Werbung

Nachricht vom 31.10.2011    

Seminar für Feuerwehr-Gefahrstoffzüge auf dem Stegskopf

Der Arbeitskreis Gefahrstoffzüge nördliches Rheinland-Pfalz führt alljährlich ein Seminar für alle beteiligten durch, welches abwechselnd in den einzelnen Kreisen und dort von den jeweiligen Wehren ausgerichtet wird. Diesmal war der Gefahrstoffzug des Landkreises Altenkirchen Ausrichter, etwa 190 Seminarteilnehmer waren vor Ort.

Die Gefahrstoffgruppe des Landkreises Altenkirchen richtete das Seminar aus. Fotos: anna

Emmerzhausen. Ein Teil des Truppenübungsplatzes Stegskopf war am Wochenende Austragungsort eines Seminars für Feuerwehrgefahrstoffzüge. Seit drei Jahren gibt es den Arbeitskreis Gefahrstoffzüge nördliches Rheinland-Pfalz, zu dem sich Feuerwehrleute aus den Landkreisen, Altenkirchen, Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Westerwald, sowie der Stadt Koblenz zusammen geschlossen haben. Aus dem Landkreis Altenkirchen gehören Wehrleute der Einheiten Betzdorf, Wehbach, Kirchen, Niederdreisbach, Elkenroth, Wissen, Horhausen und Berod dazu. Insgesamt mehr als 80 Personen, welche spezielle Schulungen durchlaufen haben und denen für ihre besonderen Aufgaben 11 Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Dieses Gelände sei ideal, so Hans-Dieter Lehnard, der Gefahrstoffzugführer des Kreises Altenkirchen. Es dürften die Liegenschaften der Bundeswehr genutzt werden und so könne das Ganze auf relativ engem Raum stattfinden. Vor Seminarbeginn begrüßte Landrat Michael Lieber die Wehrleute und die beobachtenden Soldaten vor Ort.

Lieber ging in seiner kurzen Rede auch auf die Nachricht bezüglich der Schließung des Standortes Stegskopf ein. Man sei in Altenkirchen völlig überrascht worden von dieser Meldung, denn in der Vergangenheit sei immer die Rede vom Erhalt des Standortes gewesen. Wann die eigentliche Schließung erfolgen wird, steht aber noch nicht fest, erst einmal soll bis 2013 alles wie geplant verlaufen. Die gesamte Abwicklung des Berliner Plans soll bis 2017 dauern.

Für das Seminar der Feuerwehr Gefahrstoffzüge waren acht verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Seminarteilnehmer Informationen und Demonstrationen erhielten, sowie praktische Übungen selbst erledigen konnten. An der 1. Station wurde mittels Computer ein Schadstoffausbreitungsmodell vorgeführt, welches die Ausbreitung einer Schadstoffwolke bei bestimmten Witterungsbedingungen berechnete. An der 2. Station wurden Messungen mit einem Photoionendedektor vorgeführt mit dem Leckagen in Rohrsystemen bei Gasaustritt zu lokalisieren sind. An der 3. Station war dort war Ideenreichtum gefragt, um an einem Übungsfass verschiedene Lecks mit unterschiedlichen Materialien abzudichten.



Das Übungsfass haben sich die Wehrleute aus Berod selbst gebaut und bei diesem Seminar kam es erstmals zum Einsatz. An Station 4 ging es um das richtige Desinfizieren der Hände. Bei der 5. Station wurde die CRASH-Rettung von CSA Trägern, also das Retten verunglückter Helfer in Chemikalien-Schutzanzügen demonstriert. Die Station 6 war eine Not-Dekontaminierungsstelle, zum groben Reinigen von kontaminierten Schutzanzügen. Die Station 7 zeigte hingegen eine reguläre Dekontaminierungsstelle mit einem Doppelduschzelt. Die Station 8 war wohl die interessanteste, denn dort wurde das Transport-Unfall-Informations-System (TUIS) vorgestellt. Eine von der Chemieindustrie gegründete Einrichtung, mit einem Fahrzeug voller Technik, das eigens aus Leverkusen gekommen war.

Mit diesen Seminaren möchte man den Wehrleuten Neuigkeiten unterbreiten, Lösungsvorschläge für unterschiedliche Problemstellungen machen und den Erfahrungsaustausch fördern, erklärte Hans-Dieter Lehnard. (anna)


Lokales: Daaden & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       



Aktuelle Artikel aus Region


Neuanfang in Betzdorf: Christliche Bücherstube öffnet an neuem Standort

Nach einer Phase der Ungewissheit öffnet die Christliche Bücherstube in Betzdorf wieder ihre Türen. Der ...

Vorsätzliche Baum-Schädigung in Flammersfeld

In der Ortsgemeinde Flammersfeld wurden sechs Bäume vorsätzlich durch Streusalz beschädigt. Die Ordnungsbehörde ...

Unter dem Meer - Närrische Sitzung in Gebhardshain

Am Altweiberdonnerstag übernahm der Frauenelferrat des KVG Lugge Loo das Zepter im Westerwälder Hof in ...

19-Jähriger in Derschen unter Drogeneinfluss am Steuer gestoppt

Am Donnerstagnachmittag wurde ein junger Autofahrer in Derschen von der Polizei angehalten. Bei der Kontrolle ...

Alkoholfahrt endet im Graben

In der Nacht zum Freitag ereignete sich auf der L 280 bei Niederfischbach ein Verkehrsunfall. Ein 35-jähriger ...

Alkohol am Steuer: 19-Jähriger in Herdorf gestoppt

In Herdorf wurde in den frühen Morgenstunden des Freitags ein junger Autofahrer von der Polizei angehalten. ...

Weitere Artikel


Astro AG zum Praktikum in der Sternwarte "Hoher List"

Schüler der Wissener Astro-AG des Kopernikus-Gymnasiums verbrachten eine Woche im Observatorium „Hoher ...

Betriebliches Gesundheitsmanagement zahlt sich aus

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) wirbt für aktives Gesundheitsmanagement in Unternehmen. ...

CDU-Frauen tagten in Wiesbaden

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen. Dieser Überzeugung gewiss, traf sich der Bundesdelegiertentag der ...

Ein Prinzenpaar mit „Migrationshintergrund“

Mit einer Prinzenparty feierte die Karnevalsgesellschaft erstmals die Ernennung seiner Tollitäten für ...

Schutz vor Kontopfändung ab 1.1.2012

Diakonie-Schuldnerberatung informiert über neue Regelungen

Die Schuldnerberatungsstellen des Diakonischen ...

"Jecke Schicht" am 11.11. im Kulturwerk Wissen

100 Jahre TuS Katzwinkel wurden im Jahresverlauf gefeiert. Am 11. 11. lädt der Verein zum Finale des ...

Werbung