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Nachricht vom 10.07.2023    

Schützen in Wissen feierten bei tollstem Sonnenschein – Sicherheitskonzept hat sich bewährt

Von Klaus Köhnen

Schützenfest in Wissen: Den Verantwortlichen des Schützenvereins Wissen war es wieder gelungen, eine der bekanntesten Gruppen auf die Bühne zu bringen. Am Sonntag und am Montag spielte „Aischzeit“ im Festzelt auf. Zahlreiche Zugteilnehmer und Besucher erlebten ein Feuerwerk der guten Laune.

Königin Astrid I.(Groth) und ...

Wissen. Der Sonntag begann mit einem Standkonzert am Platz vor dem alten Postamt. Um 15.30 Uhr setzte sich, nach drei Böllerschüssen, der lange Zug in Bewegung. Zunächst ging es zur Residenz, dem Germania. Dort wurden die amtierenden Majestäten abgeholt und reihten sich in den Zug ein. Die Parade fand dann wie traditionell üblich auf dem Marktplatz statt. Nach dem Festzug gab es zunächst Konzerte der teilnehmenden Kapellen. Nach den Strapazen des Festzuges waren alle froh, das Zelt erreicht zu haben. Pünktlich mit dem Einzug in das Festzelt öffnete der Himmel seine Schleusen und es regnete wie aus den sprichwörtlichen "Kübeln". Dazu kam ein starker Wind auf, sodass alle Zugteilnehmer froh waren, das Zelt bei bestem Wetter erreicht zu haben.

Die Majestäten und der Hofstaat nahmen derweil die Glückwünsche der Gastvereine entgegen. „Aischzeit“ eröffnete in ihrer unnachahmlichen Weise den Abend. Mit ihrer musikalischen Vielfalt begeistern sie überall die Fans. Bereits kurz nach Beginn hatten die vier Musiker ihr Publikum auf "Betriebstemperatur" gebracht. Im großen Festzelt schien die Erschöpfung des vorangegangenen Festzuges wie weggeblasen. Es wurde getanzt und gesungen. Als die Band dann in der Mitte des Festzeltes auf den Tischen stehend ihr Können zeigte, gab es kein Halten mehr. Das Zelt erzitterte unter der Stimmgewalt der zahlreichen Besucher. Viele Gäste aus den verschiedenen Schützenvereinen und Bruderschaften waren geblieben und feierten fröhlich mit. Es zeigte sich auch hier, dass alle froh waren endlich wieder feiern zu können. Vielleicht war dies auch ein wenig dem doch nicht sehr einladendem Wetter geschuldet.

Frühschoppen wieder gut besucht
Der Montag begann mit dem traditionellen Frühschoppen. Die musikalische Unterhaltung lag hierbei zunächst in den Händen der Stadt- und Feuerwehrkapelle Wissen. Unter der Leitung von Christoph Becker zeigten die Musiker die Bandbreite ihres musikalischen Repertoires. Zu den Ehrengästen zählten Landrat Dr. Peter Enders und Vertreter der kommunalen Familie. Natürlich war auch der Bürgermeister der Stadt und VG Wissen, Berno Neuhoff erschienen. Dechant Martin Kürten zählte ebenfalls zu den Ehrengästen.



Schützenoberst Karl-Heinz Henn freute sich sehr, dass Michael Bug, Vorstandsmitglied der Sparkasse Westerwald-Sieg, erschienen war. Der Ehrenbürger und Freund des Schützenwesens Ulrich Brucherseifer war ebenfalls unter den Gästen. Der Dank der Schützen ging an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Die Freude darüber, dass wieder gefeiert werden kann, war auch hier zu spüren. Königin Astrid wurde mit der Erinnerungsmedaille und einem Blumengebinde bedacht. Kapellmeister Christoph Becker und "Aischzeit" erhielten ein Geschenk der Schützen.

Teures Sicherheitskonzept
Ein besonderer Punkt war in der Rede von Karl-Heinz Henn aber die Frage, ob die Sicherheitsauflagen, wenn sie noch einmal erhöht würden, noch tragbar sind. Den Verein belastet das neue Konzept mit einer fünfstelligen Summe, so Henn. Die Landesregierung müsse den Vereinen finanziell helfen, solche Feste weiter feiern zu können. Viele kleinere Vereine stoßen mittlerweile an ihre Grenzen. Wenn das Ehrenamt fehlt, wird es keine Feste, egal ob klein oder groß, mehr geben, so Henn.

Berno Neuhoff ging in seiner kurzen Rede darauf ein, dass es ihn und alle Gäste freue, dass trotz aller Widrigkeiten und Diskussionen das größte Schützenfest im nördlichen Rheinland-Pfalz Bestand hat. Das Sicherheitskonzept habe sich als erfolgreich herausgestellt. "Auch bei den folgenden Festen wird die Innenstadt wieder komplett abgesperrt werden", so Neuhoff. "Als Verwaltung ist uns natürlich bewusst, dass dies für einige Bürger zu Einschränkungen führen wird. Aber Sicherheit für die Besucher und die Teilnehmer ist das höchste Gut", so Neuhoff weiter. "Wir als Verwaltung müssen die Kommunikation verbessern. Seitens des Rathauses waren fünf Mitarbeiter von Ordnungsamt und Bauhof, gemeinsam mit der Polizei, der Feuerwehr und dem DRK für die Sicherheit vor Ort. Für diesen Einsatz und die Arbeit des Teams um Karl-Heinz Henn bedanke ich mich im Namen von Rat und Verwaltung und sicher der meisten Bürger unserer Stadt. Es erfüllt mich mit Stolz, dass ihr die Tradition weiter lebt. Ihr seid ein Aushängeschild unserer Siegstadt", so Neuhoff. (kkö)


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