in die Narhalla nach Hamm/Sieg. Trotz oder gerade wegen der Corona-Zwangspause strömten zahlreiche Besucher in die geschmückte Halle. Die Organisatoren um Sitzungspräsident Steven Röder freuten sich über den großen Zuspruch.

"Das große Tanzcorps" der Fidelen Jongen Pracht. (Bilder: kkö)

Hamm/Sieg. Nachdem die Partyband Sunshine, die bereits seit 20 Jahren mit den Fidelen feiert, das Publikum mit den bekannten Liedern aus dem Karneval unterhalten hatte, ging es los. Die KG Fidele Jongen Pracht zog mit allen Gruppen in die Halle ein. Sitzungspräsident Steven Röder, der auch für das Programm verantwortlich zeichnete, und der Elferrat wurden von allen Gruppen der KG begleitet. Die Bühne konnte die große Zahl der Karnevalisten kaum fassen.

Der Sitzungspräsident Steven Röder ging kurz auf die abgelaufenen Jahre ein. Hier hatte man sich einiges einfallen lassen, um den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft zu stärken. So gab es Onlineangebote, die, so Röder, viel Zulauf hatten. Röder konnte einmal mehr viele Ehrengäste, darunter die Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Erwin Rüddel als Vertreter der Rheinischen Karnevalskooperationen und Vertreter der Banken, begrüßen. Nachdem der Elferrat auf dem "Narrenschiff" Platz genommen hatte, räumten die Tanzkorps die Bühne.

Die "Fidelen Küken" eröffneten das Programm

Wie in jedem Jahr sind die jüngsten Tänzer der KG die Eisbrecher. Die "Fidelen Küken", Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren, fieberten ihrem ersten öffentlichen Auftritt entgegen. Trotz leichter Probleme mit der Technik meisterten die Kinder ihren Auftritt bravourös. Das Publikum forderte lautstark eine Zugabe. Den Trainerinnen Andrea Reichmann und Britta Kleine der kleinsten "Fidelen" fiel ein Stein vom Herz, als der Applaus aufbrandete.

Den Küken folgte dann der erste Redner des Abends. Peter Kalb, in der Figur "Ne komische Heilige", der die "Husmeester vom Bundestag" vertrat, berichtete aus seinem Familienleben. Ein ums andere Mal gab es Lachsalven im Saal. Sicher haben sich die eine oder der andere in den Aussagen wieder erkannt.

Dem Redner folgten dann die "fidelen Bühnenfeger" der KG. Auch diese Tanzgruppe konnte wieder überzeugen. Die jungen Tänzer im Alter von 10 bis 18 Jahren zeigten in jedem Jahr eine gekonnte Mischung aus Akrobatik und Tanz. Das Publikum honorierte die Leistung mit langanhaltendem Applaus. In der Pandemiezeit hatten die Karnevalisten einige Tänzer aus den "Bühnenfegern" und den "Bühnenküken" verloren. So wurde kurzerhand eine gemischte Truppe aufgestellt, die sich bei der Sitzung - wohl letztmalig - präsentierte.

Jecke Gäste und freche Vögel
Den Tänzern folgte eine große Abordnung der KG Wissen. Mit dabei waren auch die Regenten der Nachbarstadt Prinz Daniel I. und Prinzessin Sandra I. sowie die Kinderprinzessin Mia I.. Danach waren Fred van Halen und sein frecher Vogel Aky an der Reihe. Das weit über die Grenzen des Rheinlandes hinaus bekannte Duo reizt sein Publikum durch seine unnachahmliche Art immer wieder zu Begeisterungsstürmen. Die Sorgen des Alltags werden komödiantisch verpackt und auch die Besucher mal durch den Kakao gezogen.



Besonders das weibliche Publikum hat es dem kecken Vogel angetan und er flirtet oft zur "Unbill" von Fred van Halen mit diesem. Wenn Aky eine junge Frau mit den Worten: "Schönes Schiff – ich heiße Aky, willst du bei mir anlegen?", anflirtet, weist sein Freund Fred ihn zurecht. Allerdings macht genau dieses den Auftritt so erfrischend. Immer dreist, aber niemals verletzend, bringen die beiden das Publikum in die richtige Stimmung. Ohne Zugabe kamen die Künstler nicht von der Bühne der Raiffeisenhalle.

Rheinischer Frohsinn Schlag auf Schlag
Die heimische Band „Hännes“ begeisterte das Publikum mit bekannten Liedern des rheinischen Frohsinns. Auch sie wurden lautstark gefeiert und das Publikum sang die bekannten Titel mit. Den Abschluss der ersten Halbzeit gestaltete das große Tanzcorps der KG und zeigte erneut sein tänzerisches Können. Die Tänzer hatten Lust auf die Bühne, wie Sitzungspräsident Röder es nannte. Dies war den Aktiven anzumerken und wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. Die geforderte Zugabe gaben die Mitglieder des Tanzkorps dann gerne.

Nach der Pause ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Den Auftakt in die zweite Hälfte machte die KG Altenkirchen. Auch diese Besucher der Sitzung hatten das Tanzkorps dabei. Es folgte eine Persiflage auf die Generationsunterschiede. Hierbei stand der jeweilige Musikgeschmack im Mittelpunkt. Die Akteure, allesamt Mitglieder des Tanzcorps, stellten den Musikgeschmack in verschiedenen Kostümen dar. In diesem Jahr war die Bühne zur Almhütte geworden. Was sich dort, in Sachen hochprozentiger Getränke tut, zeigten die Tänzer mit Schwung und Gesang.

Die Showtanzgruppe der Hobby-Carnevalisten aus dem Erbachtal und ihr Dreigestirn begeisterten dann das Publikum. Den Abschluss der Veranstaltung übernahm die Band "Brass on Spass" aus Eschweiler. Die Musiker brachten den Saal zum Kochen. Bereits seit 1986 sind sie mit bekannten kölschen Tönen und Partyhits auf den Bühnen des Karnevals unterwegs. Sie fühlen sich überall zu Hause, wo gefeiert wird. Ihr Ziel ist es, das Publikum mitzunehmen und zu einer hüpfenden, tanzenden, schunkelnden und mitsingenden Einheit zu formen, was ihnen immer wieder gelingt. Die Karnevalisten feierten dann mit zahlreichen Gästen eine erfolgreiche Veranstaltung. (kkö)



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