Werbung

Nachricht vom 13.09.2023    

Vier Schafe in Mehren gerissen: War es ein Wolf?

Am Freitag (8. September) machte der Schafbesitzer Reinhard Kramer in Mehren eine schreckliche Entdeckung. Vier Schafe wurden über Nacht gerissen. Fest steht nach einer ersten Begutachtung, dass es sich um einen großen Beutegreifer gehandelt hat. Ob es ein Wolf war, wird eine DANN-Analyse zeigen.

Symbolfoto

Mehren. Es ist ein Schock für alle Tierbesitzer, wenn man nichts ahnend zu seinen Tieren kommt und statt friedlich grasender Schafe ein Schlachtfeld vorfindet. So erging es in der vergangenen Woche Reinhard Kramer, als am Morgen zur Weide kam. Wolfssicher eingezäunt sollten seine Tiere sein, geschützt durch einen 1,20 Meter hohen Weidezaun mit Doppellitze, welcher auf 8.000 Volt eingestellt war. Ein Überklettern hätte dies verhindern sollen, so sagt man. Nach einem Riss vor exakt zwei Jahren, welcher nachweislich durch einen Wolf ausgeführt wurde (Rüde GW1896), hat Kramer alles dafür getan, seine Tiere bestmöglich zu schützen, damit er einen solchen Schock nicht noch einmal erleben muss. Für ihn steht daher fest, dass es sich auch dieses Mal wieder um einen Wolf gehandelt haben muss.

Ob es ein Wolf war, welcher die vier Schafe tötete, oder ob es sich um einen anderen Beutegreifer wie einen Hund gehandelt hat, wird eine DNA-Analyse zeigen. Durch einen Gutachter des KLUWO (Koordinationszentrum für Luchs und Wolf) wurden bereits DNA-Proben genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Erst dann kann gesagt werden, wer die Tiere auf dem Gewissen hat. Dass ein solcher DNA-Nachweis notwendig ist, hat ein Fall in Soest im Juli gezeigt, bei dem insgesamt 38 Tiere gerissen wurden. Der Verdacht fiel auf den Wolf, allerdings zeigten die Ergebnisse, dass es sich bei dem Beutegreifer um einen Haushund gehandelt hat. Ein Fall von vielen, betrachtet man die aufgeklärten Risse, so halten sich Haushund und Wolf die Waage – eine Tatsache, die viele Tierhalter ungern hören.



Wie es der Beutegreifer geschafft hat, in die Weide in Mehren einzudringen, ist noch unklar. Ein Überklettern hätte durch den Weidezaun verhindert werden müssen, jedoch ist ein Wolf ohnehin eher ein Graber. Ob es Schwachstellen am Boden gab, die ein Eindringen unter dem Zaun hindurch ermöglichten, ist bislang ebenso unbekannt wie die Frage, um welches Tier es sich bei dem Angriff auf die Schafe gehandelt hat. Was jedoch unbestritten ist, ist die Tatsache, dass ein solches Erlebnis bei Tierhaltern und Anwohnern Spuren hinterlässt und das ganze Mitgefühl den Tierhaltern gehört.


Mehr dazu:   Wolf  
Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

.: Neu bei Instagram :. => @kuriere_news



Aktuelle Artikel aus Region


Zeugenaufruf nach Vandalismus an Fahrzeug in Betzdorf

In der Nacht zum 29. August 2025 kam es in Betzdorf zu einer Sachbeschädigung an einem geparkten Pkw. ...

Erneuter Unfall auf der B62 in Hövels: Alkohol am Steuer

Am späten Abend des 28. August kam es auf der B62 bei Hövels zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Autofahrer ...

Falsche Bankmitarbeiter in Koblenz auf Betrugstour

In Koblenz sind derzeit Betrüger aktiv, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben und versuchen, an Bankkarten ...

Wie bestellt: Neue Kita bereichert die Stadt Herdorf mit zusätzlichen Plätzen

Eine hohe Kinderanzahl erfordert viele Kitaplätze. Mit der neuen Kita "Am Bähnchen" zerreißt die Stadt ...

Wundertüten-Poetin Tina Hüsch begeisterte auf ganzer Linie im Stöffel-Park

Chapeau, was sich am 28. August in der "Alten Schmiede" im Stöffel-Park zu Enspel ereignete, wird noch ...

Einblicke in die buddhistische Lehre: Klostergespräche im Kloster Hassel

Im beschaulichen Pracht öffnet das buddhistische Kloster Hassel seine Türen für Interessierte. Die monatlichen ...

Weitere Artikel


Kunst für einen guten Zweck: 3.380 Euro für die Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen e. V.

Am Mittwochnachmittag (13. September)fand in den Räumlichkeiten der Westerwald-Werkstätten eine besondere ...

Westerwälder Rezepte: Kartoffelbrot

Wenn es um herzhaftes, selbstgebackenes Brot geht, denken die meisten Menschen an Sorten wie Roggen, ...

Eichelhardt: Hornisse sticht Lkw-Fahrer - Allergieschock während der Fahrt

Mittwochnachmittag (13. September) befuhr ein Lkw-Fahrer die B 256 aus Richtung Bruchertseifen kommend ...

Gute Nachrichten: Siegstrecke zwischen Au (Sieg) und Etzbach ab 22. September wieder offen

Es gibt gute Neuigkeiten seitens der Deutschen Bahn. Die wegen Gleisabsenkung bei Etzbach gesperrte Siegstrecke ...

Polizeierlebnistag bei der Polizei Altenkirchen

Am Donnerstag, 28. September, sind von 17 bis 20 Uhr die Tore der Dienststelle Altenkirchen unter dem ...

Die Sparkasse Westerwald-Sieg spendet für Jugendarbeit von Fußball-Rheinlandligisten

Es ist schon eine liebgewonnene Tradition, dass die Sparkasse Westerwald-Sieg (SKWWS) einmal im Jahr ...

Werbung