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Nachricht vom 28.06.2023    

Erstes Tiny Haus in Fürthen-Opsen: Aus einer Idee wurde Realität

Von Klaus Köhnen

Eigentlich wollte Fürthen einmal mit Tiny Häusern Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer schaffen. Dazu kam es nicht, aber nun steht im Ortsteil Opsen doch eines der modernen Mini-Häuser. Am Mittwoch aufgestellt, schließt es eine Baulücke im Ort und sorgte sowohl bei den Bauherren als auch in der Nachbarschaft für Staunen und große Augen.

Das Tiny Haus "schwebt ein" - Präzisionsarbeit für den Kranführer und die Bodenmannschaft (Fotos: kkö)

Fürthen. Michael Rzytki, Ortsbürgermeister von Fürthen, hatte vor einigen Jahren eine Idee: Am Bürgerhaus sollte mit zwei Tiny Häusern eine Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer und Radfahrer geschaffen werden. Finanzieren wollte die Ortsgemeinde dies mit Mitteln aus dem Leader-Projekt. Aus verschiedenen Gründen konnte dieses Projekt nicht umgesetzt werden. Im Ortsteil Opsen wurde am Mittwoch (28. Juni) ein erstes Tiny Haus aufgestellt. Helga und Willi Seelbach waren von der Idee des Ortsbürgermeisters so begeistert, dass sie ein Grundstück zur Verfügung stellten. Dieses Grundstück war, so der Ortsbürgermeister, eine sogenannte Baulücke. Ein "normales Haus" hätte wohl nur schwerlich Platz gefunden. Das nun realisierte Projekt, so die Eheleute Seelbach, konnte schnell umgesetzt werden. "Wir hatten kurz nach der Veröffentlichung einer Anzeige rund 100 Anfragen", so Helga Seelbach.

Nach dem dritten Gespräch waren sich die Eheleute Seelbach und die Familie Zimmermann aus Olpe einig. Es ging an die Realisierung. "Auch für ein solches Haus ist natürlich eine Baugenehmigung notwendig", so der Bauherr. Aber zunächst mussten die Angebote von verschiedenen Herstellern gesichtet werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Russ Holzbau aus Mittenaar. "Die Referenzen und auch die Betreuung durch das Unternehmen waren bemerkenswert", so Zimmermann weiter.



Haus per Tieflader
Das Haus, das mit einem Tieflader angeliefert wurde, hat eine Wohnfläche von rund 50 Quadratmetern. Im Vorfeld wurden alle erforderlichen Anschlüsse für Wasser und Abwasser sowie die Elektrik vorbereitet. Ebenso wurde ein Fundament aus grobem Schotter erstellt, in das die Aufnahmestellen als Betonpfosten gegossen wurden.

Nach den Vorbereitungen des großen Krans und der Traverse konnte der eigentliche "Bau" beginnen. Der Kran hob das Tiny Haus über ein Nachbarhaus und setzte es mit Unterstützung der Mitarbeiter der Lieferfirma punktgenau ab. Danach wurde das Haus auf den Betonpfosten sicher befestigt. Die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Elektrik sind die letzten Arbeiten. Zimmermann ist ganz begeister, dass sie im Laufe der kommenden Woche bereits einziehen können. Im Außenbereich wird noch ein Carport als Lagerfläche und für das Wohnmobil der Familie errichtet. Alle Beteiligten und auch die Nachbarschaft, die zahlreich zuschaute, freut sich darüber, dass diese Lücke nun geschlossen werden konnte. (kkö)


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