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Nachricht vom 13.11.2011    

Neuer Krimi: Eiskalte Leiche, heiße Spannung

Bei der offiziellen Buchvorstellung ihre zweiten Romans "Eiskalt in Nippes" zog das Autorenduo Hatterscheidt/ Kroner schwere Geschütze auf. Und zwar in Form einer Privileg-Kühltruhe. Natürlich fand die Lesung in Köln-Nippes statt, und die Zuhörer waren begeistert. Fazit: Total spannend und lesenswert.

Bernhard Hatterscheidt und Ludwig Kroner (von links) stellten den zweiten Krimi "Eiskalt in Nippes" in der Stadtteilbibliothek Köln-Nippes vor. Foto: Miriam Sürder

Wissen/Köln. Eine tiefgekühlte Leiche ohne Identität, eingemauert im Keller eines Wohnhauses. Der vermeintliche Unfalltod einer alten Frau. Eine pinkfarbene Samtjacke. Und ein kleines Techtelmechtel zwischen Kommissar und Pathologin. Klingt wie ein spannender Tatort. Ist aber besser.
Rund 20 Krimifans hatten sich am Dienstagabend zur Buchvorstellung "Eiskalt in Nippes" in der Stadtteilbibliothek Nippes in der Neusser Straße eingefunden. Unweit des Lokals "Em Goldenen Kappes", der in dem neuen Kriminalistenroman von Bernhard Hatterscheidt und Luwig Kroner ebenfalls eine Rolle spielt.
"Auch wenn ich schon seit 40 Jahren nicht mehr in Nippes wohne, haben mich die 20 Jahre, die ich hier verlebte, doch sehr geprägt. Und mein Herz hängt immer noch an diesem Stadtteil", erklärt Kroner schmunzelnd zu Beginn der Lesung. Ludwig Kroner erklärte vor Jahren Wissen zur Wahlheimat.
Die beiden Autoren kennen sich nicht nur im Ort Köln aus. Hatterscheidt ist nach seiner jahrelangen Tätigkeit für die Kölner Mordkommission heute für Beamten- und Korruptionsdelikte zuständig, Kroner geht jetzt nach seinem Dienst als Kölner Kriminalbeamter und Polizeiseelsorger in den Ruhestand. Die beiden wissen also, wovon sie sprechen.
Und ihr Sprechen kam mehr als gut an. Hatterscheidt gab bei der Lesung gekonnt den polnischen Hausmeister Tadeusz Piontek, der die Leiche entdeckt, Kroner war für die kölschen Intonationen zuständig. Die Zuhörer amüsierten sich köstlich. Und waren ebenso mucksmäuschenstill, wenn es an den Unfalltod von Erna Schmitz ging. Oder war es doch Mord?
In "Eiskalt in Nippes" geht es Schlag auf Schlag durch den kölschen Lokalkolorit. Die Ermittlungen bewegen sich nahe an der Realität, da führen auch schon mal Spuren ins Leere. Und der Leser bangt und rätselt mit. Viel Liebe zum Detail gibt es bei den Charakteren und ihren Beziehungen untereinander.
Weibliche Verstärkung aus Hamburg lockert das bereits bekannte Team aus "Mörderischer Fastelovend" um Kommissar Westhoven gelungen auf. Und das Tatmotiv ist ebenso simpel wie genial.
Mehr wird nicht verraten. Nur das noch: Gute Idee am Rande: Kölsche Begriffe werden zwar des Öfteren verwendet, aber zu jedem Wort gibt es eine erklärende Fußnote. Eine schöne Auflockerung des Stils. Fazit: Lesenswert!
Eiskalt in Nippes, erschienen im Verlag Math. Lempertz GmbH, Softcover, 9.99 Euro. Weitere Informationen unter www.edition-lempertz.de und www.kriminalistenroman.de Kristina de Giorgi für AK-Kurier


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