Werbung

Pressemitteilung vom 25.07.2023    

SGD Nord überprüft Schutz vor UV-Strahlung auf Baustellen

Wenn die Sonne zur Gefahr wird - Bei Kontrollen von rund 40 Arbeitgebern auf 15 Baustellen stellte die SGD Nord viele Versäumnisse bei Aufklärung und Arbeitsschutz fest. Insbesondere das Risiko der UV-Einwirkung durch massive Sonnenstrahlung auf der Baustelle scheint nur unzureichend abgedeckt zu sein.

Organisatorische Maßnahmen wie die Verlagerung der Arbeitszeiten in die Morgen- oder Abendstunden schützen die Mitarbeitenden vor schädlicher Sonneneinstrahlung. (Fotoquelle SGD/Canva)

Region. Der weiße Hautkrebs ist die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit in der Bauwirtschaft. Als Ursache gilt die für den Menschen unsichtbare UV-Strahlung, welche durch das Sonnenlicht auf die Erde gelangt. Diese erhöht nicht nur das Hautkrebsrisiko signifikant, sie fördert auch die vorzeitige Hautalterung, was sich sowohl durch Pigmentstörungen, Austrocknungen und Faltenbildung zeigt.

Der Arbeitgeber ist laut Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, die Gefährdung bei der Arbeit zu beurteilen und geeignete Maßnahmen für den Schutz der Arbeitnehmer zu ergreifen. Ob die Mitarbeitenden auf Großbaustellen im nördlichen Rheinland-Pfalz ausreichend vor den Gefahren durch Sonneneinstrahlung geschützt werden, überprüfte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord im Juni und Juli dieses Jahres im Rahmen eines UV-Schutzprojektes.

Die Gewerbeärzte der SGD Nord besuchten 15 Baustellen, auf denen sie Mitarbeitende von insgesamt 40 verschiedenen Bauunternehmen antrafen. Konkret handelte es sich um Großbaustellen im Bereich Wohnanlagen, Straßenbaustellen, Asbestsanierungsbaustellen und Haussanierungen. Die Aktion hatte zum Ziel, sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber für das Gefahrenpotenzial der UV-Strahlung zu sensibilisieren, um die Zahl der Hitze- und UV-bedingten Erkrankungen zu minimieren.

Bei den Arbeitsstättenbegehungen wurden die Mitarbeitenden zu den bisherigen betrieblichen Schulungs- und Schutzmaßnahmen befragt. Die Ergebnisse wurden im Nachgang mit Befragungen aus dem Jahr 2017 verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Arbeitnehmer zwar zwischenzeitlich besser geschult und ausgestattet werden, ihr Bewusstsein für den Hautschutz und die Vorsorgepflicht ihres Arbeitgebers jedoch weiterhin größtenteils unzureichend ist.

Etwa zwei Drittel der Baufirmen erfüllten gleich mehrere Arbeitgeberpflichten in Bezug auf den UV-Schutz nicht. Sie erhielten im Nachgang ein Revisionsschreiben, das sie darüber aufklärt, dass sie als Arbeitgeber basierend auf einer Gefährdungsbeurteilung eigenverantwortlich geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen müssen. Weiterhin wird die SGD Nord bei diesen Betrieben bei zukünftigen Prüfungen besonders auf die Umsetzung der geforderten Maßnahmen zum UV-Schutz achten.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Vorarbeiter / Teamleiter Fahrzeugbeschriftung & Folientechnik (m/w/d)

BeschriftungsMeister.de
56593 Horhausen (Westerwald)

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

pädagogische Fachkraft als Nachtwache (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Wie sich sonnenbedingte Erkrankungen verhindern lassen

Die Maßnahmen zum Sonnenschutz am Arbeitsplatz lassen sich aus dem sogenannten TOP-Prinzip ableiten. T-O-P steht für "Technische Maßnahmen", "Organisatorische Maßnahmen" und "Persönliche Schutzmaßnahmen". Technische Maßnahmen, wie die Beschattung von Arbeitsplätzen mithilfe von Überdachungen oder Sonnenschirmen, stehen an erster Stelle. Organisatorische Maßnahmen sind unter anderem die Verlagerung der Arbeitszeiten in die Morgenstunden. Zu den persönlichen Schutzmaßnahmen zählen langärmlige Oberteile, lange Hosen, UV-Schutzbrillen, Hüte oder Helme mit Nackenschutz sowie die Verwendung von Sonnenschutzcremes. Die Bedeckung des Körpers mit Kleidung schützt dabei generell besser als Sonnencremes, daher sollten vor allem jene Stellen mit Sonnencreme eingerieben werden, welche nicht durch Kleidung bedeckt werden können. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Sonnencreme sowohl vor UV-A als auch vor UV-B Strahlung schützt und ausreichende Mengen aufgetragen werden. Zudem muss regelmäßig nach gecremt werden.

Über die genannten Maßnahmen hinaus sind Arbeitgeber beispielsweise dazu verpflichtet, ihren Beschäftigten in der Nähe des Arbeitsplatzes Trinkwasser oder andere alkoholfreie Getränke bereitzustellen. Zudem müssen Arbeitgeber Arbeitnehmern, die zwischen April und September an 50 Tagen mindestens eine Stunde im Freien gearbeitet haben, eine arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten. Im Rahmen dieser Vorsorge werden die Beschäftigten individuell vom Betriebsarzt oder der Betriebsärztin zum Hautkrebsrisiko und zum Sonnenschutz beraten. Menschen ab 35 Jahren steht überdies regelmäßig über die gesetzliche Krankenversicherung eine Untersuchung zur Hautkrebsfrüherkennung zu. (PM)


Lokales: Wissen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Black Friday: Tipps für die erfolgreiche Schnäppchenjagd

Am 27. November locken zahlreiche Angebote zum Black Friday. Doch nicht alle Deals halten, was sie versprechen. ...

Effektive Maßnahmen gegen Schimmel in der Heizperiode

Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für Schimmelbildung in Wohnräumen erheblich. Die Verbraucherzentrale ...

Nachhaltige Nutzung von KI-Chatbots im Fokus

Am 12. November 2026 findet ein Online-Vortrag statt, der sich mit dem ressourcenschonenden Einsatz von ...

Tag der offenen Tür an der Marion-Dönhoff-Realschule plus

Am 21. November öffnet die Marion-Dönhoff-Realschule plus in Wissen ihre Türen für Viertklässler und ...

Hospizverein Altenkirchen dankt Ehrenamtlichen und vermittelt Wissen zur Sterbebegleitung

Der Hospizverein Altenkirchen hat seine ehrenamtlichen Mitarbeiter bei einem gemeinsamen Frühstück gewürdigt. ...

Dringender Aufruf zur Blutspende im Gebhardshainer Land

Im Gebhardshainer Land sind die Blutreserven knapp, und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft dringend zur ...

Weitere Artikel


Beförderungen und Ausbildungsstarts bei der Verbandsgemeinde Kirchen

Eine Reihe von Beförderungen und Ernennungen standen jetzt bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchen ...

Aus der Evangelischen Kita Daaden wird die Evangelische Kita Hahnengel

Die Evangelische Kita Daaden hat sich in Evangelische Kita Hahnengel umbenannt. Aus diesem Anlass lud ...

DRK-Mitarbeiter für langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt

Insgesamt 26 Beschäftigte, die ihren Ehrentag bereits im Jahr 2022 hatten, wurden durch den Präsidenten ...

Unbekannte zerstörten Schaufensterscheibe

Unbekannte Täter zerschlugen am Wochenende in der Adolfstraße in Mudersbach ein Schaufenster. Die Polizei ...

Altenkirchen: Verkehrsunfall mit Personenschaden

Am Montag (24. Juli) ereignete sich in Altenkirchen auf dem Konrad-Adenauer-Platz gegen 14 Uhr ein Verkehrsunfall. ...

Altenkirchen: Zehnjähriges Kind warf Stein gegen Wohnhaus

Am Montag (24. Juli) gegen 13.30 Uhr kam es in Altenkirchen in der Frankfurter Straße zu einer Sachbeschädigung. ...

Werbung