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Nachricht vom 30.06.2023    

Wissener Kaufmannsessen 2023: Künstliche Intelligenz bestimmte den Abend

Von Katharina Behner

Weniger als zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen aktuell die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI). Dabei ist die KI eigentlich eine Entwicklung verschiedener Technologien, die bereits auf die 1950er Jahre zurückgeht. Davon berichtete der "Tech Punk" Simon Sack beim 28. Kaufmannsessen in Wissen. Die Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt Wissen" hatte hierzu eingeladen.

Simon Sack (Mitte mit Präsent) im Kreise von Treffpunkt-Vorstand und Mitgliedern, sowie Sandra Weeser (rechts im Foto) und Berno Neuhoff (links im Foto). (Foto: KathaBe)

Wissen. Etwa 60 Gäste konnte die Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt Wissen" rund um ihren Vorsitzenden Thomas Kölschbach am Donnerstag (29. Juni) im Hotel-Restaurant Germania in Wissen zum traditionellen Kaufmannsessen begrüßen. Diesmal ging die Aktionsgemeinschaft mit neuem Konzept an den Start. Neben den Mitgliedern des Treffpunkts Wissen waren zudem alle anderen Interessierten eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das ausgewählte Vortrags-Thema traf auch diesmal wieder den Puls der Zeit. Simon Sack, Gründer, "Tech Punk" und Jungunternehmer mit eigener Firma Neurologic in Siegen, konnte als Referent gewonnen werden. Das Thema: Künstliche Intelligenz und wie sie in kleineren und mittleren Unternehmen umgesetzt werden kann.

"Treffpunkt Wissen" setzt Impulse mit Kaufmannsessen
Mit diesem gewählten Thema wolle die Aktionsgemeinschaft wieder Impulse für eine positive Entwicklung in der Stadt Wissen setzen, sagte Thomas Kölschbach zur Begrüßung der Gäste. So seien aus vorangegangenen Kaufmannsessen etwa schon die Einrichtung des Freifunk in der Stadt sowie die Webpräsenz des Wisserlandes mitbegründet. Willkommen heißen konnte die Aktionsgemeinschaft zudem die heimische Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser (FDP) und Bürgermeister Berno Neuhoff. Weeser betonte schon in ihrer Ansprache, mit der KI ständen revolutionäre Dinge bevor, allerdings müsse Deutschland "schnell werden". Dabei gelte es, einen praktischen Weg zwischen Innovation und Werten zu finden.
Neuhoff grüßte die Gäste im Namen der Stadt und Verbandsgemeinde und ließ es nicht aus, den vielen engagierten Menschen zu danken, die persönliche Begegnungen möglich machten, auch wenn die KI daneben ein sehr wichtiger Aspekt sei.

"Die Zukunft ist immer in Bewegung"
Der 27-jährige Simon Sack, renommierter Experte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz, erläuterte während seines Vortrages, was KI überhaupt bedeutet und ging auf die enormen Fortschritte der KI-Technologien ein. Diese nahmen bereits in den 1950er Jahren ihren Anfang. Deutlich zeige sich: "Die Zukunft ist immer in Bewegung". So habe etwa auch Google das Internet revolutioniert und spätestens mit der Einführung von ChatGPT sei die KI für die breite Masse verfügbar. KI-Technologien fänden bereits in vielen Bereichen des täglichen Lebens Anwendung.




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Ebenfalls deutlich wurde, dass sich mit der KI immer neue Berufsfelder auftun. Bei der Integration von KI in Unternehmen sei grundsätzlich zu beachten, ob KI die richtige Lösung für die Problemstellung ist. Dabei stehe während der Analyse die Frage im Raum, welche Daten stehen zur Verfügung. Denn die "Daten sind Treibstoff für die KI", so Sack.

Künstliche Intelligenz regulieren?
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages lag auf dem "European AI Act", einem Gesetzentwurf der Europäischen Union zur Regulierung der KI. Hierzu erläuterte Sack die wichtigsten Punkte und hob die Bedeutung einer verantwortungsvollen Nutzung von KI-Technologien hervor. Wichtig sei zudem eine ethische und transparente Entwicklung der KI. Klar wurde allerdings auch, dass Europa führend ist in Sachen Regulatoren. Das berge Vorteile, wie etwa zum Schutz der Bürger und Rechtssicherheit. Als Nachteil wurde unzureichende Flexibilität und hoher Bürokratismus genannt. Bisher nutzen weniger als zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland die Möglichkeiten der KI.

Simon Sack ist auch im KI Verband NRW aktiv, einem Netzwerk für Künstliche Intelligenz in Deutschland, bei dem die Vernetzung von KI & Deep Tech Unternehmen mit Wirtschaft und Politik forciert wird.

Quantenrechner als Lösung für ökologische Aspekte
Nach dem Vortrag hatten die Gäste die Möglichkeit, Fragen an Sack zu richten und sich zum Thema auszutauschen. Es entwickelte sich eine angeregte Fragerunde über Chancen und Risiken von KI und die Auswirkung auf die Wirtschaft. Zum ökologischen Aspekt könnten Quantenrechner die Lösung sein, so Sack. Fast philosophisch sei die Frage, ob die KI intelligenter werden könne als der Mensch.

Sandra Weeser betonte auch in der Abschlussrunde nochmals die Chancen der KI, etwa auf dem Sektor der Medizin. "Wir müssen unsere Angst überwinden". Es gelte schnell zu handeln, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. Alle Teilnehmer zeigten großes Interesse am Thema. (KathaBe)


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