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Pressemitteilung vom 26.04.2024    

Critical Mass in Altenkirchen: Radfahrer-Aktion für mehr Respekt im Verkehr

Am heutigen Freitagnachmittag, 26. April, 17 Uhr wird es in Altenkirchen laut und "farbenfroh". Fahrradfahrer versammeln sich zu einer sogenannten Critical Mass, um auf friedliche Weise auf ihre Präsenz im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Autofahrer müssen sich nach 17 Uhr eventuell auf Verkehrsstockungen vorbereiten.

Auch in den Vorjahren fand die Critical Mass statt. (Fotoquelle: Hans Kneilmann)

Altenkirchen. Der Wendehammer auf der Glockenspitze in Altenkirchen wird heute Nachmittag, 26. April, 17 Uhr zum Treffpunkt zahlreicher Radfahrer. Gemeinsam wollen sie bei der Veranstaltung namens Critical Mass zeigen, dass sie ein zu respektierender Teil des Verkehrs sind - sowohl auf den Straßen rund um die Stadt als auch innerhalb ihrer Grenzen. Es ist in diesem Jahr die erste Veranstaltung ihrer Art in Altenkirchen. In den Vorjahren wurde die Aktion bereits fünf Mal durchgeführt.

Ist die Aktion rechtmäßig?
Im Gegensatz zu den Klimaklebern wollen sich die Radfahrer an die Straßenverkehrsordnung halten. Behindert werden dürfte der Verkehr aber trotzdem, die Radler peilen ein sehr langsames Tempo von 15 Kilometern pro Stunde an und werden wohl auch nebeneinander herfahren. Das Argument: Laut Straßenverkehrsordnung bilden 16 oder mehr Fahrradfahrer eine Kolonne. In dieser Formation dürfen sie nebeneinander fahren und können nur als Ganzes überholt werden.

In großen Städten, wo solche Veranstaltungen häufiger, jeden letzten Freitag im Monat, stattfinden, kommen oft hunderte bis tausend Radfahrer zusammen. Das Überqueren einer Ampelkreuzung kann dann durchaus mehrere Ampelphasen dauern. Wichtig ist dabei: Sobald das erste Fahrrad bei Grün die Kreuzung passiert, darf die gesamte Kolonne folgen. Für Autofahrer kann das zu einer Geduldsprobe werden. Der Verkehr solle aber nicht absichtlich gestört werden, es gehe darum, sich als unmotorisierter Verkehrsteilnehmer ein Stück öffentlichen Lebensraumes, die Straße, zumindest zeitweilig zurückzuerobern.



"Wir sind der Verkehr"
Egal, ob die Atmosphäre auf dem Rad entspannt bleibt oder nicht, stellt sich die Frage, ob diese Art von kollektivem Radfahren als Demonstration gilt und daher nach dem Versammlungsrecht angemeldet werden muss. Hans Kneilmann von der "Initiative gegen den Ausbau der B 414 bei Altenkirchen" ist einer der Anreger solcher Fahrten. Er betont: "Im Kreis Altenkirchen gibt es, im Gegensatz zum Westerwaldkreis, wenig Bewegung in Sachen Fahrradwege". Die Lösung mit sogenannten Schutzstreifen an der Frankfurter Straße (B 8) könne nur ein Anfang sein. "Wir sind kein Verkehrshindernis - wir sind der Verkehr", konstatiert Kneilmann.

Weitere Aktionen in Altenkirchen geplant
Weitere Critical Mass Veranstaltungen sollen in den Monaten Juni, August und Oktober jeweils am letzten Freitag im Monat um 17 Uhr stattfinden. In Anlehnung an die "Fridays for Future"-Bewegung werden die Rad-Aktionen unter der "Parents for Future"-Webpräsenz zusammengefasst, auch wenn es angeblich keinen Organisator gibt. Mehr Informationen dazu sind hier aufrufbar. (PM/Red)


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