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Pressemitteilung vom 20.05.2024    

Ortsumgehung B256 für Willroth? Lokalpolitiker pochen auf zeitnahen Fortgang

Bekommt Willroth eine Ortsumgehung für die viel befahrene B256? Verschiedene Kommunalpolitiker der SPD aus Kreis, Verbandsgemeinde und der (Nachbar-)Gemeinden trafen sich erneut vor Ort, um zur Situation zu beraten. Unter Moderation des Ortsbürgermeisters Wilfried Schiefer wurde die Gesamtsituation nochmals erörtert und intensiv diskutiert.

(Symbolfoto, Quelle: PIxabay)

Willroth. Bereits vor über 20 Jahren hatte die Ortsgemeinde Willroth selbst Untersuchungen beauftragt und das Vorhaben dem Grunde nach in Gang gesetzt. 2016 wurde die Ortsumgehung in den Bundes-Verkehrswegeplan als vordringliches Vorhaben aufgenommen. "Pläne liegen seit dieser Zeit vor, allerdings ist seitdem leider nicht viel geschehen", so heißt es in einer Pressemitteilung. Aktuell prüfe nun der für den Bau zuständige LBM Diez die Vornahme von Bohrungen und Schürfproben, da sich die Trassenführung in unmittelbarer Nähe der Grube Georg befindet. Es gebe aber nach wie vor keinen Zeitplan.

"Bei Betrachtung der Entwicklung der Maßnahme fällt ein schleppender Fortgang auf, obwohl sich kein Widerstand regt - im Gegenteil, eine Entlastung der Gemeinde Willroth durch die stark befahrene Bundesstraße wäre eher heute als morgen wünschenswert", so die Pressemitteilung weiter. In der Diskussion wurden immer auch wieder Parallelen gezogen zum Umgehungsvorhaben in Weyerbusch, wo sich hingegen heftiger Widerstand regt. Hier sei der LBM Diez allerdings weiterhin intensiv tätig. "Das unterschiedliche Vorgehen ist vor dem Hintergrund der notwendigen Eingriffe in die Natur und der Akzeptanzunterschiede in der Öffentlichkeit kaum erklärbar", so die Meinung der Lokalpolitiker.

Keine sichere Überquerung?
Ebenso beiße die Gemeinde Willroth bei ihrem Verlangen nach einer sicheren Überquerungsmöglichkeit über die Bundesstraße innerhalb der Ortslage weiterhin auf Granit. Auch hier sei unverständlich, dass nur 500 Meter weiter in der Nachbargemeinde Oberhonnefeld-Gierend im Kreis Neuwied die dort zuständige Schwesterniederlassung LBM Cochem eine Ampelquerung eingerichtet hat.



Die Gemeinde Willroth hat den einzigen direkten Autobahnanschluss im Landkreis Altenkirchen. Der Verkehr auf der B256 ist sehr intensiv und weiterhin stark zunehmend. Dazu hat auch die Öffnung für den Schwerlastverkehr im weiteren Verlauf in den Bereichen Straßenhaus und Rengsdorf beigetragen. Die B256 ist eine der wesentlichen Durchgangs- und Außenverbindungen des Kreises Altenkirchen, hier insbesondere als Nahtstelle zur Verkehrsader A3 sowie als Verbindung zu den größeren Industrie- und Gewerbestandorten Koblenz und Neuwieder Becken (Rheinschiene).

Wirtschaftsverkehr wird zunehmen?
Es ist auch zunehmend von weiterem Wirtschaftsverkehr auf den Straßen auszugehen, so befürchten die Lokalpolitiker. Bei einem früheren Ortstermin hatte sich bereits MdL Sabine Bätzing-Lichtenthäler informiert und ist in einen vermittelnden Dialog mit dem LBM Diez eingetreten, der auch weiter vorangetrieben wird. Für die Lokalpolitiker steht fest, dass die im Verhältnis recht kurze und eher weniger aufwendige Ortsumgehung Willroth jetzt weiter forciert werden muss. (PM)


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