Werbung

Region | Etzbach | Anzeige


Pressemitteilung vom 01.03.2024    

Vorsicht bei Erkältungsmedikamenten: Kombi-Präparate sind nicht immer geeignet

ANZEIGE | Immer noch sind zahlreiche Menschen in der Region von Atemwegsinfekten geplagt und krankgeschrieben. Viele greifen dann gerne zu den bekannten Kombipräparate. Das sind Arzneimittel, die mehrere Wirkstoffe gleichzeitig enthalten. Sie sind nicht immer hilfreich und können sogar gesundheitsschädlich sein, wie die IKK warnt.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region. Sie sind in der Regel ohne ärztliche Verordnung erhältlich und gerade in der jetzigen Erkältungszeit oft sichtbar in den Auslagen der Apotheken präsent: Erkältungspräparate. Viele unter ihnen sind mit dem Versprechen einer vermeintlichen Genesung "über Nacht" oder "voller Leistungsfähigkeit trotz Infekt" verbunden. Doch halten die Hersteller ihre Versprechen? "Vollständig gesund wird man durch die Einnahme von Kombipräparaten nicht schneller" erklärt Julia Prantner, Apothekerin der IKK Südwest. "Die Wirkstoffkombination lindert lediglich die Symptome, bekämpft jedoch nicht die Ursache einer Erkältung."

Viele Wirkstoffe auf einmal oft unnötig
Trotzdem erfüllen viele Erkältungsmedikamente ihre Versprechen und geben Betroffenen zumindest das Gefühl, verhältnismäßig schnell wieder leistungsfähig zu sein. Das sei aber oft trügerisch, betont Prantner und zielt vor allem auf jene Kombipräparate ab, die Schmerzmittel, wie zum Beispiel Ibuprofen, enthalten. Prantner erklärte, dass die Schmerzmittel das Gefühl vortäuschen würden, dass der Erkrankte und dessen Körper fitter seien, als es eigentlich der Fall sei. Das führe dazu, dass dem Körper nicht genug Zeit zum Regenerieren gegeben würde und ein Arzt nicht oder erst zu spät aufgesucht werden würde.

Neben Schmerzmitteln enthalten Kombipräparate oft gleichzeitig Wirkstoffe zur Linderung von Reizhusten und zum Abschwellen der Nasenschleimhaut. Andere wiederum können Alkohol oder schlafanstoßende Wirkstoffe enthalten. Ein Medikamenten-Cocktail zusammengefasst in einem Präparat, der nicht zwangsläufig genesungsfördernd ist.



Im Zweifelsfall beraten lassen
Die Expertin der IKK Südwest weist darauf hin, dass besonders bei Vorerkrankungen und gleichzeitiger Einnahme weiterer Medikamente Vorsicht geboten sei: Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu Wechselwirkungen und damit zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Ebenfalls sind Kombipräparate für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, aber auch für Schwangere und Stillende ungeeignet.

Es muss nicht direkt der Arztbesuch sein, das pharmazeutische Fachpersonal in Apotheken kann ebenfalls beratend zur Seite stehen. Anhand einer Beschreibung der Symptome kann das Personal entscheiden, welches Medikament geeignet ist, alternative Präparate, etwa pflanzliche, oder einen Arztbesuch empfehlen.

Ausruhen, viel trinken, frische Luft, gesunde Ernährung, Nasenspülungen mit Salz sind einige der Tipps, die Prantner für Erkältungsgeplagte parat hat. Und wenn es dann doch mal ein Medikament bei Husten, Schnupfen und Co. sein soll oder muss, lautet die Devise der IKK-Pharmazeutin: "Weniger ist oft mehr, denn meistens ist es bei den sich schnell verändernden Symptomen sinnvoller, Einzelwirkstoffe zu wählen, die ganz individuell nach Bedarf eingesetzt werden können." (PM)


Lokales: Hamm & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Unbekannte Täter durchwühlen Fahrzeuge in Herdorf und Herdorf-Dermbach

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (11. und 12. März) wurden in Herdorf und Herdorf-Dermbach zwei ...

Versuchter Diebstahl in Scheuerfelder Kirche

In der katholischen Kirche von Scheuerfeld kam es zu einem versuchten Diebstahl. Ein unbekannter Täter ...

Altehrwürdige Riesen: Alte Eiche in der Weiherbach wird zum Naturdenkmal

In Berod bei Hachenburg wurde eine Stieleiche als Naturdenkmal ausgezeichnet. Damit ist die Eiche das ...

Graues Langohr in Gefahr: NABU kämpft um den Erhalt der Fledermausart

Das Graue Langohr, eine seltene Fledermausart, steht in Rheinland-Pfalz unter besonderem Schutz. Der ...

Der Druidensteig: Etappe 2 von Herdorf-Sassenroth nach Daaden

Bereits in der vergangenen Woche haben wir unsere Reihe gestartet, in der wir die einzelnen Etappen des ...

Nach Doppel-Bronze bei Olympia: Karriereende für Pfeifer wohl noch kein Thema

Die Zahl der Sportler aus dem AK-Land, die sich über den Gewinn olympischer Medaillen freuen können, ...

Weitere Artikel


Willkommen, kleine Maja! Schaltjahr-Baby mit Schaltjahr-Papa kommt in Kirchen zur Welt

Ob diese Familie die ungwöhnlichen Daten in den Genen hat? In der Nacht auf Donnerstag, 29. Februar, ...

L120/L277: Sanierung der Landesstraße an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ist abgeschlossen

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat die Sanierung der L120/277 zwischen Windeck-Ehrenhausen und Rimbach ...

Kunst, Politik und Wein zum Weltfrauentag: Lesung im Atelier "Liese"

Kunst, Politik und Wein, diese Kombination erwartet die Besucher der diesjährigen Lesung im Atelier "Liese" ...

13-Jährige aus Kroppach vermisst

Seit Dienstag (27. Februar) wird die ukrainische 13-Jährige Sofiia Starenchenko aus Kroppach vermisst. ...

Freibad Freudenberg wird zur Großbaustelle

Startblöcke und Sprungbrett sind gewichen, Baumaschinen und Absperrgitter dominieren das Bild: Die umfassende ...

Westerwaldwetter - frühlingshaftes Wochenende steht bevor

An der Südostflanke eines sich kaum verlagernden Tiefs bei den Britischen Inseln gelangt mit einer schwachen ...

Werbung