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Nachricht vom 08.09.2023    

"Heimat shoppen" 2023: Wissens Innenstadt wird lebendiger

Von Katharina Behner

Ganz bewusst haben sich in der vorangegangenen Zeit einige Einzelhändler und Dienstleister für den Standort Wissen entschieden. Das trägt zur Belebung der Innenstadt bei und auch beim "Heimat shoppen" wird deutlich, dass die Innenstadtakteure viel dafür tun, dass für ihre Kunden Heimat shoppen nicht nur an den Aktionstagen, sondern das ganze Jahr, interessant ist.

Trafen sich anlässlich der IHK-Kampagne "Heimat shoppen" im Geschäft für Künstlerbedarf "Male Jetzt!". Von links: Detlef Schuhen, Jan Lück, Antje Gerritzma, Thomas Kölschbach, Berno Neuhoff, Matthias Reuber und Frederik Fein. (Foto: KathaBe)

Wissen. Die Probleme, die Innenstädte haben, sollen an dieser Stelle nicht kleingeredet werden. Doch anhand von Wissen wird deutlich, dass sich immer mehr Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen bewusst gegen das Innenstadt-Sterben stellen. Qualität und Regionalität geht hier einher mit einem guten Service, der oftmals ganz individuell auf die Kundschaft zugeschnitten ist. Dass sich die Stadt Wissen selbst in den letzten Jahren deutlich entwickelt hat und sich konsequent für die Belebung der Innenstadt einsetzt, zeigt etwa der Ausbau der Rathausstraße. Hiermit wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die dafür sorgen, dass sich verschiedene Innenstadtakteure ansiedeln und damit die Attraktivität der Stadt steigern. Der Mix macht es an dieser Stelle.

Gemeinsames Wirken für eine belebte Innenstadt
Große Freude daher auch bei Thomas Kölschbach (Erster Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft "Treffpunkt Wissen"), der anlässlich der Aktionstage "Heimat shoppen" den IHK-Regionalberater für die Landkreise Altenkirchen und Neuwied, Frederik Klein, am Freitag (8. September) begrüßen konnte. Als Treffpunkt passend ausgewählt, war das neue Geschäft "Male Jetzt! " von Antje Gerritzma. Neben Fein waren auch Bürgermeister Berno Neuhoff, sowie MdL Matthias Reuber und weitere Vertreter der Aktionsgemeinschaft gekommen.

Wie Kölschbach deutlich machte, haben sich einige neue Geschäfte und Dienstleister in der Stadt angesiedelt und sind auch sofort der Aktionsgemeinschaft beigetreten. Und das trotz immer noch schlechter Wirtschaftslage. Auch, dass sich nach wie vor so viele Geschäfte an den Aktionstagen des "Heimat shoppen" beteiligen, lasse deutlich werden, wie wichtig allen Akteuren ein gemeinsames Wirken für ihre belebte Innenstadt sei.

Fein: "Die Region ist umtriebig"
Mit der bundesweiten Aktion will die IHK gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die wichtige Rolle lokaler Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister für Städte, Gemeinden und Regionen hervorheben. Und auch Frederik Fein kann bestätigen, dass die hohe Teilnahmebereitschaft des lokalen Einzelhandels zeigt, dass der Wille, hierfür zu kämpfen, ungebrochen ist. Dazu nennt er einige Zahlen. Rund 3.500 Unternehmen aus 86 Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz nehmen teil, davon rund 2.000 allein im IHK-Bereich Koblenz. Im Landkreis Altenkirchen beteiligen sich 290 Unternehmen aus insgesamt sieben Werbegemeinschaften.

Damit sei der Kreis Altenkirchen Spitzenreiter. Der IHK-Regionalberater bezeichnet die Region als "umtriebig". "Die gesamte Kampagne basiert auf dem lokalen Engagement vieler Akteure und erst dieser Schulterschluss mache die vielfältigen Aktionen möglich", so Fein weiter. Dabei stellt die IHK etwa Werbematerialien zur Verfügung und sorgt medial für Aufmerksamkeit. "Die Gewinne und Aktionen selbst werden von den einzelnen Geschäften und Dienstleistern geprägt und aus ihrem eigenen Budget zur Verfügung gestellt", hebt Kölschbach die Initiative der Mitwirkenden hervor.



Berno Neuhoff, der die Aktion ebenfalls begrüßt, manifestierte den Einsatz auch der Stadt für eine belebte Innenstadt. Es gäbe kaum eine Stadt im Kreis Altenkirchen, die in den letzten Jahren so viel in ihre Innenstadt investiert habe. Jeder trage an der Belebung bei und auch er sei begeistert über die Neuzugänge in der Stadt, die zur Vielfalt der Angebote beitragen. Neben Investitionen hat die Stadt zudem mit einer Änderung des Bebauungsplanes in Teilen der Rathausstraße dafür gesorgt, dass die Attraktivität der Hauptmeile bestehen bleibt. Mit dem Ziel, Zukunftsperspektiven zur Entwicklung des Einzelhandels sicherzustellen, wurden mögliche Nutzungsänderungen in Wohnraum erdgeschossiger Ladenlokale eingeschränkt. Erdgeschosse seien mit Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungsgewerbe wichtige Frequenzbringer. Wohnraum hingegen unterbreche dies.

Bewusst für Wissen entschieden: viel Bewegung
Auch können die neuen Geschäfte, die während des Treffens besucht wurden, verdeutlichen, warum sie sich gerade für die Stadt Wissen entschieden haben. So erklärt Antje Gerritzma von "Male Jetzt! ", dass sie sich die Stadt angeschaut und für sich entschieden habe, dass ihr Geschäft mit Künstlerbedarf von verschiedenen Farben, Pinseln bis hin zu Rahmen (alles übrigens regional oder in Deutschland hergestellt) genau hierher passe. Zukünftig wird sie auch verschiedene Malkurse anbieten. Im Vergleich zu Wissen böten andere Städte "geringere Bewegung". Das bestätigen auch Ann-Christin Rüdiger und Vivian Yilmaz von "Trendfleurs" und "Die Lashbar". "In Wissen finden im Vergleich zu anderen Städten viele Events statt." Das belebe.

Für den Bürgermeister sowie Kölschbach sind diese kleinen positiven Entwicklungen dennoch kein Grund, zufrieden zu sein. "Die Situation der Innenstädte ist und bleibt schwierig", sagt Neuhoff. Daher plant er im kommenden Jahr eine Veranstaltung im Kulturwerk über das Wisserland hinaus. Das Motto: "Innenstädte der Zukunft". Es gelte, die Leuchttürme und positiven Praxisbeispiele hervorzuheben. Voneinander zu lernen und immer wieder aufzugreifen, was für eine positive Entwicklung wichtig ist, sei von großer Bedeutung. Der Mix mache eine heutige attraktive Innenstadt aus. Die Unterstützung hierzu haben ihm bereits Frederik Fein von der IHK und auch Thomas Kölschbach von der Aktionsgemeinschaft Treffpunkt Wissen zugesagt.

Die finale Schlussziehung und Ermittlung der Glückspilze des diesjährigen "Heimat shoppen" in Wissen findet übrigens am Donnerstag, 21. September (17 Uhr), bei "Schwabauer Fachhandel für Bodenbeläge und Farben" (Am Biesem 15) statt. Auch dieses Geschäft hat sich in Wissens Innenstadt neu angesiedelt. Mehr Informationen gibt es dazu hier und auf der Webseite des Treffpunkts Wissen treffpunktwissen.de. Als nächstes findet am 5. November der verkaufsoffene Sonntag mit Martinsmarkt und am 30. November die After-Work-Party "Wissen erstrahlt", organisiert vom "Treffpunkt Wissen", statt.(KathaBe)



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