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Pressemitteilung vom 17.03.2023    

CDU-Kreistagsfraktion Altenkirchen fordert Prüfung von Tele-Notarzt-System im Kreis

Die CDU-Fraktion im Kreistag Altenkirchen hat einen Antrag gestellt, um die Möglichkeiten eines ergänzenden Tele-Notarzt-Systems im Kreis zu prüfen. Ziel sei es, bei positiven Aussichten konkrete Investitions- und Kooperationsprojekte zu erarbeiten, so die Fraktion in einer Pressemitteilung. So könnten die drei Notarztzentralen des Kreises entlastet werden.

(Symbolfoto. Quelle: Pixabay)

Kreis Altenkirchen. Die medizinische Versorgung sei eine zentrale Herausforderung des Kreises Altenkirchen, die durch die demografische Entwicklung und die Bewegungen in der Versorgungslandschaft noch größere Lösungsschwierigkeiten bereithalte. Eine lückenlose Notarztversorgung sei jedoch unerlässlich. Pilotprojekte im Bereich der Tele-Notärzte zeigten vielversprechende Ergebnisse, heißt es in der Mitteilung. Dabei wird ein Notarzt digital in einen Rettungswagen geschaltet.

"Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Zeit ohne Arzt wird verkürzt, Anfahrtswege werden gespart und die wenigen Notärzte können da eingesetzt werden, wo Ihre Hände gebraucht werden", erklärt Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer. "Im Bereich der Notarztversorgung könnten Tele-Notärzte etwaige Versorgungslücken schließen und die Qualität der Versorgung steigern. Und das ist immens wichtig, denn: Es geht hier um Minuten, die über Leben und Tod entscheiden."

Verkürzung der Intervalle ohne Arzt
Das Projekt einer telemedizinischen Rettungsassistenz wurde bereits 2014 in Aachen ins Leben gerufen. Dort unterstützt ein Tele-Notarzt die Rettungsteams bei der Erstversorgung von Patienten. Der Einsatz von Notärzten konnte dabei um 50 Prozent gesenkt werden. "Nach erster Anamnese können Rettungsteams entscheiden, ob sie konventionell einen Arzt hinzuziehen oder ein Tele-Notarzt, beispielsweise für die Bewertung von Vitaldaten, der Schmerzbehandlung oder einfachen Schlaganfällen, hinzugezogen werden kann", erklärt Justus Brühl, Fraktionsgeschäftsführer Wäschenbach. "Die Telenotärzte unterlaufen dafür eine spezielle Schulung." Die Erfahrungen zeigten, dass die Intervalle ohne Arzt verkürzt werden konnten und das Rettungssystem im gesamten Kreisgebiet gestärkt wurde, kommentiert Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach, der sich schon seit geraumer Zeit, auch in Kooperation mit der Universität Siegen, im Bereich Telemedizin einsetzt.




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Eine telemedizinische Rettungsassistenz könne zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung und der Dokumentation führen, betont Dr. Matthias Reuber, Landtagsabgeordneter der CDU. "Der Kreis Altenkirchen muss die Möglichkeiten für unsere Region sondieren, um die Notfallrettung in Zukunft weiter zu verbessern."

Die Kreisverwaltung solle nun die Möglichkeiten der Einrichtung eines Tele-Notarzt-Systems im Kreis prüfen und zusammen mit den rechtsrheinischen, umliegenden Landkreisen auf die Einführung eines Tele-Notarzt-Systems hinwirken, so die CDU-Fraktion. (PM)


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