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Nachricht vom 26.02.2023    

AKTUALISIERT - Gebäudebrand in Bruchertseifen: Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz

Von Klaus Köhnen

Am Sonntag (26. Februar) wurde die Freiwillige Feuerwehr Hamm gegen 15.50 Uhr zu einem Gebäudebrand alarmiert. In Bruchertseifen brannte es in einem ehemaligen Hotel. Kurz nach dem Alarm für die Freiwilligen aus Hamm wurde die Freiwillige Feuerwehr Wissen ebenfalls alarmiert. Die Bundesstraße (B 256) musste für die Löschmaßnahmen gesperrt werden.

Die starke Rauchentwicklung zog durch den Ort. (Bilder: kkö)

Bruchertseifen. Die Rauchwolke war weit über den Ort hinaus sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Anbau des ehemaligen Hotels bereits im Vollbrand. Zunächst mussten die Kräfte der Feuerwehr sich einen Überblick darüber verschaffen, ob noch Personen im Gebäude sind. Das Gebäude dient derzeit als Unterkunft für Asylbewerber, was die sprachliche Verständigung zusätzlich erschwerte. Es gelang der Einsatzleitung aber, zeitnah Informationen zu bekommen. Sieben Personen hatten sich mit leichter Rauchgasvergeiftung ins Freie retten können, eine achte Person wurde vermisst und man musste davon ausgehen, dass sie sich noch im Gebäude befand. Dies erhöhte natürlich die Brisanz an der Einsatzstelle. Brandermittler begannen mit der Absuche des stark beschädigten Gebäudes und mit der Brandursachenermittlung im Brandobjekt. Dabei wurde eine verstorbene Person gefunden, bei der es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den vermissten Hausbewohner, einen 64-jährigen Mann handelte.

Die Feuerwehr ging mit mehreren Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor. Der Auftrag lautete: Menschenrettung und Brandbekämpfung. Parallel wurden mehrere Schlauchleitungen aufgebaut, um die Pumpen der Löschfahrzeuge zu versorgen. Der Brand wurde im Innenangriff und über die Drehleitern aus Hamm und Wissen von außen bekämpft. Erschwert wurde der Einsatz durch die stark verwinkelte Bauweise des Gebäudes. Es war, so die Einsatzleitung, damit zu rechnen, dass der Dachstuhl im hinteren Bereich dem Feuer nicht standhalten würde, zeitweise musste der Einsatz wegen Einsturzgefahr unterbrochen werden. Der erhebliche Einsatz von Löschwasser zeigte Wirkung. Im weiteren Verlauf musste das Dach im hinteren Teil des Gebäudes abgetragen werden. Dies wurde über die beiden Drehleitern ausgeführt.

Da eine größere Anzahl von Menschen betreut werden mussten, wurde durch die Leitstelle, der "ManV-Alarm" ausgelöst. Dies bedeutet, dass beim Massenanfall von Verletzten oder zu Betreuenden Kräfte des DRK aus dem gesamten Kreis alarmiert werden. Im Einsatz waren mehrere Rettungswagen und auch der Notarzt aus Altenkirchen, darunter der DRK-Ortsverein Altenkirchen-Hamm mit einem Rettungswagen und fünf Einsatzkräften. Ebenfalls im Einsatz waren der organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie der Leitende Notarzt. Der Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur des Kreises, Ralf Schwarzbach, koordinierte die Kräfte des Landkreises.



Die beiden Freiwilligen Feuerwehren waren unter der Leitung des Wehrleiters aus Hamm, Heiko Grüttner, mit rund 60 Kräften vor Ort. Der Grundschutz in den Gemeinden wurde durch den Löschzug Schönstein der Feuerwehr VG Wissen gestellt. Die Feuerwehreinsatzzentrale in Hamm war ebenfalls mit mehreren Feuerwehrleuten besetzt. Die Polizei Altenkirchen war mit acht Beamten vor Ort. Diese mussten öfter eingreifen, da einige Bewohner, trotz der Gefahr, immer wieder versuchten, in das Gebäude zu gelangen.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hamm, Dietmar Henrich, machte sich vor Ort schon während des Feuerwehreinsatzes ein Bild der Lage: Das Gebäude ist unbewohnbar, die Bewohner konnten zwischenzeitlich vom DRK Ortsverein Altenkirchen sowie dem Ortsbürgermeister von Bruchertseifen in anderen Wohnungen untergebracht werden.
Aktuell kann das Gebäude wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden. Eine weitere Suche wird nach Hinzuziehung eines Statikers und Durchführung von Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Es kann derzeit eine Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich angenommen werden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von Beamten der Kriminalinspektion Betzdorf aufgenommen. (kkö)



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