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Pressemitteilung vom 12.05.2023    

Wenn ein Modelldampfmaschinenpräsentationsriesenrad im Technikmuseum Freudenberg steht

Wie kann man Dampfmaschinenmodelle so präsentieren, dass sie optimal zur Geltung kommen und nicht nur in der Vitrine verstauben? Die Tüftler im Technikmuseum Freudenberg sind da auf eine ungewöhnlich Idee gekommen: Sie haben ein "Modelldampfmaschinenpräsentationsriesenrad" erfunden und die ausgeklügelte Konstruktion in Eigenregie gebaut.

Das Modelldampfmaschinenpräsentationsriesenrad im Technikmuseum Freudenberg. (Fotos: Privat)

Freudenberg. "Wir haben bisher unsere Modelldampfmaschinen in Vitrinen ausgestellt, wie dies in Museen so üblich ist. Doch wir wollten hier einmal einen ganz anderen Weg beschreiten", so Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Klappert vom Technikmuseum Freudenberg. "Wir erinnerten uns an den Paternoster im Eingang des Museums, wo in einer Endlosschleife an einer Kette viele Modelle ihre Wege ziehen. So kamen wir auf die Idee, auch für die Modelldampfmaschinen etwas ähnliches zu bauen."

Von 1980-2010 baute der Siegener Erich Benfer mehr als 20 Dampfmaschinenmodelle und Generatoren verschiedener Größe. Sein Bestreben war es, alle Modelle funktionsfähig zu konstruieren, selbst herzustellen und möglichst keine fertigen Teile zu kaufen. An einigen Modellen hat er 800 bis 900 Stunden gearbeitet. Als die Familie nach seinem Tod an das Technikmuseum herantrat, um die Dampfmaschinen zu spenden, tauchte schon bald die Frage auf: Wie können wir diese tollen Stücke präsentieren?



Es wurde gezeichnet, probiert, getüftelt und schon bald kam man zu dem Schluss: Wir bauen ein Riesenrad. Sicher eine ungewöhnliche Form, auf die Modelle aufmerksam zu machen, aber das 3,50 Meter hohe Gestell mit den acht Gondeln hat schon was für sich. Und auch schnell einen Namen weg: Modelldampfmaschinenpräsentationsriesenrad. Mithilfe der Firmen Stahlbau Krämer in Mudersbach, Schrauben Wurth in Niederfischbach und Kröna in Kreuztal sowie Markus Senf, der alle Nähte schweißte, gelang es den Aktiven des Museums in relativ kurzer Zeit, ein einmaliges Präsentationsriesenrad zu bauen.

Der Clou: ein Holzgetriebe, das noch aus der Ausstellung mit Peter Lustig stammte, übernimmt den Antrieb. Die Kinder können mit diesem Schneckengetriebe das Riesenrad drehen. "Für verrückte Ideen sind wir immer zu haben. Aber dieses hier ist ein besonderer Höhepunkt unserer Fantasie", so Hans-Jürgen Klappert.


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