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Pressemitteilung vom 23.05.2024    

Tiefbauarbeiten der Deutschen Glasfaser in Kirchen sorgen für Verärgerung

Die Deutsche Glasfaser hat begonnen, das Glasfasernetz in der Verbandsgemeinde Kirchen auszubauen. Doch die Bauarbeiten stoßen bei vielen Anwohnern auf Unmut. Die Beschwerden erreichen zunehmend auch das Rathaus in Kirchen.

Glasfasern für schnelles Internet (Symbolbild)

Kirchen. Seit einigen Wochen laufen die Tiefbauarbeiten der Deutschen Glasfaser in verschiedenen Ortsteilen der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg). Dabei häufen sich die Beschwerden über die Art und Weise, wie die Arbeiten durchgeführt werden. Demnach würde der Tiefbau an mehreren Stellen die Straßen und Gehwege aufreißen, ohne erkennbare Zusammenhänge und ohne die Öffentlichkeit ausreichend über die Belastung oder geplante Zeitabläufe zu informieren. Seien die Arbeiten an einem Erdloch abgeschlossen, würde es teilweise zu lange dauern, bis der Oberflächenbelag wieder hergestellt würde. Ferner seien die Abschlussarbeiten an der Oberfläche teilweise unzumutbar und würden das Straßenbild in einen Flickenteppich verschandeln. Mit solchen Vorwürfen sieht sich das Rathaus in Kirchen inzwischen täglich konfrontiert.

Kaum Handlungsspielraum durch die Gemeinden
Die Verbandsgemeindeverwaltung Kirchen weist aber zum wiederholten Male darauf hin, dass man selbst kein Auftraggeber für den Ausbau des Glasfasernetzes sei. Auch bestehe kein Vertragsverhältnis zwischen der Verbandsgemeinde Kirchen und der Deutschen Glasfaser. Die Deutsche Glasfaser erbringe diesen Ausbau nämlich in Eigenleistung.

Der wachsenden Kritik indes schließt sich die Kommunalverwaltung in Kirchen im Großen und Ganzen an. "In vielerlei Hinsicht sind die aktuellen Tiefbauarbeiten in Teilen nicht zu akzeptieren", heißt es wörtlich aus dem Rathaus.

Die Verwaltung weist allerdings darauf hin, dass es nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG) der Bundesnetzagentur den Telekommunikationsunternehmen freistehe, einen Ausbau durchzuführen. Dies schränkt den Handlungsspielraum der Gemeinde immens ein.

Verbandsgemeinde dokumentiert die Bauarbeiten
Trotzdem prüfen und dokumentieren die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde die Baustellen bestmöglich. Angesichts der Vielzahl an Baustellen sei es jedoch schwierig, überall gleichzeitig präsent zu sein.

In mehreren Ortsgemeinden wurden die Pflasterarbeiten als völlig inakzeptabel erfasst. Die Deutsche Glasfaser wurde aufgefordert, das Pflaster erneut zu verlegen. Noch offene Gehwege sollen zeitnah geschlossen werden. Zudem prüft die Verwaltung derzeit, wie neue Aufbrüche verhindert werden können und fordert die Deutsche Glasfaser dazu auf, die begonnenen Arbeiten zügig abzuschließen und eine Abnahme der Oberflächen zu beantragen. Erst nach einer mängelfreien Abnahme solle ein Weiterausbau erfolgen.




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Auch nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Verbandsgemeinde Kirchen die Baustellen weiterhin befahren und überwachen, um notwendige Nachbesserungen einfordern zu können.

Anwohner, die Schäden feststellen oder Beschwerden im Kontext der Tiefbauarbeiten haben, werden gebeten, sich direkt an die Deutsche Glasfaser zu wenden. Dies kann telefonisch unter 02861 - 890 600 oder im Internet erfolgen.

Überbauproblematik
Bürgermeister Andreas Hundhausen steht zu diesem Thema auch im engen Austausch mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Martin Diedenhofen (SPD). Diedenhofen geht noch einen Schritt weiter in der Kritik, denn mehrere Telekommunikationsunternehmen kündigen bereits parallel den Netzausbau an und sorgen so unter anderem für weitere Verzögerung beim Ausbau oder für noch mehr Baumaßnahmen.

Um dieser sogenannten Überbauproblematik gezielt zu begegnen, hat die Bundesregierung bereits vor einiger Zeit beschlossen, Fälle geordnet zu erfassen. Dafür nimmt eine Stelle der Bundesnetzagentur die Einzelfälle auf. Diedenhofen kommentiert: "Der Überbau durch Telekommunikationsunternehmen ist unsinnig. Es ist gut, dass diese Praxis jetzt gezielt erfasst wird." In Berlin will sich Diedenhofen dafür einsetzen, dass der Überbau durch sinnvolle Maßnahmen verhindert werde: "Als Bundestagsabgeordneter werde ich die Fälle aus der Verbandsgemeinde Kirchen bei den zuständigen Kollegen mit Nachdruck vorbringen", verspricht Diedenhofen. Jetzt darf man gespannt sein, ob sich in der Bundespolitik etwas bewegt, bevor die Leitungen alle verlegt worden sind. (PMs/Red)


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