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Nachricht vom 30.10.2007    

Weniger als 10000 Arbeitslose

Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt hat auch im Oktober angehalten. Dies geht aus dem neuesten Arbeitsmarktbericht hervor. Besonders erfreulich für die heimische Region: Im Bereich Neuwied/Altenkirchen ist das stärkste Wachstum an Beschäftigung in ganz Rheinland-Pfalz zu verzeichnen. Erstmals seit Herbst 2000 werden hier weniger als 10000 Arbeitslose gezählt.

Region. Auch im Oktober gibt es gute Nachrichten vom heimischen Arbeitsmarkt. Die Zahl der am Ende des Monats arbeitslos gemeldeten Personen ist auf 9874 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote gemessen an allen Erwerbspersonen beträgt 6,1 Prozent nach 6,3 Prozent im Vormonat und 7,8 Prozent vor einem Jahr.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es zurzeit 2567 oder 20,6 Prozent weniger Arbeitslose. Alle Altersgruppen konnten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren, am stärksten die unter 25-Jährigen mit einem Minus von 523 oder 30,2 Prozent auf jetzt 1208 Betroffene.
Mit 3486 Langzeitarbeitslosen liegt deren Zahl um 1047 oder 23,1 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen liegt aktuell bei 35,3 Prozent. Die im Oktober gemeldeten Stellen für den 1. Arbeitsmarkt sind mit 451 auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Ein Drittel der gemeldeten Vakanzen entfällt auf die Zeitarbeit. Weiterhin wurden 37 Stellen im Baugewerbe, 35 im Gesundheits- und Sozialwesen, 25 Positionen im Gastgewerbe sowie 27 in Maschinenbau und Metallverarbeitung neu aufgenommen.
Nach jetzt vorliegenden Daten aus dem Anmeldeverfahren zur Sozialversicherung waren in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen am 31. März 2007 insgesamt 85759 Menschen sozialversicherungspflichtig (sv-pflichtig) beschäftigt.
Der Anstieg der Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahresquartal (31.03.06) lag bei 2572 Beschäftigten, die relative Zunahme von 3,1 Prozent fällt deutlich höher aus als im Durchschnitt von Rheinland-Pfalz (+ 2,3 Prozent) und ist in diesem Zeitraum die stärkste in Rheinland-Pfalz.
Im Landkreis Altenkirchen ist die Arbeitslosigkeit auch im Oktober deutlich gesunken. Am Monatsende waren 3984 Personen arbeitslos gemeldet, 1274 oder 24,2 Prozent weniger als 2006. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,8 Prozent nach 6,1 Prozent im Vormonat und 7,8 Prozent vor einem Jahr.
Besonders stark reduziert hat sich die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen. In dieser Altersgruppe sind derzeit noch 963 Arbeitnehmer/-innen arbeitslos gemeldet, 121 weniger als im September und 413 oder 30 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen ist auf 24,2 % gesunken. Erfreulich ist nach Ansicht der Agentur für Arbeit auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-jährigen Personen. Ihrer Zahl beläuft sich nun auf 500 Personen, 83 weniger als vor einem Monat und 170 oder 25,4 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen liegt derzeit bei 12,6 Prozent.
Der Anteil der Frauen an den Arbeitslosen im Kreis beträgt 57,7 Prozent, obwohl die Erwerbstätigenquote der Frauen in der Region mit 46,2 Prozent nach wie vor unterdurchschnittlich ist. Die spezifische Arbeitslosenquote der Frauen gemessen an den abhängigen zivilen Erwerbspersonen erreicht 8,1 Prozent gegenüber 5,1 Prozent bei den Männern. Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Arbeitsagentur, hierzu: "Ein weiterer Abbau der Arbeitslosigkeit in unserer Region hängt in den nächsten Jahren neben günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen primär von besseren Beschäftigungschancen für Frauen ab. Diese werden stark vom ordnungspolitischen Rahmen beeinflusst. Wichtige Themenfelder sind insoweit weitere Verbesserungen im Bereich der (Klein-)Kinderbetreuung und familienfreundlichere Arbeitszeiten. Eine Veränderung des in die beschäftigungspolitische Sackgasse führenden Mini-Job-Systems, das insbesondere Frauen zu einem Mini-Einkommen verurteilt und individuelle Entwicklungswünsche ausbremst, sowie ein Zurückdrängen des "Schwarzarbeitsmarktes" auch und gerade im Bereich der Privathaushalte gehören ebenfalls auf die Agenda. Lange diskutierte Ansätze, wie zum Beispiel junge Frauen stärker für technische Berufe zu interessieren und auch Sorge dafür zu tragen, dass entsprechende Wünsche realisiert werden können, müssen großflächiger und erfolgreicher umgesetzt werden."
Mit 147 im Oktober gemeldeten Stellen für den 1. Arbeitsmarkt bewegt sich die Personalnachfrage auf dem Niveau des Vorjahres, insgesamt liegen dem Arbeitgeberservice 288 Positionen zur Unterbreitung von Vermittlungsvorschlägen vor.
Regional betrachtet liegt die Arbeitslosenquote in und um Betzdorf mit 5,1 Prozent deutlich niedriger als in Altenkirchen mit 7,1 Prozent.


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