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Nachricht vom 21.04.2023    

Altenkirchen: „Wäller Sport“ feierte mit vielen Gästen offizielle Einweihung

Gesehen und gesehen werden: Rund 120 Gäste haben sich bei der offiziellen Einweihung der neuen Geschäftsräume der Firma „Wäller Sport“ in Altenkirchen jeweils ein Bild von der Leuchtturmqualität des Domizils gemacht, das in gut elf Monaten verwirklicht wurde.

Moderator Dirk Adorf (links) führte durchs Programm, Teresa Schreiner und Volker Hammer standen ihm Rede und Antwort. (Foto: vh)

Altenkirchen. Sind es zu Normalzeiten schon rund 100 Fahrräder, die die Verkaufsfläche des neuen Komplexes der Firma „Wäller Sport GmbH“ im Gewerbegebiet an der Siegener Straße in Altenkirchen dominieren, so übertraf die Zahl der Gäste bei der offiziellen Einweihung der riesigen Heimstatt am Freitagabend (21. April) die der Velos noch ein wenig. Circa 120 Köpfe zählte die geladene Gesellschaft, die den für örtliche Verhältnisse durchaus als Megaprojekt zu bezeichnenden Zuwachs in Sachen Einzelhandel in Augenschein nehmen wollte. In gut elf Monaten war die Konstruktion vom Generalunternehmer, der Schumann Project GmbH (Altenkirchen), mit 38 Firmen in Planung und Ausführung aus dem Boden gestampft worden, haben die Türen für den Verkauf bereits seit 3. April geöffnet, während der Spatenstich am 5. Mai 2022 erfolgt war. So wird dem ein oder anderen erstmaligen Besucher gewiss ein „Ahhh“ oder „Ohhh“ über die Lippen gekommen sein beim Betreten der Verkaufsfläche, die rund 1400 Quadratmeter umfasst und im hinteren Parterre-Teil in den Sportbekleidungssektor übergeht. Ebenfalls im Erdgeschoss residiert die Werkstatt mit separatem Eingang, in der Bikes wieder fit gemacht werden.

Namensgebung nicht so einfach
Wäller-Sport-Geschäftsführer Volker Hammer berichtete, nachdem ein Countdown bis auf Null heruntergelaufen war und ein Video-Einspieler das Unternehmen ein wenig vorgestellt hatte, im Zwiegespräch mit Moderator Dirk Adorf von den ersten Gedanken an einen Neubau, weil in den beiden Ladengeschäften in der Kölner Straße alles zu eng geworden war, bis hin zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs im Gewerbegebiet und als Nachbar unter anderem des Toom-Baumarktes. Als eigentlichen Ausgangspunkt aller Überlegungen in Sachen Zukunft war Volker Hammers Tochter Teresa Schreiner mit der Frage auf den Plan getreten, wie es denn mit dem Geschäft weitergehen solle, zumal sie inzwischen auserkoren ist, irgendwann einmal die Führung zu übernehmen. Die Namensgebung sei nicht ganz so einfach gewesen. Die (alte) Bezeichnung Intersport, so Volker Hammer, hätte seiner Ansicht nach nicht die Fahrradsparte genug berücksichtigt, der Terminus „Hammer Sport“ sei bereits vergeben gewesen, also sei die Wahl auf „Wäller Sport“ gefallen, da die Firma ja im Westerwald verwurzelt sei.

„Ambiente einfach beeindruckend“
Landrat Dr. Peter Enders charakterisierte den Standort als „sehenswert am Einfallstor der Stadt Altenkirchen und das Geschäft als Bereicherung für den Standort Altenkirchen. Das wird der Hotspot für Sportbegeisterte“. Das Ambiente sei ganz einfach beeindruckend. „Der Stadtrat hat das Projekt von Anfang an positiv begleitet“, stellte Paul-Josef Schmitt als Erster Beigeordneter der Stadt Altenkirchen in Vertretung von Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz fest, „das Objekt ist schon gigantisch. Und für ein solches Geschäft ist es eine 1a-Lage in Altenkirchen.“ Der Haupteingang sei nach Norden ausgerichtet, und deswegen hätten Kunden aus Wissen oder Betzdorf eine kürzere Anfahrt (die Bemerkung ließ das Publikum ein wenig schmunzeln – so, wie es auch gedacht war). „Wichtig für Stadt und Verbandsgemeinde“, stufte Fred Jüngerich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, die Neuansiedlung ein, „der Standort gefällt mir, er ist sehr, sehr gut gewählt. Die Eröffnung von Wäller Sport in der Siegener Straße ist ein Highlight.“ Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, lobte die Familie Hammer, die so eine mutige Entscheidung für den Facheinzelhandel getroffen habe. Er sprach zudem (im Scherz) von der Industrie- und Hammer-Kammer und knüpfte so noch die Verbindung zu Volker Hammers Tätigkeit in der richtigen IHK. „Es wird sich rumsprechen, dass man hierhin kommen muss“, war sich Rössel sicher. Grußworte sprachen ebenfalls noch Architekt Guido Rörig sowie Gert Schumann als Geschäftsführer des Generalunternehmers und Simon Wünsch als Projektleiter. Die Showtanzgruppe Emotion aus Ingelbach lockerte mit ihrer Darbietung den Ablauf der offiziellen Eröffnung auf.



Alles in allem: 3900 Quadratmeter
Auch weite Teile in den oberen Gemächern sind Fahrrädern vorbehalten. Lagerbereiche in der Größe von noch einmal rund 1400 Quadratmetern werden ergänzt um das Montierareal. In den Stockwerken eins und zwei sind die Bereiche fürs Anpassen von Skischuhen, für den Online-Handel, der seit geraumer Zeit bereits betrieben wird, für den Wechsel des Winter- und Sommersortiments in Sachen Sportbekleidung, die Büro-, Technik- und Sozialräume untergebracht. Vorhanden sind Umkleide- und Duschmöglichkeiten für die Angestellten. So kommt unter dem Strich eine Nutzfläche von rund 3900 Quadratmetern zusammen. Trotz der Umbenennung in „Wäller Sport“ bleibt die Zusammenarbeit mit Intersport, der größten mittelständischen Verbundgruppe im weltweiten Sportfachhandel, und der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG), die auch bei der Planung mit Rat und Tat zur Seite stand, unangetastet. Der Hauptparkplatz ist mit 61 Buchten fertiggestellt, für die Autos der Mitarbeiter steht ein extra Areal zur Verfügung. Weitere Außenanlagen sind mit Rasen eingesät, Bäume und Sträucher gepflanzt. Hinter den Kulissen muss in dieser oder jener Ecke gewiss von Fachleuten noch die eine oder andere Hand angelegt werden, auf dem Dach fehlt nach wie vor die Fotovoltaikanlage, mit der 80 bis 85 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden sollen. Derzeit seien Halterungen nicht lieferbar, informierte Volker Hammer.

Startschuss fiel in Mudenbach
Im Rückblick auf das Geschäftsleben an alter Wirkungsstätte (Kölner Straße/jetzt vorübergehend Filiale des Elektrogeschäftes Expert Klein) hatte Volker Hammer vor wenigen Tagen zugegeben, dass ihm der Abschied nicht so leicht gefallen sei. „Als ich zum letzten Mal die Ladentüre zugeschlossen habe, habe ich meinen Vater dazu geholt. In diesem Moment hatte ich ein wenig feuchte Augen“, schaute er zurück auf das Ende einer Ära, die im Jahr 1983 begonnen hatte. Zuvor hatten die Hammers in ihrem Ladenlokal in der Marktstraße unter dem Titel „Westerwälder Kunststube“ unter anderem Pokale verkauft, nachdem in Mudenbach in einer Garage der Startschuss erfolgt war. Zum ersten Segment gesellte sich dann Sportbekleidung. Kurze Zeit später nach dem Umzug innerhalb Altenkirchens wurde das Objekt am neuen Standort gekauft. 2019 kam die Fahrradsparte hinzu. Das ständige Wachstum bedingte, dass aus Platzgründen Zweiräder sogar in einer Mietwohnung gelagert werden mussten. (vh)


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