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Pressemitteilung vom 04.01.2024    

CDU-Kreistagsfraktion: Förderschulen sind wichtig für die Region

Der Erhalt der Förderschulen in ihrer bisherigen Ausprägung sei für Kinder, Jugendliche und Eltern äußerst wichtig, darin waren sich die Schulleitungen der Westerwälder Förderschulen und die CDU-Kreistagsfraktion einig. Die von Bildungsministerin Stefanie Hubig geplanten organisatorischen Veränderungen beim Zugang und beim Abschluss an den Förderschulen werden äußerst kritisch gesehen.

CDU-Kreistagsfraktion im Dialog mit den Schulleitungen der Förderschulen. (Foto: Karl-Heinz Boll)

Hachenburg. Zu Beginn der Gesprächsrunde machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Krempel deutlich, dass die in Kreisträgerschaft befindlichen Förderschulen einen besonderen Aufmerksamkeitsgrad für die Fraktion besitzen. Kontinuierliche Unterstützung und regelmäßiger Dialog gehöre selbstverständlich dazu. Bei den Haushaltsberatungen habe die CDU-Fraktion die Entscheidung von Landrat Achim Schwickert unterstützt, die Budgets der Förderschulen in voller Höhe zu belassen und nicht den 10-prozentigen allgemeinen Kürzungen zu unterwerfen.

Anschließend stellten Nicole Walczak und Kerstin Schlemper von der gastgebenden Förderschule Sprache (Schule am Rothenberg in Hachenburg) Zielsetzung und Ablauf der Arbeit mit den Schülern vor. Die 102 Kinder aus den Landkreisen Altenkirchen und Westerwald werden in acht Klassen von einem 29-köpfigen Kollegium betreut. Alle Unterrichts- und Erziehungsprinzipien dienen dem Ziel, den Schülern ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend zu einer gut verständlichen Ausdrucksfähigkeit zu verhelfen. Die Persönlichkeit des einzelnen Kindes soll gestärkt werden, um ihnen später die Integration in das Regelschulsystem zu erleichtern und schulischen Erfolg zu ermöglichen. Dies kann unter anderem durch den Besuch einer speziellen Eingangsklasse und den anschließenden zweijährigen Schulbesuch erreicht werden.

Zielgerichtete Förderung von Beginn an
Die CDU-Kreisvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß MdL, gab als bildungspolitische Sprecherin einen aktuellen Sachstand zu den Umorganisationsplänen des Kultusministeriums und den Zielsetzungen der CDU-Landtagsfraktion. "Hier soll Inklusion mit der Brechstange betrieben werden. Die zielgerichtete Förderung der Schüler muss von Beginn an ermöglicht werden. An den Förderschulen sollte auch künftig ein qualifizierter Abschluss möglich sein", sagte Groß, es müssten unnötige Leidenswege für die Kinder vermieden werden.

Die Schulleitungen verweisen in ihrer Einschätzung der Planungen auf die gute Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und Grundschulen sowie Eltern im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit. Sie zeigten sich davon überzeugt, dass die Kinder an den Förderschulen "goldrichtig" aufgehoben seien. Ein Standortwechsel zur Regelschule erzeuge oft eine nicht zu verkraftende Umstellung aus einem "geschützten Rahmen".




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In der Region vernetzt und geschätzt
Gute Erfahrungen mit den heimischen Betrieben haben die Förderschulen mit Berufspraktika. Die enge Zusammenarbeit und zielgerichtete Betreuung gehe verloren, wenn an den Förderschulen keine Abschlüsse mehr möglich sind und für die Jugendlichen ein Schulwechsel zwischen achter und neunter Klasse erforderlich wird. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Dr. Kai Müller, merkte an, dass sich die meisten Förderschüler durch eine besondere Verlässlichkeit und eine gute Arbeitsauffassung auszeichnen würden.

Im Gespräch wurde auch deutlich, dass die umfangreiche Beratungstätigkeit, gute Netzwerkarbeit und Nachwuchsausbildung zu den Grundaufgaben aller Förderschulen gehören. Diese werden vom Beratungszentrum an der Förderschule Siershahn unterstützt.

Gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger Westerwaldkreis
Mit der räumlichen Ausstattung, den zur Verfügung gestellten Sachmitteln und der personellen Betreuung durch die Kreisverwaltung zeigen sich die Schulleitungen hochzufrieden. Auf Nachfrage der CDU-Kreistagsfraktion wurden jedoch einige spezielle Wünsche für die nächsten Jahre geäußert. Die Förderschule Lernen in Westerburg benötigt demnach dringend mehr Räumlichkeiten, um die Schüler unterzubringen. Die Burggarten-Schule (Lernen und Sozial-Emotionale Entwicklung) in Hachenburg hält die Mittagessen-Situation für dringend verbesserungsbedürftig. Hier wird eine gemeinsame Lösung mit der benachbarten Grundschule am Schloss angestrebt. Landrat Achim Schwickert erklärte seine grundsätzliche Bereitschaft, als Träger der Förderschulen an Lösungen mitzuarbeiten. (PM)


Mehr dazu:   CDU  
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