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Nachricht vom 20.03.2023    

Heupelzen: Friedhelm Adorf startet bei Senioren-Leichtathletik-WM in Polen

Mit kontinentalen und weltweiten Meisterschaften beenden die Leichtathleten alljährlich ihre Saison unterm Dach. Auch die Sportler, die schon in die Jahre gekommen sind, freuen sich auf Wettkämpfe im polnischen Torun, bei denen die Besten in der Halle ermittelt werden.

Mit Volldampf ist Friedhelm Adorf (links) in diesem Lauf über 200 Meter unterwegs. (Foto: privat)

Heupelzen. Die Koffer sind gepackt, der Kleinbus ist startklar gemacht. Für Seniorenleichtathlet Friedhelm Adorf aus Heupelzen könnte die Uhr gerne schnelleren Schrittes voranschreiten, denn er fühlt sich topfit, um das für ihn Optimale bei der Hallen-WM in Torun (Polen) herausholen zu können. Los geht die Fahrt Richtung Osteuropa am Freitag, 24. März, starten die Konkurrenzen am Sonntag, 26. März, und enden am Samstag, 1. April. Der 79-Jährige ist für die Laufstrecken über 60, 200 und 400 Meter gemeldet und erhofft sich zwei Teilnahmen in deutschen Staffeln (4x200 Meter der Männer, 4x200 Meter Mixed mit zwei Männern und zwei Frauen). „Die Vorbereitung ist klasse gelaufen, ich fühle mich richtig gut“, sagt Adorf, der international gesehen noch in der Klasse M75 starten muss, national jedoch schon der M80 angehört. Ausschlaggebend für die „globale“ Einordnung ist der Tag des Geburtstages (bei Adorf der 25. September), während auf Ebene des Deutschen Leichathletik-Verbandes das Jahr (jeweils vom 1. Januar an gerechnet), in dem der Sprung in die nächsthöhere Klasse ansteht, zählt.

Ziele nicht allzu hoch angesetzt
Das ist auch der Hintergrund, warum Adorf seine Ziele als einer der ältesten Mitmachenden in M75 nicht allzu hoch ansetzt. Medaillenchancen rechnet er sich, wenn er alleine unterwegs ist, nicht unbedingt aus, „wenn ich über 200 und 400 Meter auf den Plätzen drei, vier oder fünf liege, wäre das gut“, sagt er, über 60 Meter könne er nur mit einem „Bombenstart“, wenn er ganz knapp an einem Frühstart vorbeischramme, gut abschneiden, falls er den Endlauf erreichen sollte. Ist Adorf Teil eines oder gar beider Quartette, sieht er die Möglichkeit, mit Edelmetall dekoriert zu werden, schon weitaus besser. Sollte er dennoch mit leeren Händen in den Westerwald zurückkehren, „wäre das schon schlimm“. Dafür, dass es beim ersten Saisonhöhepunkt so richtig nach seinem Geschmack läuft, dafür hat er in den zurückliegenden Wochen jeden Tag trainiert. In der Halle, unter freiem Himmel oder im Fitness-Studio war der Ehrenbürger der kleinen Gemeinde in der Nähe des Beulskopfs ständiger und gern gesehener Gast.




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Linke Wade zwickt nicht mehr
Vorbei sind auch die Tage, in denen es in den linken Wade andauernd zwickte. Adorf verordnete sich ein wenig Ruhe, ließ sich von einem Physiotherapeuten regelmäßig behandeln und siehe da, die Muskulatur ist wieder auf volle Belastung fixiert. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass andere Übungsinhalte unter Trainer Reiner Falk von der TLG Troisdorf Adorfs „Muckis“ in Bedrängnis gebracht hatten. Da war es um das Aufsetzen der Füße und um die Körperposition beim Lauf, die nach einer Forderung Falks „weiter nach vorne gerichtet“ sein soll, gegangen. Wegen des Zipperleins musste er sogar seine Teilnahme am Hallensportfest in Fürth absagen und beim Meeting in Ludwigshafen die Zahl der Starts reduzieren, wo er nur über die 60 Meter performt hatte. Aber dieses Problem ist zum Glück Schnee von gestern. Und Adorf ist offenbar nach wie vor mit Leib und Seele dabei. Er kennt kaum Zeiten, in denen mal weniger Lust zum Training aufflammt. „Den inneren Schweinehund habe ich erschossen, ich habe keine Motivationsprobleme“, gibt er frank und frei zu. Diese Einstellung braucht er auch, denn zum einen steht vom 21. September bis 1. Oktober die Freiluft-EM der Senioren im internationalen Terminkalender, die in Pescara (Italien) angesetzt ist, und zum anderen freut er sich diebisch, wenn er in einem guten halben Jahr M80-er wird und dann als einer der Jüngsten dieser Kategorie für Furore sorgen kann. (vh)


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