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Nachricht vom 27.11.2011    

Hergt macht Auswärtssieg im Nachsitzen perfekt

Eishockey-Regionalliga: EHC Neuwied gewinnt in Dinslaken nach Penaltyschießen - Qualifikation zur Oberliga-Aufstiegsrunde vertagt

Neuwied. Tabellenführer zu sein ist offensichtlich nicht "das Ding" des EHC Neuwied: Die Deichstädter gewannen zwar das Auswärtsspiel bei den Dinslaken Kobras mit 5:4 nach Penaltyschießen (2:1, 1:0, 1:3), vergaben dabei aber die Chance auf einen Sieg noch in der regulären Spielzeit.

Durch den Punktverlust konnte der Herner EV nach einem 6:1-Sieg in Darmstadt wieder an Neuwied in der Tabelle vorbeiziehen, das Erreichen der Oberliga-Aufstiegsrunde musste ebenfalls vertagt werden. Rein rechnerisch könnte der EHC noch vom derzeitigen Tabellenfünften ESC Darmstadt abgefangen werden. Viel wichtiger aber ist unterm Strich, dass die Mannschaft von Trainer Bernd Arnold bei den Kobras den elften Sieg im zwölften Saisonspiel einfahren konnte.

Die Ausgeglichenheit im Kader war auch in Dinslaken die größte Stärke der Bären - die vier Tore in der regulären Spielzeit wurden allesamt von unterschiedlichen Torschützen erzielt.

EHC-Trainer Arnold musste auf Kapitän Stephan Petry (verletzt) und Ersatz-Kapitän Dennis Stroeks (gesperrt) verzichten - Kai Kühlem trug diesmal das "C" auf der Brust, Bruder Tim stand wieder zwischen den Pfosten.

Gleich in der zweiten Spielminute musste EHC-Keeper Kühlem bei einem Break der Gäste zum ersten Mal seine ganze Klasse zeigen, um einen frühen Rückstand zu verhindern.

Auf der Gegenseite konnten die Deichstädter Kobras-Keeper Dennis Rudolph in den ersten neun Minuten gleich zwei Mal überwinden: Andrew Stevenson traf nach vier Minuten auf Vorarbeit von Christian Czaika und Marc Blumenhofen zum 1:0, nur fünf Minuten später erhöhte Ernst Reschetnikow auf 2:0 (Vorarbeit Alexander Bill und Andreas Czaika).

Neuwied hatte die Partie im Griff, kassierte aber kurz vor der ersten Drittelpause durch Dominick Spazier noch den Anschlusstreffer zum 1:2. "Bis dahin haben wir einen guten Job gemacht, haben dann allerdings dieses dämliche Gegentor kurz vor Drittelende zugelassen und damit den Gegner unnötig aufgebaut", sagte Arnold.

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit Strafen auf beiden Seiten. Den einzigen Treffer in dieser Phase erzielte Marc Blumenhofen, der nach einem Schlagschuss von Andreas Halfmann zum 3:1 abstaubte (25.).




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"Wir haben im zweiten Spielabschnitt viel in Unterzahl spielen müssen, haben die Aufgabe aber sehr gut gelöst", freute sich Arnold. Dessen Mannschaft ließ sich auch im letzten Drittel nicht so schnell aus der Ruhe bringen, konterte den Anschlusstreffer von Jan Nekvinder (43.) postwendend mit dem vierten EHC-Treffer an diesem Abend - diesmal traf Andreas Wichterich auf Vorarbeit von Slawomir Kiedewicz und Stefan Kaltenborn (45.).

"Ärgerlich war dann allerdings unser Stellungsfehler, der zum 3:4 führte. Das darf uns nicht passieren", monierte der EHC-Trainer. Erneut traf der Tscheche Nekvinder (47.), der damit eine turbulente Schlussphase erst ermöglichte. Als Stevenson auf der Strafbank saß und Dinslaken den Torhüter vom Eis nahm traf Daniel Pleger noch zum 4:4 (60.). "Das ist aber doch auch das Schöne am Eishockey", sagte Arnold. "Da ist sowas eben möglich und du kannst in der Schlussminute nochmal alles riskieren. Diesmal ist es für Dinslaken aufgegangen, das nächste Mal vielleicht für uns."

Das anschließende Penaltyschießen ging diesmal an Neuwied, nachdem die Bären in Darmstadt nach Penaltys noch verloren hatten. Jens Hergt machte den entscheidenden Treffer und sicherte dem EHC den Auswärtssieg.

"Auf diesem Niveau werden kleine Fehler bestraft. Wir haben in Herne die Fehler des Gegners bestraft, heute hat Dinslaken unsere Fehler bestraft", bilanzierte der Bärencoach. Der EHC Neuwied rutscht damit nach nur einem Spieltag an der Tabellenspitze wieder auf den zweiten Tabellenplatz, da der punktgleiche Konkurrent aus Herne das bessere Torverhältnis aufweist. Aber diese Erfahrung haben die Neuwieder schon einmal in dieser Saison gemacht: Nach dem Sieg in Herne war man ebenfalls für einen Spieltag Spitzenreiter, verlor anschließend aber in Darmstadt.


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