Werbung

Nachricht vom 11.03.2023    

Nach Habeck-Vorschlag zu Öl- und Gasheizungen gibt es heftige Diskussionen

Der Einbau von neuen Öl- und Gasheizungen soll ab 2024 verboten werden - zumindest, wenn es nach dem Willen des grünen Klimaministers Robert Habeck geht. Dies geht aus den durchgesickerten Plänen hervor.

Aktuelle Diskussion: Wann müssen alte Öl- und Gasheizungen ausgetauscht werden? Ab wann dürften keine neuen reinen Gas- und Ölheizungen mehr eingebaut werden? Foto: Wolfgang Tischler

Region. Der heimische Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen wird für die SPD den geplanten Gesetzentwurf mitverhandeln. Er findet: "Bei dem nun veröffentlichten Vorschlag kommt die ländliche Perspektive eindeutig zu kurz."

Der Abgeordnete räumt direkt zu Beginn mögliche Missverständnisse aus dem Weg: Das geplante Gebäudeenergiegesetz sehe nicht vor, dass Menschen ab 2024 keine Öl- oder Gasheizung mehr haben dürfen. Es gehe darum, dass ab diesem Jahr keine neuen klassischen Öl- und Gasheizungen mehr eingebaut werden sollen. Bei der Umsetzung des Vorschlags stehe für den Abgeordneten an erster Stelle, dass sich der Inhalt am Machbaren orientiere: "Hauruck-Vorschläge sind kontraproduktiv. Denn der Heizungsmarkt ist jetzt schon überlastet, ebenso wie die Kapazitäten im Handwerk." Diedenhofen fordert außerdem vernünftige Übergangslösungen: "Der Tausch einer Heizung ist auch immer eine wirtschaftliche Frage."

Dass Öl- und Gasheizungen nach dem Willen des Wirtschaftsministeriums spätestens nach 30 Jahren ausgetauscht werden sollen - auch, wenn sie noch einwandfrei funktionieren - lehnt er ab. "Es ergibt keinen Sinn, eine funktionierende Heizung austauschen zu müssen. Das werde ich in den Verhandlungen deutlich machen." Dabei rechne er mit Bewegung von Seiten Robert Habecks und der Grünen. "Ich werde mich für einen vernünftigen Kompromiss einsetzen, der die ländliche Perspektive und pragmatisches Handeln im Blick hat."

Entscheidend ist die eingesparte Tonne CO₂

Die heimische Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen Sandra Weeser (FDP) gibt zu dem geplanten Gesetz das nachfolgende Statement ab: "Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele im Gebäudebereich sollten wir uns daran orientieren, was wirtschaftlich und sozialverträglich machbar ist. Es bringt dem Klimaschutz gar nichts, wenn ab 2024 neue Gas- und Ölheizungen verboten werden, gleichzeitig aber nicht genug Handwerker verfügbar sind und Eigentümern die Ressourcen fehlen, um neue Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien einzubauen.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte Mittelhof

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenleitung (m/w/d) Vollzeit in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Vorarbeiter / Teamleiter Fahrzeugbeschriftung & Folientechnik (m/w/d)

BeschriftungsMeister.de
56593 Horhausen (Westerwald)

Mitarbeiter Versuchswesen & Agrartechnik (m/w/d)

EUROGREEN GmbH
57520 Rosenheim (Landkreis Altenkirchen)

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt zum 01.01.2027

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Entscheidend ist die eingesparte Tonne CO₂. Deshalb sollten wir auf technologieoffene Maßnahmen setzen. Gasheizungen können beispielsweise mit Biomethan oder grünem Wasserstoff klimaneutral genutzt werden. Eine weitere Stellschraube ist die Optimierung der Gebäudehülle. Wir müssen den Bau neuer und die Sanierung alter Wohngebäude erleichtern und nicht neue Hürden schaffen. Die Energiewende wird nur mit und nicht gegen die Bürgerinnen und Bürger gelingen."

Hintergrund des geplanten Gesetzes ist, dass in Deutschland mehr als ein Drittel der CO₂-Emissionen im Gebäudesektor ausgestoßen werden. Diedenhofen dazu: "Wenn wir die Erderwärmung bremsen wollen, müssen wir klimaschädliche Heizungen Stück für Stück austauschen und Häuser weiter energetisch modernisieren. Da sind sich alle Akteure einig. Das muss bezahlbar, fair und pragmatisch passieren." Unabhängig von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas zu werden, sei spätestens seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht nur klimapolitisch, sondern auch im Lichte der Versorgungssicherheit und der wirtschaftlichen Stabilität geboten.
(red)


Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Politik


Termin verschoben: Johannes Behner lädt zum Feierabendgespräch nach Rennerod ein

Die zweite Gesprächsrunde "Klartext - Das Feierabendgespräch" mit dem Landtagsabgeordneten Johannes Behner, ...

Protest gegen Basaltabbau: "Nauberg soll Naturschutzgebiet bleiben"

Ein breites Bündnis aus Politik, Naturschutz und Zivilgesellschaft aus den Kreisen Altenkirchen und Westerwald ...

Ellen Demuth lobt Reformen bei BAföG und Meisterförderung

Der Deutsche Bundestag hat diese Woche über zwei bedeutende Reformen beraten, die sowohl Studierende ...

Tagungen in Siegen beleuchten Einfluss digitaler Medien auf geopolitische Konflikte

Was Menschen über Kriege, Machtverschiebungen und internationale Konflikte wissen, basiert längst nicht ...

Ellen Demuth begrüßt Reform der Notfallversorgung

Die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth (CDU) sieht in der beschlossenen Reform einen Schritt zu einer ...

Grüner Abend: Wie Naturschutz vor Ort helfen kann

Beim Grünen Abend in Wissen hat Michelle Haas über die Folgen des Klimawandels und den Verlust der Artenvielfalt ...

Weitere Artikel


Neue LEADER-Region Westerwald-Sieg startet zum 1. Juli

Der Countdown für den Start der neuen LEADER-Förderperiode (2023-2029) für die Region Westerwald-Sieg ...

Rüddel ist für Humanität und Ordnung in der Asyl- und Flüchtlingspolitik

"Den Vorschlag zur Gründung einer Bundesagentur für Einwanderung, einer ‚Work-and-Stay‘-Agentur begrüße ...

Kleidertausch in Altenkirchen

Nach dem Erfolg der letzten beiden Kleidertauschpartys in der Jugendkunstschule Altenkirchen, findet ...

Landkreis und Tibetfreunde Westerwald zeigen sich solidarisch mit Tibet

Die Tibet-Initiative Deutschland ruft Städte, Gemeinden und Landkreise Jahr für Jahr auf, am 10. März, ...

Jürgen Rüttgers referiert - CDU lädt alle Interessierten zum "offenen" Kreisparteitag ein

Die heimische Kreis-CDU lädt für Samstag, den 18. März ab 10 Uhr alle interessierten Bürger zu einem ...

Seniorenakademie beschäftigte sich mit dem Monat März

Themen rund um den Monat März standen im Mittelpunkt des jüngsten Nachmittags der Seniorenakademie im ...

Werbung