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Pressemitteilung vom 19.02.2024    

Stillstand am Mittwoch: Landesweite Streiks im privaten Omnibusgewerbe Rheinland-Pfalz

Schon am Mittwoch, 21. Februar, drohen in Rheinland-Pfalz massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Grund dafür ist ein ganztägiger Streik der Tarifbeschäftigten der privaten Omnibusbetriebe, zu dem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgerufen hat. Das betrifft auch die drei Landkreise im Westerwald.

Am Mittwoch bleiben die Busse leer (Quelle: Pixabay)

Region. Der Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V. erreicht einen neuen Höhepunkt. Ab 3 Uhr morgens am 21. Februar sind die Angestellten zahlreicher privater Omnibusbetriebe zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung endet mit Ende der Schicht am selben Tag.

Massive Auswirkungen auf den ÖPNV erwartet
Die Liste der betroffenen Unternehmen reicht von der DB Regio Bus Mitte GmbH über den Westerwaldbus des Kreises Altenkirchen GmbH, der VRW, bis hin zur Martin Becker GmbH. Daher dürften weite Teile des Landes von den Streikmaßnahmen betroffen sein. Neben dem Überlandverkehr in den betroffenen Regionen und Gemeinden wird auch der Berufs- und Schülerverkehr erheblich beeinträchtigt sein.

Ungeachtet letzter Bemühungen war die Arbeitgeberseite laut Gewerkschaft nicht bereit, den Mitarbeitern eine angemessene Entgelterhöhung und Einmalzahlung anzubieten. Marko Bärschneider, zuständiger Verhandlungsführer von ver.di, äußert dazu: "Während die Beschäftigten in den Kommunen und beim Land, fairerweise, einen solchen echten Ausgleich tarifvertraglich für sich durchsetzen konnten, wollen der VAV und die Aufgabenträger offensichtlich die Beschäftigten in diesem Bereich am langen Arm verhungern lassen."



Trägt das Verkehrsministerium eine Mitschuld?
Noch immer kein Personalkosten-Index in Rheinland-Pfalz

Der Arbeitgeberverband erklärte hingegen, dass ihm beim Inflationsausgleich die Hände gebunden seien. Die seit über 4 Jahren fehlende Umsetzung des durch das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium zugesicherten Personalkosten-Index (RPI) stelle ein weiteres Problem dar. Dazu kommentiert Christian Umlauf, Branchen- und Tarifexperte bei ver.di: "Das ist schon traurig, in Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland gibt es einen Personalkosten-Index. Sind denn die Beschäftigten in Rheinland-Pfalz weniger wert?"

Die betroffenen Pendler und Schüler sind aufgefordert, am 21. Februar alternative Transportmöglichkeiten zu finden oder ihre Pläne für den Streiktag entsprechend anzupassen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Blaulicht   Auto & Verkehr  
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