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Nachricht vom 27.11.2011 - 09:26 Uhr    

Bahnhof Au muss erhalten bleiben - Zustände sind unzumutbar

Der Bahnhof Au ist für die Einwohner des Landkreises Altenkirchen ebenso eine wichtige Einrichtung wie für die Einwohner des Rhein-Sieg-Kreises. Wird der Bahnhof gschlossen, gibt es nur noch Automaten, eine Tiolette gibt es sowieso nicht. Die Hammer CDU Hatte zum Ortstermin MdB Erwin Rüddel und MdL Dr. Peter Enders geladen.

"Die Situation am und um den Bahnhof Au/Sieg muss sich für die Reisenden verbessern", fordern Willi Krämer, Karl-Ulrich Paul, Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel, Landtagsabgeordneter Dr. Peter Enders, Friedbert Meyer und Margarte Maleszka.

Hamm/Au. „Der Bahnhof in Au/Sieg ist eine wesentlicher Teil der Infrastruktur, der nicht dem Rotstift zum Opfer fallen und geschlossen werden darf. Für die Menschen der Region und insbesondere für deren Mobilität muss der Bahnhof erhalten bleiben. Denn die Bahn muss den Bedürfnissen ihrer Reisenden Rechnung tragen“, so der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, den eine Delegation der CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion Hamm/Sieg zu einem Ortstermin nach Au gebeten hatte.

Hintergrund dieses Treffens auf nordrhein-westfälischem Boden waren Äußerungen und Bestrebungen der DB Station&Service AG zu Veränderungen am Bahnhof Au/Sieg, die sich nachteilig auf die den Bahnhof frequentierenden Reisenden auswirken würden. So hatte die Bahn unter anderem argumentiert, dass die Kundenfrequenz nicht ausreiche, um an diesem Standort eine Fahrkartenagentur wirtschaftlich zu betreiben.
Dies hatte daraufhin auch die das Reisecenter im Bahnhof Au/Sieg bedienende Westerwaldbahn geäußert und zum Auffangen des jährlichen Defizites angeregt, dass sich die Kommunen Hamm/Sieg und Altenkirchen auf rheinland-pfälzischer sowie Windeck auf nordrhein-westfälischer Seite mit rund 4.000 Euro pro Jahr beteiligen sollten.

„Die Zustände im und am Bahnhof Au/Sieg sind, auch gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Winter, für die Reisenden unzumutbar. Hier gibt es noch nicht einmal eine Toilette“, kritisierten die Hammer Christdemokraten auch im Beisein ihres Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders. Die Bahn hatte auf den Hinweis einer fehlenden behindertengerechten Toilettenanlage mitgeteilt, dass eine derartige Einrichtung bei 2.600 Reisenden pro Tag nicht vorgesehen sei.

„Wir müssen Möglichkeiten suchen und finden, um für die Zugreisenden die Situation beim Bahnhof Au zu verbessern“, äußerte CDU-Fraktionssprecher Karl-Ulrich Paul. Er hat dabei einmal mehr ältere und behinderte Reisende im Blick und denkt an den Erhalt des personenbesetzten Fahrkartenschalters, die Einrichtung eines Aufenthaltsraumes und einer Toilettenanlage.

Rüddel, der Mitglied der interfraktionellen Arbeitsgruppe Schienenverkehr ist, sagte für den Erhalt und eine Verbesserung der Situation des Bahnhofs in Au/Sieg seine Unterstützung zu. „Ich werde mich für den Bahnhof in Au/Sieg, der in besonderem Maße auch von Reisenden meines Wahlkreises, vornehmlich aus den Verbandsgemeinden Hamm/Sieg und Altenkirchen, genutzt wird, sowohl beim Bundesverkehrsministerium als auch bei Bahnchef Rüdiger Grube persönlich einsetzen“, bekräftigte Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel.



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