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Nachricht vom 05.09.2011    

Jahresübung der Feuerwehr und des DRK im Gebhardshainer Land

Alle vier Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr der VG Gebhardshain und der DRK Ortsverein führten eine gemeinsame Jahresübung im Betriebsgelände der Firma Henrichs in Elkenroth durch. Zahlreiche interessierte Bürger verfolgten die Präsentationen, die den hohen Ausbildungsstand und die Einsatzmöglichkeiten der Wehrleute zeigte.

Brandbekämpfung mit Atemschutzausrüstung - heute fast Standard. Fotos: anna

Elkenroth. Mitten im Ort fand am Wochenende eine Präsentationsübung der Feuerwehr des Gebhardshainer Landes statt, an der etwa 80 Wehrleute beteiligt waren. Die Löschzüge I Steinebach, Löschzug II Kausen, Löschzug III Elkenroth/Nauroth und Löschzug IV Rosenheim, sowie die DRK Bereitschaft Elkenroth waren im Einsatz.
Zahlreiche kleine und große Bürger kamen um die Hilfskräfte bei ihrer Demonstrationsübung zu beobachten. Dies war auch Sinn und Zweck der Jahresübung, die von Wehrleiter Peter Benner kommentiert wurde. Unter den Zuschauern befanden sich auch der Kreisfeuerwehrinspekteur Eckhard Müller, die Bürgermeister Peter Schwan und Heiner Kölzer, der Wehrführer Willibald Schuhen und Joachim Brenner, der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Gebhardshain.
Beginnend an einem Gebäudekomplex mit Schreinerei, Getränkemarkt und Lager, war im ersten Szenario ein Brand entstanden. Der LZ III und der LZ IV rückten an, zwei Einsatzkräfte demonstrierten, wie sie sich im Kriechgang dem Brand näherten, per Schlinge eine Tür vorsichtig öffneten und mit einem Wassersprühstoß den ihnen entgegenschlagenden Rauch abkühlten. Priorität hatte natürlich die Rettung der noch im Gebäude befindlichen Personen. Diese wurden teils mit Tragetuch und einer Fluchthaube ausgestattet ins Freie gerettet.
Im zweiten Übungsabschnitt musste eine verunglückte Person von einem Dach geborgen werden. Hier stieg neben den Wehrleuten auch ein Ersthelfer des DRK hinauf, um den Verletzten vorab zu versorgen, bevor dieser auf einer Trage liegend mittels einer Steckleiter vorsichtig zu Boden gelassen werden konnte.
Im dritten Szenario handelte es sich um einen Unfall, ein PKW war mit einem Gabelstapler zusammen gestoßen. Die Gabel hatte sich in die Windschutzscheibe gebohrt und die Fahrerin im Auto war eingeklemmt. Nach der Erstversorgung und Beruhigung der Verunglückten, gingen die Wehrleute des LZ II mit schwerem Gerät daran, die Tür des Fahrzeuges abzutrennen, um die Person bergen zu können. Außerdem musste ein Behältnis mit Gefahrgut abgedichtet werden, wozu sich zwei Wehrleute mit entsprechenden Schutzanzügen einkleideten.
Die vierte Aufgabe war einen Küchenbrand bei einem Partyservice zu löschen, wo ebenfalls noch Personen im Haus waren. Auch hier mussten die Wehrleute wieder mit Atemschutzausrüstung ans Werk gehen, um die Opfer zu bergen.
Zu guter Letzt saß noch ein Haustier hoch in einem Baum und fand alleine nicht wieder auf den Boden. Per Steckleiter wurde es gerettet und das Gelächter der Umstehenden war groß, als sie einen Plüschpinguin erkannten.
Alois Mockenhaupt, der stellvertretende Wehrführer des LZ III, der die Federführung der Übung hatte, zog später ein sehr positives Fazit. Zum einen sei die Übung gut verlaufen, zum anderen wären noch nie so viele Zuschauer bei einer Feuerwehrübung im Gebhardshainer Land dabei gewesen. Viele hätten sich wirklich für die Arbeit der Wehr interessiert und ganz konkret Fragen dazu gestellt. Dies habe man auch beabsichtigt, um den Menschen die Arbeit der Feuerwehr zu erklären und näher zu bringen. (anna)


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