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Pressemitteilung vom 03.04.2024    

Notwendige Fällung der Paffrather Eiche - Eine schwere Entscheidung der Naturschutzbehörde

Die geplante Fällung der majestätischen Paffrather Eiche stößt in der Bevölkerung auf viele Fragen und Unverständnis. Die zuständige Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Altenkirchen erklärt nun die Gründe für diese bedauerliche Maßnahme.

Die Paffrather Eiche. (Foto: VG Wissen)

Wissen. Die Paffrather Eiche ist Teil eines Naturdenkmals bestehend aus drei Eichen, wobei sie als größte und prägendste gilt. Ihre Rinde und ihr Stamm wurden über die Jahre durch zwei Blitzeinschläge stark beschädigt. In den letzten fünf Jahren wurde zudem ein vermehrter Pilzbefall sowohl am Stamm als auch an den Hauptwurzelanläufen festgestellt.

Seit vielen Jahren wird der Baum gutachterlich begleitet und mit großem Aufwand gepflegt, was baumchirurgische Maßnahmen und Düngungen beinhaltet. Regelmäßige visuelle Kontrollen durch Fachleute werden ergänzt durch Resistographenuntersuchungen, um die Restwandstärke des Stammes und des Stammfußes zu messen. Diese Methode erlaubt die Feststellung von Faulstellen, Höhlungen und Störungen, die von außen nicht sichtbar sind.

Das neueste Gutachten zeigte allerdings, dass mittlerweile alle Hauptwurzelanläufe Schädigungen und Fäulnis aufweisen. Hinzu kommt der Befall mit dem Riesenporling, einem Pilz, der zuerst die tiefergelegenen, statisch relevanten Wurzeln befällt und den Baum dadurch instabil macht.

Trotz des äußerlich vitalen Erscheinungsbildes des Baumes stellt der starke Pilzbefall des Wurzel- und Stammfußbereichs eine nicht sanierbare Schädigung dar. Die daraus resultierende fehlende Standsicherheit des massiven Baumes stellt eine deutliche Gefahr für den Verkehr dar. Da im vorliegenden Fall der Stammfuß und der Wurzelbereich betroffen sind, lässt sich die Verkehrssicherheit des Baumes auch nicht durch Maßnahmen wie Kronensicherungen wiederherstellen.




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Die Nähe zur Straße und der benachbarte Platz machen eine Fällung beziehungsweise starke Einkürzung auf den Stammtorso unvermeidbar. Trotz aller bisher unternommenen Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen gibt es aufgrund der fortgeschrittenen Schädigung des Baumes keine Alternative mehr zur Fällung. Ein Stehenlassen des Baumes wäre grob fahrlässig.

Als kleiner Trost bleibt, dass die beiden anderen Eichen des Naturdenkmals gesund sind. Zudem existiert ein Original-Baumnachzögling der Paffrather Eiche aus dem Projekt "Junge Riesen", der im Herbst neben dem Torso der gefällten Eiche gepflanzt werden soll. Der junge Baum wird als genetischer Erbe des mächtigen Baumriesen heranwachsen. (PM/Red)


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