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Nachricht vom 29.08.2011 - 10:27 Uhr    

Jede Menge Spaß beim Seifenkistenrennen in Forst-Seifen

Große Resonanz und Begeisterung beim 1. Seifenkisten-Rennen des Heimat- und Sportvereines "Holperbachtal" und der Ortsgemeinde Forst in Seifen. Insgesamt gingen nicht weniger als 33 Teilnehmer an den Start. Die Tagesbestzeit erzielte Johanna Arnold.

Siegerehrung in der Startklasse "10 bis 16 Jahre", die von Hartmut Steinhauer und Ralf Neuhoff vorgenommen wurde. Es siegte Johanna Arnold (2.von rechts) mit der insgesamt schnellsten Tageszeit vor Simon Happ (3.von rechts) und Jonas Gelhausen (rechts). Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

Forst-Seifen. Seifenkisten fahren macht richtig Spaß. Das wurde überaus deutlich beim erstmals vom Heimat- und Sportverein "Holperbachtal" und der Ortsgemeinde Forst im "Motodrom Oberseifen" ausgetragenen Rennen. Die Rennsportfreunde, gleich welchen Alters, kamen voll auf ihre Kosten. Von den insgesamt 33 an den Start gegangenen Teilnehmern erzielte Johanna Arnold die Tagesbestzeit.
Zahlreiche Zuschauer, die Streckensprecher Ralf Scheffner stets aktuell informierte, standen an den 320 Meter und 200 Meter langen Strecken, feuerten die Piloten im Alter von sieben bis 62 Jahren an und freuten sich über spannende Läufe um Bruchteile von Sekunden. Es wurden tolle Rennen geboten. Wenn auch unterwegs hin und wieder einige Wackler zu überstehen waren; im Ziel hatte Jeder ein Lächeln parat.
Wer beim Seifenkistenrennen bremst, oder zu oft bremst, hat es schwer auf das Siegerpodest zu gelangen. Gebremst werden sollte möglichst erst nach der Ziellinie – genau wie beim Bobfahren. Während der Fahrt muss sich der Fahrer „klein“ machen, um dem Wind keine Fläche zu bieten; unnötige Lenkbewegungen sind zu vermeiden – sie kosten ebenfalls Geschwindigkeit.
Nach der Zieldurchfahrt – zuvor waren Links- und Rechtskurven zu passieren - wurde sofort die elektronisch ermittelte Laufzeit bekannt gegeben; Piloten und Betreuer hatten somit bis zum zweiten und alles entscheidenden Lauf genügend Gesprächsstoff, um auf eventuelle Fehler eingehen zu können.
Zweimal kippten Boliden auf Grund eines Fahrfehlers um, doch zu Schaden kam niemand. Außer kleineren Schürfwunden brauchte das DRK Wissen nichts zu verarzten. Vom Start bis ins Ziel waren die beiden Renn-Strecken mit Strohballen optimal abgesichert. Lob und Anerkennung überbrachte der Vorsitzende der „Flotten Kisten“ aus Overath, Frank Gerigk-Lorenz, der von einer mustergültigen Veranstaltung von der Auswahl und Gestaltung der beiden Rennstrecken, der Verpflegung bis hin zu den zahlreichen Zuschauern sprach. Der bei vielen Meisterschaften erfolgreiche Verein war mit 11 Fahrern und 10 Seifenkisten angereist, die in einer eigenen Wertung um den Sieg und die Pokale fuhren.
Zwei professionelle Seifenkisten stellte die Ortsgemeinde Forst zur Verfügung. Diese hatte Ortsbürgermeister Jürgen Mai bereits Wochen vor dem Rennen in verschiedenen Details auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die weiteren teilnehmenden motorlosen Rennwagen trugen überwiegend die Marke „Eigenbau“. Besonders sehenswert war die Rennmaschine des fünfköpfigen Teams „Firepearl“ aus Seifen, mit der auch die Tagesbestzeit erzielt wurde. Alle entsprachen den zur Sicherheit vorgegebenen Regeln und Normen. Diesbezüglich fand vor dem Rennen eine technische Abnahme statt, ohne die keine Starterlaubnis erteilt wurde.
Die gesamte Abwicklung der Veranstaltung entsprach den Vorgaben des Deutschen Seifenkisten Derby e.V. (DSKD), dem Dachverband für motorlosen Rennsport in Deutschland.
Große Betriebsamkeit und teilweise „Hektik“ herrschte im Fahrerlager. Bis kurz vor dem Start wurden, wie auch beim Formel 1 Rennen im belgischen Spa, noch Renntaktiken erörtert. Nach dem Senken der Startflagge gab es dann kein zurück mehr.
Die Siegerehrung mit Überreichung der Pokale wurde zu einem besonderen Highlight nicht nur für die jugendlichen Piloten. Ein besonderer Dank ging an die beiden Hauptorganisatoren Markus Arnold als Vorsitzender des Heimat- und Sportvereines sowie Ortsbürgermeister Jürgen Mai, die große Helferschar sowie den Spendern, angefangen von Firmen über Institutionen bis hin in den privaten Bereich.
Die Veranstaltung war ein toller Erfolg, nicht nur die Fahrer sondern auch die Besucher waren begeistert. Aufgrund dessen wird es sicherlich eine Fortsetzung geben. (Rolf-Dieter Rötzel)


Ergebnisse

Jugendliche 6 – 9 Jahre: 1. Louisa Römer, 2. Henrik Hoffmann, 3. Tom Hillert. Jugendliche 10 – 16 Jahre: 1. Johanna Arnold, 2. Simon Happ, 3. Jonas Gelhausen. Damen: 1. Tatjana Minor, 2. Rita Adolph, 3. Ulrike Peters. Herren: 1. Udo Gaidosch, 2. Patrick Bierther. Profiklasse: 1. Daniel Komp, 2. Sebastian Eckert, 3. Jürgen Austermühl.



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